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Der Tambour/Ausgabe 1978 05: Unterschied zwischen den Versionen

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== Seite 5 ==
== Seite 5 ==
[[Datei:DerTambour1978-5-5-1.png|mini|'''DIE SPIELMANNSZÜGE''' von LVB Leipzig und Einheit Wurzen spielten für die Sportlerinnen und Sportler der DTSB-Bezirksdelegiertenkonferenz Leipzig vor dem Eingang zum großen Hörsaal der DHfK inder Messemetropole.
]]
=== 600 Stunden auf dem Ziegelroder Festplatz ===
Die Ziegelroder Spielleute gestalten den Festplatz in ihrem Naherholungsgebiet neu. Sie wollen in 600 Stunden, die sie nach ihrer Arbeitszeit leisten, der Kulturstätte ein attraktiveres Aussehen verleihen.
Große Bedeutung mißt man bei MK Ziegelrode dem Erfahrungsaustausch bei. So stehen die Mansfelder in engem Kontakt zum Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ Potsdam Stadt. Trafen sich schon im Vorjahr die Mitglieder beider Klangkörper, um ihre Trainingsmethoden zu vermitteln, so wird es auch 1978 in Potsdam zum gemeinsamen Beisammensein kommen. Dabei spielen die Wettbewerbsprogramme eine große Rolle, die beide innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ abgeschlossen haben.
'''5. DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge'''
=== Medizin Mühlhausen gewann Meistertitel vor Schwedt ===
'''Nachwuchs von Dynamo Halle stieg zur Sonderklasse auf'''
Fünf Glockenschläge und silberhelle Fanfarenklänge des Fanfarenzuges: „Dr. Richard Sorge“ Dynamo Potsdam Stadt leiteten in den Abendstunden des 12. Mai die feierliche Eröffnung der 5. DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge und des 4. Aufstiegsturniers zur Sonderklasse der Nachwuchsspielmannszüge im Großröhrsdorfer Rödertalstadion ein. Der Schirmherr dieser Titelkämpfe, Siegfried Werner, Vorsitzender des DTSB-Bezirksvorstandes Dresden, würdigte nochmals in seinen Begrüßungsworten die beispielhaften Leistungen, die auch von den Spielleuten zum VI. Turn- und Sportfest der DDR vollbracht wurden und lobte die hohe Einsatzbereitschaft und Disziplin, mit der sich die Mädchen und Jungen auf die Höhepunkte dieses Jahres vorbereitet hatten.
Eine Abordnung der Spielleute legte am Ehrenhain der Fritz-Weineck-Oberschule ein Blumengebinde am Denkmal des kleinen Trompeters nieder, dessen Ehrennamen der „Zentrale Nachwuchsspielmannszug des DTSB der DDR“ trägt.
Leider zwangen Regenschauer die Verantwortlichen, den Pflichtwettkampf in einen Saal zu verlegen. Nichtsdestotrotz wurden die Spielleute auch mit diesem Handicap fertig und lieferten sich einen spannenden Pflichtwettbewerb, der für die Kür noch alles offen ließ. Und diese Kür, vor nahezu 5000 Zuschauern dann doch im Stadion ausgetragen, brachte eine ganze Reihe erfreulicher Überraschungen, wenn an den Ideenreichtum in der Choreographie und das künstlerische Können im Arrangement gedacht wird.
Höhepunkt war fraglos die Darbietung des Spielmannsnachwuchses von Medizin Mühlhausen. Schon der Aufmarsch in einer Konzertaufstellung bewies die intensive Vorbereitung dieses Kollektivs. Der Szenenapplaus unterstrich diese Einschätzung. Der Kürtitel „Mit guter Laune“ regte zum Mittanzen an und verbreitete auch jenen Gemütszustand, der im Titel versprochen wurde. Diesen Schlager, im Kleid der Marschmusik geschickt arrangiert, boten die jungen Spielleute so beschwingt und gekonnt dar, daß sie zum drittenmal hintereinander den DDR-Meistertitel erkämpfen konnten.
Aber auch die Kürprogramme der Kollektive von Chemie PCK Schwedt und Baukema Aschersleben, die in dieser Reihenfolge auf den nächsten Medaillenplätzen einkamen, waren hervorragend. Ebenso die Darbietung im Aufstiegsturnier der SG Dynamo Halle, die völlig zu Recht den Hallensern den Sieg einbrachten.
Bedauerlicherweise beeinträchtigten einige Nachlässigkeiten diese so glänzend organisierte und durchgeführte Veranstaltung. Gemeint sind hier jene Funktionäre, die durch fehlende Eintragungen im Sportausweis die Kinder des Nachwuchsspielmannszuges von Traktor Hasselfelde um die Früchte ihrer Arbeit brachten, da laut Reglement dieser Zug wegen der fehlenden Eintragung disqualifiziert werden mußte. Das gleiche bittere Schicksal ereilte Traktor Luisenthal. Hier allerdings war die Ursache das Nichtbeherrschen der geforderten Pflichtmärsche. Einige andere Kollektive hatten offensichtlich die Grenzen ihres gegenwärtigen Leistungsvermögens falsch eingeschätzt und ein viel zu schwieriges Programm ausgewählt, das sie noch nicht zu bewältigen vermochten.
Mit dem „Großen Zapfenstreich“ ging eine Meisterschaft zu Ende, die insgesamt als vorbildlich bezeichnet wurde. Allen Organistoren, der SED-Kreisleitung Bischofswerda, dem Rat des Kreises, dem DTSB-Bundesvorstand, dem Rat der Stadt Bischofswerda und dem Gemeindeverband Großröhrsdorf sowie dem DTSB-Kreisvorstand Bischofswerda, der Kommission Nachwuchs und dem Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ Potsdam Stadt, gilt unsere Anerkennung und unser Dank.
DDR-Meisterschaften 1978 Spielmannszüge Nachwuchs
{| class="wikitable"
|1.
|Medizin Mühlhausen
|85,45
|-
|2.
|Chemie PCK Schwedt
|81,35
|-
|3.
|Baukema Aschersleben
|77,70
|-
|4.
|Stahl Brandenburg
|77,40
|-
|5.
|Traktor Pritzwalk
|76,00
|-
|6.
|Chemie Geraberg
|73,85
|-
|7.
|Aufbau Brandenburg
|72,30
|-
|8.
|Stahl Hettstedt
|71,50
|-
|9.
|SG Kleinröhrsdorf
|70,40
|-
|10.
|TSG Lübbenau
|69,15
|}
'''Meister:''' BSG Medizin Mühlhausen
'''Absteiger zur Leistungsklasse I:''' TSG Lübbenau, SG Kleinröhrsdorf und Stahl Hettstedt
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse Spielmannszüge Nachwuchs
{| class="wikitable"
|1.
|Dynamo Halle
|75,20
|-
|2.
|Empor Perleberg
|73,05
|-
|3.
|Stahl Freital
|71,60
|-
|4.
|Traktor Zabeltitz
|64,90
|-
|5.
|MK Ziegelrode
|59,30
|-
|6.
|Lok Mühlhausen
|58,05
|-
|7.
|Traktor Hasselfelde
|disqual.
|-
|8.
|Traktor Luisenthal
|disqual.
|}
'''Aufsteiger zur Sonderklasse:''' SG Dynamo Halle
'''Absteiger zur Leistungsklasse II:''' Traktor Hasselfelde und Traktor Luisenthal
'''Rolf Lorenz,''' Kommission Nachwuchs


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== Seite 6 ==
[[Datei:DerTambour1978-5-6-1.png|mini|'''HERZLICHE GESPRÄCHE''' gab es im Mai-Trainingslager in Leipzig zwischen dem Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, Rainer Eidenschink (3. v. l), dem Dirigenten Bode Clauß (3. v. r), dem Vorsitzenden der Kommission Technik und Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, Rolf Lorenz (2. v. l.), und den jungen Sportlerinnen. Dabei stand immer wieder im Mittelpunkt, wie die Übungsstunden in den Kollektiven noch effektiver gestaltet werden können.]]
[[Datei:DerTambour1978-5-6-2.png|mini|'''FRANK SUHR''' aus Lauter verfolgt mit angespannter Aufmerksamkeit das Dirigentenpult, um seine Einsätze „auf dem Punkt“ zu treffen.]]
=== Ausschreibung ===
==== zur DDR-Meisterschaft 1978 der Spielmannszüge Erwachsene des DTSB der DDR ====
'''1. Veranstalter:'''
Zentrale Spielleutekommission des DTSB der DDR
'''2. Mit der Durchführung beauftragt:'''
Kommission Spielmannszüge Erwachsene in Verbindung mit dem BFA Spielleute Gera
'''3. Art der Veranstaltung:'''
DDR-Meisterschaft 1978 der Spielmannszüge Erwachsene des DTSB der DDR
'''4. Ort der Durchführung:'''
Lobenstein (Thüringen), Bezirk Gera
'''5. Termin des Wettkampfes:'''
20. bis 22. Oktober 1978
'''6. Beginn des Wettkampfes:'''
21. Oktober 1975, 8 Uhr
'''6 a) — Anreise:'''
Die Anreise muß am 20. Oktober 1978 bis 16 Uhr in Lobenstein erfolgen
'''6 b) — Abreise:'''
Die Abreise am 22. Oktober 1978 wird besonders festgelegt, da ungünstige Zugverbindungen individuelle Absprachen erfordern. Die Kollektive werden zu gegebener Zeit informiert.
'''7. Teilnehmer:'''
Medizin Mühlhausen
<br />SG Dynamo Halle
<br />Traktor Zabeltitz
<br />Chemie Rodleben
<br />MK Ziegelrode
<br />Chemie Geraberg
<br />Baukema Aschersleben
<br />Traktor Luisenthal
<br />SG Oberlichtenau
<br />TSG Lübbenau
<br />Stahl Hettstedt
<br />Traktor Hirschfeld
<br />Empor Perleberg
<br />Aufbau Brandenburg
<br />Einheit Ruhland
<br />Lok Mühlhausen
<br />TSG Traktor Taucha
'''8. Wertung:'''
Nach der gültigen Wettkampfordnung für Spielmannszüge des DTSB der DDR vom 1. Januar 1978
'''9. Wettkampfdurchführung:'''
Die Teilnahme am Wettkampf erfolgt auf der Grundlage der Klassifizierungsordnung. Jeder Zug gibt bei der Stabführerbesprechung das Wettkampfbuch ab.
'''10. Wettkampfprogramm:'''
a) Pflichtmärsche:
* Der kreuzfidele Kupferschmied
* Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner 77, Teile A, B und C)
* Frohe Klänge
* Goldene Trompeten
b) Kürmärsche:
Entsprechend der Wettkampfordnung Punkt 10.2.1.2.
'''11. Termine für die Abgabe des Meldebogens, der Kürnoten und der Kurzbiographie:'''
* Kürnoten bis 31. Juli 1978 an Hans Brückner, 1035 Berlin, Pettenkofer Straße 29
* Meldebogen und Kurzbiographie bis 31. Juli 1978 an Dieter Hoppe, 78 Ruhland, Bahnhofstraße 19.
'''12. Startreihenfolge:'''
Die Auslosung erfolgt laut Wettkampfordnung Punkt 10.1.1.
'''13. Verpflegungsgeld:'''
Verpflegungsgeld (je Person 19,50 M) muß bis zum 31. Juli 1978 auf das Konto des DTSB-Kreisvorstandes Lobenstein, Kreissparkasse Lobenstein, mit dem Vermerk „Verpflegungsgeld der BSG . . .“ für . . . Personen überwiesen werden.
'''14. Reisekosten:'''
Die Kollektive tragen 50 (fünfzig) Prozent der Reisekosten nach DR-Tarif für Sportfahrten.
'''15. Besondere Hinweise:'''
* Alle Spielleute müssen zweimal weiße Bekleidung mitbringen.
* Bei der Absendung der Unterlagen ist die genaue Anschrift der Sektion anzugeben, falls Rückfragen erforderlich sind.
* Auf dem Meldebogen muß unter An- und Abreise das Transportmittel (Zug oder Bus) benannt werden. Die Ankunftszeit kann man nicht exakt angeben, da die Deutsche Reichsbahn Ende September den Fahrplan wechselt. Zur Angabe der ungefähren Zeit bitten wir den Winterfahrplan 1977/78 zu verwenden. Des weiteren bitten wir auch um die Angabe der Reiseroute mit den entsprechenden Umsteigebahnhöfen.
* Startgebühren werden laut neuer Finanzrichtlinien nicht mehr erhoben.
* Unter Punkt 7 im Meldebogen sind die Namen des Kollektivleiters und des Stabführers anzugeben.
'''Knoppe,''' amt. Vorsitzender Kommission Spielmannszüge Erwachsene
'''Anmerkung:''' Die Kommission Spielmannszüge Erwachsene versucht, noch kurzfristig die Stadthalle von Bad Blankenburg/Thür. für die DDR-Meisterschaften vertraglich zu binden. Gelänge dies, werden die Titelkämpfe von Lobenstein nach Bad Blankenburg verlegt. In der Nr. 7/78 (Juli) des „tambour“ erfolgt die endgültige Mitteilung darüber.


== Seite 7 ==
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=== Die Startreihenfolgen für Fanfarenzüge ===
Die Startreihenfolge zur DDR-Meisterschaft 1978 der Fanfarenzüge der Sonderklasse des DTSB der DDR am 8. Juli 1978 in Ziegelrode:
# Lok Nordhausen
# Stahl Hettstedt
# Einheit Pädagogik Leipzig
# SG Dynamo Potsdam Stadt
# Greika Greiz
# Fortschritt Teichwolframsdorf
Die Startreihenfolge zum Aufstiegsturnier 1978 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR am 1. Juli 1978 in Strausberg:
# Tiefbau Berlin
# Fortschritt Hoyerswerda
# Vorwärts Strausberg (außer Konkurrenz!)
# Dynamo Nordwest Berlin
# Traktor Oßmannstedt
# TSG Lübbenau/BBS BKW Jugend
# Einheit Elsterberg
Da die neue Wettkampfordnung der Fanfaren verspätet erschien, treten für die zentralen Wettkämpfe des Jahres 1978 folgende Ausnahmeregelungen in Kraft:
* Den Fanfarenzügen der Leistungsklasse werden zum Aufstiegsturnier zwei Pflichtmärsche der Sonderklasse im Kürdurchgang gestattet, unabhängig, ob diese im 1. Durchgang gespielt wurden oder nicht.
* Für die Errechnung des Durchschnitts-Schwierigkeitsgrades werden nur die zwei Kürmärsche herangezogen. Wird die Durchschnittsschwierigkeit von 2,2 nicht erreicht, so erfolgt kein Abzug entsprechend der Wettkampfordnung.
* Erreichen Fanfarenzüge der Sonderklasse den Durchschnitts-Schwierigkeitsgrad von 2,7 (Mittel der acht Kürmärsche) nicht, so erfolgt kein Abzug entsprechend der Fehlertabelle der Wettkampfordnung.
* Alle anderen Forderungen und Festlegungen der neuen Wettkampfordnung vom 1. Januar 1978 bleiben bestehen und sind rechtskräftig.
'''Leo Ertel,''' Vorsitzender der Kommission Fanfarenzüge
'''Fragen zur neuen Wettkampfordnung'''
[[Datei:DerTambour1978-5-7-1.png|mini|'''FANFARENBLÄSER''' von Einheit Pädagogik Leipzig gaben das Eröffnungssignal zur DTSB-Bezirksdelegiertenkonferenz Leipzig.]]
=== Zum Variationsanteil bei Pflichtmärschen ===
Bei einem Kampfrichterlehrgang im Bezirk Erfurt gab es bei der Wettkampfordnung Spielmannszüge zur folgenden Frage Unklarheiten:
* '''Wie werden die beiden Kürmärsche beim Nachwuchs der Sonderklasse in dem Punkt der Schwierigkeit zu den Bezirksmeisterschaften gewertet?'''
In der neuen Wettkampfordnung hatte hier der Druckfehlerteufel seine Hand im Spiel. Bei der Korrektur des Punktes 8.3.1.1. (zu 3.) wurde eine falsche Zeile eingefügt. Die Klammer in der Anfügung muß richtig heißen: (einschließlich ein Titel der AK/Erwachsene und Nachwuchs und SK/Nachwuchs). Die Pflicht wird mit 5,0 Punkten Standardwert für alle Klassen eingesetzt, dazu wird das Mittel der beiden Schwierigkeitsgrade der Kürtitel addiert. Bei Kollektiven mit einem Kürtitel wird nur dieser Schwierigkeitsgrad addiert.
* '''Wo ist der Variationsanteil der Pflichtmärsche einzusetzen?'''
Der Variationsanteil der Pflichtmärsche wird als Wert im Hauptpunkt 1 nicht berücksichtigt. Abzug finden jedoch Fehler beim Spiel von Variationen der Pflichtmärsche bei zentralen wie auch regionalen Wettkämpfen im Hauptpunkt I, sofern diese auftreten.
a) Beispiel Pflichtdurchgang/Sonderklasse DDR-Meisterschaft (zentraler Wettkampf) Hauptpunkt I:
Richtiges und sauberes Spiel der Melodieninstrumente:<br />Flöte — Hörner — Lyren
Ausgeloste Pflichtmärsche:<br />Frohe Klänge<br />Goldene Trompeten
Vorgegebene Punktzahl für den Hauptpunkt I = 10,0 Punkte.
Von diesen 10,0 Punkten erfolgt der Abzug generell für alle auftretenden Fehler der einzelnen Stimmen der Ein- und Mehrstimmigkeit ohne Gliederung der Titel im ersten oder zweiten Pflichttitel (siehe Punkt 8.2.3.2.).
<br />Beispielsweise:
{|
| colspan="2" |„Frohe Klänge“
|-
| colspan="2" |(Fehlerpunkte lt. Fehlertabelle)
|-
|Horn 1
|0,3 Fehlerpunkte
|-
|Horn 2
|0,6 Fehlerpunkte
|-
| colspan="2" |„Goldene Trompeten“
|-
|Flöte 1
|0,2 Fehlerpunkte
|-
|Flöte 2
|0,6 Fehlerpunkte
|-
|Flöte 3
|0,4 Fehlerpunkte
|-
|Flöte 4
|2,0 Fehlerpunkte
|-
| colspan="2" |(4. Flöte fehlt)
|-
|
|4,3 Fehlerpunkte
|-
|
|10,0 Vorgabepunkte
|-
|—
|4,3 Gesamtfehlerpunkte
|-
|
|5,7 Wertungspunkte in der Anzeige
|}
b) Beispiel Wertungsdurchgang/Leistungsklasse II — Bezirksmeisterschaften (regionaler Wettkampf):
Richtiges und sauberes Spiel der Melodieninstrumente:<br />Flöte — Hörner — Lyren
Kürtitel:<br />„Schwarze Amsel“/Variationsanteil 3,4
Ausgeloster Pflichtmarsch:<br />„Fliegermarsch“
Vorgegebene Punktzahl für den Hauptpunkt 1 = 10,0 Punkte.
Diese teilen sich auf in
<br />2,0 Punkte für Variationsanteil
<br />8,0 Punkte für alle auftretenden Fehler der Melodieninstrumente
<br />8,0 Vorgabepunkte für Melodieninstrumente
<br />1,7 Vorgabepunkte für Variation
<br />9,7 Gesamtvorgabepunkte für die Wertung
Von diesen 9,7 Punkten erfolgt der Abzug generell für alle auftretenden Fehler der einzelnen Stimmen der Ein- und Mehrstimmigkeit (einschließlich der 1,7 Punkte Variation des Kürtitels) ohne Gliederung der Titel in dem ersten oder zweiten Marsch (Kür- oder Pflichttitel).
<br />Beispielsweise:
{|
|-
| colspan="2" |„Schwarze Amsel“
|-
|Flöte 1
|0,7 Fehlerpunkte
|-
|Flöte 2
|0,2 Fehlerpunkte
|-
|Lyren
|0,2 Fehlerpunkte
|-
| colspan="2" |„Fliegermarsch“
|-
|Flöte 1
|0,6 Fehlerpunkte
|-
|Flöte 2
|0,5 Fehlerpunkte
|-
|Lyren
|0,1 Fehlerpunkte
|-
| colspan="2" |(Fehlerpunkte lt. Fehlertabelle)
|-
|
|2,3 Fehlerpunkte der Melodie
|-
| colspan="2" |Variation „Schwarze Amsel“
|-
| colspan="2" |(Vorgabe 1,7 Punkte)
|-
|
|1,1 Fehlerpunkte Variation
|-
|
|3,4 Gesamtfehlerpunkte
|-
|
|9,7 Vorgabepunkte
|-
|—
|3,4 Gesamtfehlerpunkte
|-
|
|6,3 Wertungspunkte der Anzeige
|}Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, daß einmal die Vorgabepunkte als Abzugsbasis dienen und zum anderen fehlende Stimmen mit 2,0 Fehlerpunkten bestraft werden. Das gilt auch bei Tambouren, wenn eine zweite Trommelstimme lt. Noten vorliegt, aber im Vortrag nicht zu hören ist. Für den Hauptkampfrichter bedeutet das, im Zweifelsfall eine Entscheidung zu treffen. '''Rolf Lorenz'''
----Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB der DDR, Berlin — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4


== Seite 8 ==
== Seite 8 ==
=== ER GEHÖRT ZU UNSEREN BESTEN ===
[[Datei:DerTambour1978-5-8-1.png|mini|246x246px]]
'''Erwin Dietrich'''
hat sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht. Der heute 43jährige gehörte 1949 zum ersten Spielmannszug, der mit der Gründung unserer Republik im Mansfelder Land gebildet wurde. Seit fast drei Jahrzehnten ist Erwin Dietrich Mitglied des Klangkörpers von MK Ziegelrode, einem Spielmannszug der Sonderklasse, der schon viele Jahre das Niveau dieses Genres maßgeblich mitbestimmt. Der Flötist verfügt über ein umfangreiches musikalisch-technisches Wissen, das er in einem dreijährigen kombinierten Fernstudium an der Spezialschule für künstlerisches Volksschaffen vervollkommnet hat. Genosse Dietrich schloß dieses Studium mit der Note „sehr gut” ab.
Neben dem Flötenspiel beherrscht er perfekt Akkordeon und Klavier, versteht Erwin Dietrich auch mit Gitarre und Fanfare umzugehen. 22 Jahre leitete er den A-Capella-Chor des Mansfeld-Kombinates, der in dieser Zeit dreimal mit dem Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“ ausgezeichnet wurde. Die gleiche Ehrung erfuhr auch zweimal der Spielmannszug von MK Ziegelrode. All dies ist natürlich eng mit dem Namen Erwin Dietrich verbunden. Der gelernte Kfz.-Schlosser arbeitete von 1953—1975 im Mansfelder Kupferschieferbergbau unter Tage. Dies erhöht noch den Wert seiner umfangreichen gesellschaftlichen Tätigkeit. Als Leiter der zentralen Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung bei der Kommission Technik ist Erwin Dietrich für die Qualifizierung der Übungsleiter und des Nachwuchses der Spielleute verantwortlich. Funktionäre wie der gebürtige Ziegelroder Erwin Dietrich sind für unseren Sport unentbehrlich.
=== Motor Henningsdorf nur im Alleingang ===
Im Berliner Jahnsportpark fanden am 7. Mai 1978 die Bereichsmeisterschaften der Fanfarenzüge Nord und die Bereichsmeisterschaften der Schalmeienkapellen Nord sowie die Berliner Bezirksmeisterschaften statt.
<br />Hier die Resultate:
<br />'''Bereichsmeisterschaften Fanfarenzüge Nord'''
{| class="wikitable"
|1.
|Motor Hennigsdorf
|37,0
|}
Medizin Bad Kösen, Stahl Hennigsdorf und Einheit Pädagogik Zeitz sind nicht angetreten.
'''Bereichsmeisterschaften Fanfarenzüge Nord'''
{| class="wikitable"
|1.
|Motor Hennigsdorf
|37,0
|-
|2.
|Empor Altentreptow
|44,5
|-
|3.
|Traktor Fichtenberg NW
|36,1
|}
Traktor Tantow, Traktor Fichtenberg Erwachsene, Aktivist Luckenau II und Malchin NW nicht angetreten.
'''Bezirksmeisterschaften von Berlin'''
{| class="wikitable"
| colspan="3" |'''Spielmannszüge Nachwuchs'''
|-
|1.
|WBK Berlin
|41,3
|-
|2.
|Narva Berlin
|31,4
|-
| colspan="3" |'''Fanfarenzüge'''
|-
|1.
|Tiefbau Berlin
|46,2
|-
|2.
|Dynamo Nordwest Berlin
|44,2
|}

Aktuelle Version vom 27. April 2026, 14:57 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Mai 1978
Nummer: 5/78
Erschienen: 05/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Erfolgreichste Etappe des DDR-Sports hoch gewürdigt
4 Die neuen BFA der Spielleute des DTSB der DDR
5 Medizin Mühlhausen gewann Meistertitel vor Erdöl Schwedt
IM TRAININGSLAGER der Spielmannszüge Nachwuchs, das vom 8. bis 12. Mai 1978 in der Kurt-Kresse-Oberschule in Leipzig-Großzschocher stattfand, gelang unserem Bildreporter diese Großaufnahme.

Spielleute mit stolzer Bilanz

Unser Beitrag zum VI. Turn- und Sporttag

Die weitere umfassende Ausprägung des Massencharakters von Körperkultur und Sport zur Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED steht im Mittelpunkt des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR, der vom 24. bis 26. Mai 1978 in der Berliner Dynamo-Sporthalle stattfand. Zu diesem für den DDR-Sport bedeutenden Ereignis können die 1100 Delegierten — unter ihnen die Spielleute Rolf Fräderich (Aufbau Brandenburg), Frank Mierisch (Stahl Freital), Günther Schlaefke (SG Dynamo Hohenschönhausen), Ursula Schollbach (Fortschritt Cottbus), Bärbel Schramm (Aufbau Elbe Magdeburg) und Karlheinz Seifert (Chemie Rodleben) — auf eine beeindrukkende Bilanz verweisen. Seit dem V. Turn- und Sporttag 1974 erhöhte sich die Mitgliederzahl der Sportorganisation um rund 371 000 auf nahezu 2,8 Millionen. Dadurch ist jeder sechste Bürger der DDR Mitglied des DTSB. Die Hälfte des Zugangs sind Erwachsene, 22,1 Prozent der neuorganisierten Sporttreibenden sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Auch die Zahl der weiblichen Mitglieder ist gestiegen, so daß gegenwärtig 25,7 Prozent Frauen und Mädchen dem DTSB angehören.

Die Spielleute des DTSB der DDR haben ihren Anteil an der erfreulichen Entwicklung unserer sozialistischen Sportorganisation. Am 31. Dezember 1973 gab es 11 806 Spielleute. Der Mitgliederstand vom 31. Dezember 1977 wies 13 588 aus. Dies ist ein Mitgliederzuwachs von 15,1 Prozent. 995 Übungsleiter stehen gegenwärtig für die Ausbildung in den

Fortsetzung auf Seite 3

Seite 2

„Wir Spielleute kommen nicht mit leeren Händen zum VI. Turn- und Sporttag in unsere Hauptstadt!“

Erfolgreiche Etappe des DDR-Sports

Grußadresse des ZK der SED an den VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR

Liebe Sportlerinnen und liebe Sportler!

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands übermittelt Euch, den Delegierten des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR, und allen Sportlerinnen und Sportlern unserer Republik die herzlichsten Grüße und Wünsche.

In zielstrebiger Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, auf der stabilen Grundlage unserer sozialistischen Gesellschaft habt Ihr seit dem V. Turn- und Sporttag große Leistungen vollbracht. Voller Stolz könnt Ihr auf den erfolgreichsten Abschnitt in der 30jährigen Entwicklung der sozialistischen Körperkultur in der Deutschen Demokratischen Republik zurückblicken.

Der DTSB der DDR trägt als Initiator und Organisator des Sports immer besser den wachsenden Bedürfnissen der werktätigen Menschen, insbesondere der Kinder und Jugendlichen, nach Gesundheit und Erholung durch regelmäßiges Sporttreiben Rechnung. Er leistet einen wertvollen Beitrag zur Herausbildung sozialistischer Persönlichkeiten, die im Geiste des sozialistischen Patriotismus und proletarischen Internationalismus denken und handeln.

Zu einem eindrucksvollen Bekenntnis der Jugend und Sportler der Deutschen Demokratischen Republik zu ihrem sozialistischen Vaterland, zu einer Manifestation ihrer Leistungsfähigkeit und Lebensfreude gestalteten sich das VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade der DDR 1977 in Leipzig. Von diesem bisher größten Sportereignis unseres Landes gingen viele neue Impulse für die kontinuierliche Entwicklung unserer sozialistischen Körperkultur aus.

Große Beachtung in der Welt und hohe Anerkennung bei den Bürgern in der Deutschen Demokratischen Republik finden die Ergebnisse unserer Leistungssportler.

Mit dem hervorragenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen 1976 haben unsere Sportlerinnen und Sportler die bisher bedeutendsten Erfolge in der Geschichte des DDR-Sports errungen. Damit dokumentieren sie an der Seite ihrer Sportfreunde aus der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern die Leistungsfähigkeit unserer sozialistischen Körperkultur und die sich ständig vertiefende Freundschaft und Zusammenarbeit mit den Bruderstaaten.

Hoch schätzen wir das politisch verantwortungsbewußte Wirken der Vertreter des DTSB der DDR in den internationalen Gremien des Sports ein. Es dient dem Frieden, der Völkerverständigung und der konstruktiven Zusammenarbeit mit allen friedliebenden Ländern.

Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR ist Abschluß und zugleich Höhepunkt der erfolgreichen Wahlbewegung im Deutschen Turn- und Sportbund der DDR. In allen Sektionen, Sportgemeinschaften, Kreis- und Bezirksorganisationen, Sportverbänden und Sportvereinigungen wurden die bisherigen Ergebnisse in einer umfassenden und demokratischen Aussprache kritisch analysiert und zahlreiche neue Initiativen und Taten in der „Sportstafette DDR 30“ zur weiteren Entwicklung unserer sozialistischen Körperkultur ausgelöst.

Die erfreulichen Fortschritte in allen Bereichen von Körperkultur und Sport sind ein gewichtiger Beitrag zur allseitigen Stärkung der Deutschen Demokratischen Republik, den wir hoch anerkennen. Würdig fügt sich Eure Bilanz ein in die hervorragenden Wettbewerbsleistungen unserer Werktätigen zur Vorbereitung des 30. Jahrestages der Deutschen Demokratischen Republik.

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands spricht den Sportlerinnen und Sportlern, den Übungsleitern, Trainern und Sportlehrern, den Funktionären, Ärzten, Wissenschaftlern und allen für den Sport tätigen Genossen und Freunden für ihre unermüdliche schöpferische Mitarbeit und ihre persönliche Einsatzbereitschaft den herzlichsten Dank aus.

Wie auf allen Gebieten unseres gesellschaftlichen Lebens, so stellt die weitere Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands auch wachsende Anforderungen an die Körperkultur und den Sport in unserem Lande. Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR wird die daraus abzuleitenden Aufgaben beraten und beschließen. Es ist ein Grundanliegen des DTSB der DDR, auf dem bewährten Wege zielstrebig und ideenreich an der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik mitzuwirken.

Die Erfüllung dieses gesellschaftlichen Auftrages erfordert, den vielfältigen Formen des Freizeit- und Erholungssportes der Werktätigen, der kontinuierlichen Entwicklung des Kinder- und Jugendsports, insbesondere der Spartakiadebewegung sowie der Förderung des Nachwuchs- und Leistungssports, stets große Aufmerksamkeit zu schenken.

Wir sind davon überzeugt, daß Ihr mit dem Blick auf die Olympischen Spiele in Lake Placid und in Moskau alle Anstrengungen unternehmen werdet, um unsere Deutsche Demokratische Republik würdig zu repräsentieren.

Liebe Genossen und liebe Freunde!

Seid versichert, daß unsere Partei dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR auch künftig jede nur mögliche Unterstützung geben wird. Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wünscht dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR einen guten Verlauf und allen Mitgliedern und Freunden der sozialistischen Sportorganisation beste Erfolge, Gesundheit und Schaffenskraft.

Mit sozialistischem Gruß

Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

E. Honecker, Generalsekretär

Berlin, den 26. Mai 1978

Auch der Ministerrat der DDR übermittelte dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR eine Grußadresse.

Seite 3

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse Spielmannszüge Erwachsene

Aufsteiger dominierten in eindrucksvollem Stil

Das Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Spielmannszüge Erwachsene brachte auf dem Sportplatz der Neubauschule des Karl-Marx-Städter Hans-Beimler-Viertels nicht in jedem Fall die erwarteten Leistungen. Eindeutig dominierten im Zehnerfeld Traktor Hasselfelde und Stahl Brandenburg, die schließlich auch den Aufstieg schafften.

Hasselfelde, 1976 in Perleberg noch disqualifiziert, bot ein beeindruckendes Programm, das mit künstlerischer Meisterschaft vorgetragen wurde. Dieser Spielmannszug nahm eine erstaunliche Entwicklung. Die Hasselfelder stellen auf alle Fälle eine Bereicherung der Sonderklasse dar. Glücklich kann sich auch Brandenburg schätzen. Nach Mühlhausen — Medizin und Lok — hat nun Brandenburg als zweite Stadt der DDR mit den Klangkörpern von Aufbau und Stahl zwei Spielmannszüge in der höchsten Klasse.

Achtbar schlug sich auch Sachsenring Zwickau. Erstmals bei einem Turnier der Leistungsklasse I dabei, konnte man auf Anhieb eine ganze Reihe erfahrener Kollektive hinter sich lassen. Eine noch bessere Plazierung als der fünfte Rang verhinderte das insgesamt an Schwierigkeiten zu schwach angereicherte Kürprogramm der Zwickauer Trabantbauer, die offensichtlich unter ihren Möglichkeiten lagen. „Im nächsten Jahr wird dies ganz anders aussehen,“ versicherte Hans Ullmann, der Stabführer des Spielmannszuges. „Wir stocken erheblich auf und werden 1979 mit einem komplizierteren Repertoire antreten.“

Beim Pflichttitel „Mit vereinten Kräften“ sind bei den meisten Kollektiven noch erhebliche Reserven in der Ansatz- und Blastechnik vorhanden.

Unverständlich war das Fehlen der Klangkörper von Motor Stralsund und Empor Dahme. Während das Kollektiv vom Strelasund den Meldetermin um mehr als 21 Tage überschritt und damit nach der neuen Wettkampfordnung die Startberechtigung verlor, reagierten die Funktionäre von Empor Dahme überhaupt nicht auf die Ausschreibung.

Dank und Anerkennung sollten dem Spielmannszug von Aufbau Karl-Marx-Stadt und Sektionsleiter Rolf Hänel, die vorbildlich die Wettkämpfer betreuten sowie den Fanfarenzügen von Fortschritt Teichwolframsdorf und Motor Werdau ausgesprochen werden, die die Eröffnungsveranstaltung mitgestalteten.

1. Traktor Hasselfelde 76,35
2. Stahl Brandenburg 70,55
3. Einheit Pritzerbe 62,55
4. CMV Wittenberge 57,80
5. Sachsenring Zwickau 52,25
6. Empor Klengel-Serba 47,80
7. Einheit Tessin 47,35
8. Motor Barth 45,40
9. Turbine Lauta 43,35
10. Einheit Mutzschen 43,20

Rainer Eidenschink

wurde mit Wirkung vom 1. Mai 1978 zum Leiter des Sektors Spielleute beim Bundesvorstand des DTSB der DDR berufen. Der 36jährige Pädagoge ist in Kamsdorf bei Saalfeld geboren und war zuletzt Stellvertreter des Vorsitzenden des DTSB-Bezirksvorstandes Gera. Rainer Eidenschink hatte als Leiter des Übungsverbandes Musikschau zum VI. Turn- und Sportfest der DDR wesentlichen Anteil an der hervorragenden Darstellung der Spielleutebewegung des DTSB der DDR. Seit frühester Jugend gilt sein Wirken der weiteren Entwicklung des Sports in unserem Lande. Seit über einem Jahrzehnt ist er Mitglied der Partei der Arbeiterklasse. Gegenwärtig steht er im Fernstudium an der Parteihochschule „Karl Marx“. Die Leistungen Rainer Eidenschinks fanden in der Verleihung der Jahnmedaille, der Artur-Becker-Medaille sowie der dreimaligen Auszeichnung als Aktivist der sozialistischen Arbeit ihre Würdigung.

Die Resultate von Wettkämpfen aller Art

Im Interesse aller Spielleute bitten wir die Veranstalter von Wettkämpfen jeder Art unmittelbar nach dem Wettbewerb die kompletten Resultate an

Günther Gießler,
7033 Leipzig, Lützner Plan 17,

zu senden. Nur dies garantiert, daß sie ohne Verzug sofort im „tambour“ veröffentlicht werden.

Einzahlung der Abo-Gebüren

Die Abo-Gebühren für die Nummern 6/78 bis 12/78 müssen bis zum 30. Juni 1978 auf das Konto des Berliner Stadtkontors, Konto-Nr. 6651—15—683, eingezahlt werden. Dabei ist als codierter Zahlungsgrund die Nr. 100—8220098 anzugeben. Die Abo-Gebühren betragen 3,50 M.

Sektor Spielleute

Spielleute mit stolzer Bilanz

Fortsetzung von Seite 1

Klangkörpern zur Verfügung. 172 Kampfrichter sind zur Zeit registriert.

Wesentliche Fortschritte konnten vor allem in der Bereicherung des Repertoires erzielt werden. Auch die Qualität der Übungsleiter ist erheblich gestiegen. 81 Klangkörper verteidigten mit Erfolg den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“. Bei über 4200 Auftritten zu verschiedenen Ereignissen bewiesen die Spielleute ihr gewachsenes Leistungsvermögen in musikalischer und choreographischer Hinsicht.

Höhepunkte waren das VI. Turn- und Sportfest der DDR 1977 in Leipzig, die V. Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin und die 16. Arbeiterfestspiele in Dresden. Bei der Musikschau und der Musikparade zum „VI.“ gelang den Spielleuten eine eindrucksvolle Darstellung ihres Wirkens unter sozialistischen Bedingungen. 4500 Mitwirkende aus allen Bezirken unserer Republik waren daran beteiligt. Auf Beschluß des Präsidiums des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR wurde das Kollektiv Übungsverband Musikschau des DTSB der DDR in Anerkennung hervorragender Verdienste bei der Entwicklung und Festigung des DTSB der DDR und der sozialistischen Körperkultur in unserem Lande mit der Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille ausgezeichnet.

Die Ehrung erhielten: Peter Ahlborn, Bernhard Bosecker, Bodo Clauß, Rainer Eidenschink, Rolf Fräderich, Klaus Gesierich, Horst Kupitza, Rolf Lorenz, Lothar Noltin, Erich Rous und Bernd Weber.

Auch bei den 16. Arbeiterfestspielen vermochten die Spielleute ihr hohes Können auf überzeugende Weise zu dokumentieren. Der Zentrale Fanfarenzug und der Zentrale Mädchenspielmannszug des DTSB der DDR erhielten für hervorragende Leistungen die Goldmedaille.

Zu den besten Kollektiven seit dem V. Turn- und Sporttag gehören:
Spielmannszüge Erwachsene:
Medizin Mühlhausen
SG Dynamo Halle
Spielmannszüge Nachwuchs:
Medizin Mühlhausen
PCK Erdöl Schwedt
Baukema Aschersleben
Fanfarenzüge:
SG Dynamo Potsdam Stadt
Stahl Hettstedt
Schalmeienkapellen:
Aktivist Luckenau
Aktivist Zinna-Welsau

Die hier genannten, aber auch die meisten der anderen Klangkörper, verdienen unseren Respekt. Sie haben alle Anteil daran, daß die Spielleute des DTSB der DDR eine Erfolgsbilanz dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR präsentieren kann. Die Spielleute sind für die 80er Jahre gut gerüstet. In der nächsten Ausgabe berichten wir ausführlich über die Tagung des höchsten Gremiums unserer sozialistischen Sportorganisation.

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Die neuen Bezirksfachausschüsse der Spielleute des DTSB der DDR

BERLIN

Kanthack, Bernd
(Tiefbau Berlin)
Vorsitzender
Kluge, Heinz
(Narva Berlin)
Stellvertreter
Schulz, Hans-Georg
(Dynamo Hohenschönhausen)
Stellvertreter
Edler, Dieter
(Dynamo Hohenschönhausen)
Lehmann, Jürgen
(Narva Berlin)
Leupold, Lutz
(Dynamo Nordwest Berlin)
Thews, Detlef
(Dynamo Hohenschönhausen)

COTTBUS

Hollmeyer, Friedrich
(TSG Lübbenau)
Vorsitzender
Tollkamp, Wolfgang
(Fortschritt Cottbus)
Stellvertreter
Haupt, Joachim
(Einheit Ruhland)
Stellvertreter
Brask, Klaus
(Einheit Ruhland)
Busse, Rudolf
(TSG Lübbenau)
Hauptmann, Heinz
(Motor Lauchhammer Ost)
Klopsch, Martina
(Fortschritt Cottbus)
Krause Sabine
(Fortschritt Cottbus)
Lehmann, Karl-Heinz
(Einheit Ruhland)
Müller, Paul
(TSG Lübbenau)
Ohm, Käthe
(Fortschritt Cottbus)
Schanze, Heinz
(Traktor Fichtenberg)
Stupka, Wolfgang
(Bad Muskau)

DRESDEN

Hesse, Gottfried
(Robotron Radeberg)
Vorsitzender
Reichel, Günter
(Lok Dresden)
Stellvertreter
Schüttauf, Günther
(Verkehrsbetriebe Dresden)
Stellvertreter
Bader, Gudrun
(Robotron Radeberg)
Domaschk, Alfred
(Reglerwerk Dresden)
Kleinert, Herbert
(Lok Dresden)
Kretzschmar, Gordana
(Verkehrsbetriebe Dresden)
Nacovsky, Petra
(Stahl Freital)
Schneider, Manfred
(SG Oberlichtenau)
Schulze, Horst
(Traktor Zabeltitz)
Schulze, Volker
(SG Kleinröhrsdorf)
Taupitz, Manfred
(SG Oberlichtenau)

ERFURT

Herrmann, Egon
Vorsitzender
Müller, Hildegard
Stellvertreter
Leye, Lothar
Stellvertreter
Anke, Paul
Gläsner, Heinz
Höfler, Wolfgang
Knoch, Hans-Joachim
Löwe, Ursula
Müller, Karl
Oehms, Helmut
Schwachheim, Werner
Triebel, Walter
Urban, Günter
Wiedenroth, Ulrich
Würfel, Günther

FRANKFURT/ODER

Neumann, Bernd
(Chemie PCK Schwedt)
Vorsitzender
Bartling, Ernst
(Motor Oderberg)
Christ, Gerald
(Tiefbau Eberswalde)
Drescher, Erwin
(Tiefbau Frankfurt/Oder)
Geiseler, Alexander
(SG Hohenwutzen)
Kirstahler, Manfred
(Tiefbau Eberswalde)
Schmidt, Willy
(Tiefbau Frankfurt/Oder)
Steinicke, Horst
(Tiefbau Frankfurt/Oder)
Walter, Alfred
(Traktor Tantow)
Walter, Bärbel
(Chemie PCK Schwedt)

GERA

Hahn, Wilfried
(Fortschritt Teichwolframsdorf)
Vorsitzender
Oertel, Günter
(Traktor Reichstedt)
Stellvertreter
Narr, Klaus-Dieter
(WBK Gera)
Stellvertreter
Hagenau, Marion
(Fortschritt Teichwolframsdorf)
Jahn, Fridolin
(SG Kleinreinsdorf)
Lasch, Heinz
(Fortschritt Teichwolframsdorf)
Leidenfrost, Bernd
(Empor Klengel-Serba)
Martin, Rüdiger
(Empor Klengel-Serba)
Plötner, Horst
(Empor Klengel-Serba)
Zaubitzer, Brigitte
(Empor Klengel-Serba)

HALLE

Seifert, Karlheinz
(Chemie Rodleben)
Vorsitzender
Lange, Roland
(Dynamo Halle)
Stellvertreter
Conrad, Klaus Peter
(Chemie Rodleben)
Czerwinka, Werner
(Dynamo Halle)
Espenhahn, Waldemar
(Chemie Bernburg)
Faust, Jürgen
(Dynamo Halle)
Hauschwitz, Willi
(Aktivist Luckenau)
Kartheuser, Petra
(Chemie Rodleben)
Koch, Walter
(Stahl Hettstedt)
Kreuz, Marina
(POS Penndorf)
Kubitza, Horst
(Chemie Rodleben)
Schäfer, Heinz
(Chemie Rodleben)
Schobes, Gerhard
(MK Ziegelrode)
Schröder, Hans
(Baukema Aschersleben)

LEIPZIG

Steinert, Gerhart
(Einheit Wurzen)
Vorsitzender
Ritzschel, Herbert
(LVB Leipzig)
Beyer, Werner
(Einheit Wurzen)
Dietrich, Erwin
(MK Ziegelrode)
Etzold, Rainer
(Traktor Lumpzig)
Kießig, Günther
(Einheit Mutzschen)
Mittenzwei, Rolf
(Einheit Pädagogik Leipzig)
Müller, Helga
(Einheit Pädagogik Leipzig)
Petzold, Ralf
(Einheit Wurzen)
Schnabel, Wolfgang
(SG Zinna-Welsau)

MAGDEBURG

Klein, Uwe
Vorsitzender
Hustedt, Karl-Heinz
Stellvertreter
Raschke, Henry
Stellvertreter
Hahne, Bernd
Henne, Helmut
Meidt, Willi
Müller, Reinhard
Nitzsche, Wolfgang
Reichel, Edeltraud
Schacht, Alfred
Schramm, Bärbel
Siedentopf, Walter
Teichmann, Peter

POTSDAM

Fräderich, Rolf
(Aufbau Brandenburg)
Vorsitzender
Lüdicke, Gerhard
(Motor Treuenbrietzen)
Stellvertreter
Liedke, Detlef
(Aufbau Brandenburg)
Schulze, Gerhard
(Turbine Golzow)
Kahle, Doris
(Aufbau Brandenburg)
Fräderich, Helga
(Aufbau Brandenburg)
Jablonowski, Bodo
(Dynamo Potsdam)
Gansow, Wolfgang
(Motor Rathenow)
Kahle, Heinz
(Aufbau Brandenburg)

SCHWERIN

Struthmann, Gerhard
Vorsitzender
Berniet, Rolf
Stellvertreter
Boldt, Klaus
Leppin, Günther
Oettle, Gerhard
Thiel, Eberhard

Anmerkung: Obwohl bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe acht Wochen seit der letzten BFA-Wahlversammlung vergangen sind, erreichten aus den Bezirken Karl-Marx-Stadt, Rostock und Suhl weder den Sektor Spielleute des DTSB-Bundesvorstandes (hier hätte die Meldung sofort erfolgen müssen!), noch die Redaktion des „tambour“ (Günther Gießler, 7033 Leipzig, Lützner Plan 17) irgendwelche Informationen mit den neugewählten Bezirksfachausschüssen.

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DIE SPIELMANNSZÜGE von LVB Leipzig und Einheit Wurzen spielten für die Sportlerinnen und Sportler der DTSB-Bezirksdelegiertenkonferenz Leipzig vor dem Eingang zum großen Hörsaal der DHfK inder Messemetropole.

600 Stunden auf dem Ziegelroder Festplatz

Die Ziegelroder Spielleute gestalten den Festplatz in ihrem Naherholungsgebiet neu. Sie wollen in 600 Stunden, die sie nach ihrer Arbeitszeit leisten, der Kulturstätte ein attraktiveres Aussehen verleihen.

Große Bedeutung mißt man bei MK Ziegelrode dem Erfahrungsaustausch bei. So stehen die Mansfelder in engem Kontakt zum Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ Potsdam Stadt. Trafen sich schon im Vorjahr die Mitglieder beider Klangkörper, um ihre Trainingsmethoden zu vermitteln, so wird es auch 1978 in Potsdam zum gemeinsamen Beisammensein kommen. Dabei spielen die Wettbewerbsprogramme eine große Rolle, die beide innerhalb der „Sportstafette DDR 30“ abgeschlossen haben.

5. DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge

Medizin Mühlhausen gewann Meistertitel vor Schwedt

Nachwuchs von Dynamo Halle stieg zur Sonderklasse auf

Fünf Glockenschläge und silberhelle Fanfarenklänge des Fanfarenzuges: „Dr. Richard Sorge“ Dynamo Potsdam Stadt leiteten in den Abendstunden des 12. Mai die feierliche Eröffnung der 5. DDR-Meisterschaften der Nachwuchsspielmannszüge und des 4. Aufstiegsturniers zur Sonderklasse der Nachwuchsspielmannszüge im Großröhrsdorfer Rödertalstadion ein. Der Schirmherr dieser Titelkämpfe, Siegfried Werner, Vorsitzender des DTSB-Bezirksvorstandes Dresden, würdigte nochmals in seinen Begrüßungsworten die beispielhaften Leistungen, die auch von den Spielleuten zum VI. Turn- und Sportfest der DDR vollbracht wurden und lobte die hohe Einsatzbereitschaft und Disziplin, mit der sich die Mädchen und Jungen auf die Höhepunkte dieses Jahres vorbereitet hatten.

Eine Abordnung der Spielleute legte am Ehrenhain der Fritz-Weineck-Oberschule ein Blumengebinde am Denkmal des kleinen Trompeters nieder, dessen Ehrennamen der „Zentrale Nachwuchsspielmannszug des DTSB der DDR“ trägt.

Leider zwangen Regenschauer die Verantwortlichen, den Pflichtwettkampf in einen Saal zu verlegen. Nichtsdestotrotz wurden die Spielleute auch mit diesem Handicap fertig und lieferten sich einen spannenden Pflichtwettbewerb, der für die Kür noch alles offen ließ. Und diese Kür, vor nahezu 5000 Zuschauern dann doch im Stadion ausgetragen, brachte eine ganze Reihe erfreulicher Überraschungen, wenn an den Ideenreichtum in der Choreographie und das künstlerische Können im Arrangement gedacht wird.

Höhepunkt war fraglos die Darbietung des Spielmannsnachwuchses von Medizin Mühlhausen. Schon der Aufmarsch in einer Konzertaufstellung bewies die intensive Vorbereitung dieses Kollektivs. Der Szenenapplaus unterstrich diese Einschätzung. Der Kürtitel „Mit guter Laune“ regte zum Mittanzen an und verbreitete auch jenen Gemütszustand, der im Titel versprochen wurde. Diesen Schlager, im Kleid der Marschmusik geschickt arrangiert, boten die jungen Spielleute so beschwingt und gekonnt dar, daß sie zum drittenmal hintereinander den DDR-Meistertitel erkämpfen konnten.

Aber auch die Kürprogramme der Kollektive von Chemie PCK Schwedt und Baukema Aschersleben, die in dieser Reihenfolge auf den nächsten Medaillenplätzen einkamen, waren hervorragend. Ebenso die Darbietung im Aufstiegsturnier der SG Dynamo Halle, die völlig zu Recht den Hallensern den Sieg einbrachten.

Bedauerlicherweise beeinträchtigten einige Nachlässigkeiten diese so glänzend organisierte und durchgeführte Veranstaltung. Gemeint sind hier jene Funktionäre, die durch fehlende Eintragungen im Sportausweis die Kinder des Nachwuchsspielmannszuges von Traktor Hasselfelde um die Früchte ihrer Arbeit brachten, da laut Reglement dieser Zug wegen der fehlenden Eintragung disqualifiziert werden mußte. Das gleiche bittere Schicksal ereilte Traktor Luisenthal. Hier allerdings war die Ursache das Nichtbeherrschen der geforderten Pflichtmärsche. Einige andere Kollektive hatten offensichtlich die Grenzen ihres gegenwärtigen Leistungsvermögens falsch eingeschätzt und ein viel zu schwieriges Programm ausgewählt, das sie noch nicht zu bewältigen vermochten.

Mit dem „Großen Zapfenstreich“ ging eine Meisterschaft zu Ende, die insgesamt als vorbildlich bezeichnet wurde. Allen Organistoren, der SED-Kreisleitung Bischofswerda, dem Rat des Kreises, dem DTSB-Bundesvorstand, dem Rat der Stadt Bischofswerda und dem Gemeindeverband Großröhrsdorf sowie dem DTSB-Kreisvorstand Bischofswerda, der Kommission Nachwuchs und dem Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ Potsdam Stadt, gilt unsere Anerkennung und unser Dank.

DDR-Meisterschaften 1978 Spielmannszüge Nachwuchs

1. Medizin Mühlhausen 85,45
2. Chemie PCK Schwedt 81,35
3. Baukema Aschersleben 77,70
4. Stahl Brandenburg 77,40
5. Traktor Pritzwalk 76,00
6. Chemie Geraberg 73,85
7. Aufbau Brandenburg 72,30
8. Stahl Hettstedt 71,50
9. SG Kleinröhrsdorf 70,40
10. TSG Lübbenau 69,15

Meister: BSG Medizin Mühlhausen

Absteiger zur Leistungsklasse I: TSG Lübbenau, SG Kleinröhrsdorf und Stahl Hettstedt

Aufstiegsturnier zur Sonderklasse Spielmannszüge Nachwuchs

1. Dynamo Halle 75,20
2. Empor Perleberg 73,05
3. Stahl Freital 71,60
4. Traktor Zabeltitz 64,90
5. MK Ziegelrode 59,30
6. Lok Mühlhausen 58,05
7. Traktor Hasselfelde disqual.
8. Traktor Luisenthal disqual.

Aufsteiger zur Sonderklasse: SG Dynamo Halle

Absteiger zur Leistungsklasse II: Traktor Hasselfelde und Traktor Luisenthal

Rolf Lorenz, Kommission Nachwuchs

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HERZLICHE GESPRÄCHE gab es im Mai-Trainingslager in Leipzig zwischen dem Leiter des Sektors Spielleute beim DTSB-Bundesvorstand, Rainer Eidenschink (3. v. l), dem Dirigenten Bode Clauß (3. v. r), dem Vorsitzenden der Kommission Technik und Mitglied der Zentralen Spielleutekommission, Rolf Lorenz (2. v. l.), und den jungen Sportlerinnen. Dabei stand immer wieder im Mittelpunkt, wie die Übungsstunden in den Kollektiven noch effektiver gestaltet werden können.
FRANK SUHR aus Lauter verfolgt mit angespannter Aufmerksamkeit das Dirigentenpult, um seine Einsätze „auf dem Punkt“ zu treffen.

Ausschreibung

zur DDR-Meisterschaft 1978 der Spielmannszüge Erwachsene des DTSB der DDR

1. Veranstalter:

Zentrale Spielleutekommission des DTSB der DDR

2. Mit der Durchführung beauftragt:

Kommission Spielmannszüge Erwachsene in Verbindung mit dem BFA Spielleute Gera

3. Art der Veranstaltung:

DDR-Meisterschaft 1978 der Spielmannszüge Erwachsene des DTSB der DDR

4. Ort der Durchführung:

Lobenstein (Thüringen), Bezirk Gera

5. Termin des Wettkampfes:

20. bis 22. Oktober 1978

6. Beginn des Wettkampfes:

21. Oktober 1975, 8 Uhr

6 a) — Anreise:

Die Anreise muß am 20. Oktober 1978 bis 16 Uhr in Lobenstein erfolgen

6 b) — Abreise:

Die Abreise am 22. Oktober 1978 wird besonders festgelegt, da ungünstige Zugverbindungen individuelle Absprachen erfordern. Die Kollektive werden zu gegebener Zeit informiert.

7. Teilnehmer:

Medizin Mühlhausen
SG Dynamo Halle
Traktor Zabeltitz
Chemie Rodleben
MK Ziegelrode
Chemie Geraberg
Baukema Aschersleben
Traktor Luisenthal
SG Oberlichtenau
TSG Lübbenau
Stahl Hettstedt
Traktor Hirschfeld
Empor Perleberg
Aufbau Brandenburg
Einheit Ruhland
Lok Mühlhausen
TSG Traktor Taucha

8. Wertung:

Nach der gültigen Wettkampfordnung für Spielmannszüge des DTSB der DDR vom 1. Januar 1978

9. Wettkampfdurchführung:

Die Teilnahme am Wettkampf erfolgt auf der Grundlage der Klassifizierungsordnung. Jeder Zug gibt bei der Stabführerbesprechung das Wettkampfbuch ab.

10. Wettkampfprogramm:

a) Pflichtmärsche:

  • Der kreuzfidele Kupferschmied
  • Mit vereinten Kräften (Fassung Brückner 77, Teile A, B und C)
  • Frohe Klänge
  • Goldene Trompeten

b) Kürmärsche:

Entsprechend der Wettkampfordnung Punkt 10.2.1.2.

11. Termine für die Abgabe des Meldebogens, der Kürnoten und der Kurzbiographie:

  • Kürnoten bis 31. Juli 1978 an Hans Brückner, 1035 Berlin, Pettenkofer Straße 29
  • Meldebogen und Kurzbiographie bis 31. Juli 1978 an Dieter Hoppe, 78 Ruhland, Bahnhofstraße 19.

12. Startreihenfolge:

Die Auslosung erfolgt laut Wettkampfordnung Punkt 10.1.1.

13. Verpflegungsgeld:

Verpflegungsgeld (je Person 19,50 M) muß bis zum 31. Juli 1978 auf das Konto des DTSB-Kreisvorstandes Lobenstein, Kreissparkasse Lobenstein, mit dem Vermerk „Verpflegungsgeld der BSG . . .“ für . . . Personen überwiesen werden.

14. Reisekosten:

Die Kollektive tragen 50 (fünfzig) Prozent der Reisekosten nach DR-Tarif für Sportfahrten.

15. Besondere Hinweise:

  • Alle Spielleute müssen zweimal weiße Bekleidung mitbringen.
  • Bei der Absendung der Unterlagen ist die genaue Anschrift der Sektion anzugeben, falls Rückfragen erforderlich sind.
  • Auf dem Meldebogen muß unter An- und Abreise das Transportmittel (Zug oder Bus) benannt werden. Die Ankunftszeit kann man nicht exakt angeben, da die Deutsche Reichsbahn Ende September den Fahrplan wechselt. Zur Angabe der ungefähren Zeit bitten wir den Winterfahrplan 1977/78 zu verwenden. Des weiteren bitten wir auch um die Angabe der Reiseroute mit den entsprechenden Umsteigebahnhöfen.
  • Startgebühren werden laut neuer Finanzrichtlinien nicht mehr erhoben.
  • Unter Punkt 7 im Meldebogen sind die Namen des Kollektivleiters und des Stabführers anzugeben.

Knoppe, amt. Vorsitzender Kommission Spielmannszüge Erwachsene

Anmerkung: Die Kommission Spielmannszüge Erwachsene versucht, noch kurzfristig die Stadthalle von Bad Blankenburg/Thür. für die DDR-Meisterschaften vertraglich zu binden. Gelänge dies, werden die Titelkämpfe von Lobenstein nach Bad Blankenburg verlegt. In der Nr. 7/78 (Juli) des „tambour“ erfolgt die endgültige Mitteilung darüber.

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Die Startreihenfolgen für Fanfarenzüge

Die Startreihenfolge zur DDR-Meisterschaft 1978 der Fanfarenzüge der Sonderklasse des DTSB der DDR am 8. Juli 1978 in Ziegelrode:

  1. Lok Nordhausen
  2. Stahl Hettstedt
  3. Einheit Pädagogik Leipzig
  4. SG Dynamo Potsdam Stadt
  5. Greika Greiz
  6. Fortschritt Teichwolframsdorf

Die Startreihenfolge zum Aufstiegsturnier 1978 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge des DTSB der DDR am 1. Juli 1978 in Strausberg:

  1. Tiefbau Berlin
  2. Fortschritt Hoyerswerda
  3. Vorwärts Strausberg (außer Konkurrenz!)
  4. Dynamo Nordwest Berlin
  5. Traktor Oßmannstedt
  6. TSG Lübbenau/BBS BKW Jugend
  7. Einheit Elsterberg

Da die neue Wettkampfordnung der Fanfaren verspätet erschien, treten für die zentralen Wettkämpfe des Jahres 1978 folgende Ausnahmeregelungen in Kraft:

  • Den Fanfarenzügen der Leistungsklasse werden zum Aufstiegsturnier zwei Pflichtmärsche der Sonderklasse im Kürdurchgang gestattet, unabhängig, ob diese im 1. Durchgang gespielt wurden oder nicht.
  • Für die Errechnung des Durchschnitts-Schwierigkeitsgrades werden nur die zwei Kürmärsche herangezogen. Wird die Durchschnittsschwierigkeit von 2,2 nicht erreicht, so erfolgt kein Abzug entsprechend der Wettkampfordnung.
  • Erreichen Fanfarenzüge der Sonderklasse den Durchschnitts-Schwierigkeitsgrad von 2,7 (Mittel der acht Kürmärsche) nicht, so erfolgt kein Abzug entsprechend der Fehlertabelle der Wettkampfordnung.
  • Alle anderen Forderungen und Festlegungen der neuen Wettkampfordnung vom 1. Januar 1978 bleiben bestehen und sind rechtskräftig.

Leo Ertel, Vorsitzender der Kommission Fanfarenzüge

Fragen zur neuen Wettkampfordnung

FANFARENBLÄSER von Einheit Pädagogik Leipzig gaben das Eröffnungssignal zur DTSB-Bezirksdelegiertenkonferenz Leipzig.

Zum Variationsanteil bei Pflichtmärschen

Bei einem Kampfrichterlehrgang im Bezirk Erfurt gab es bei der Wettkampfordnung Spielmannszüge zur folgenden Frage Unklarheiten:

  • Wie werden die beiden Kürmärsche beim Nachwuchs der Sonderklasse in dem Punkt der Schwierigkeit zu den Bezirksmeisterschaften gewertet?

In der neuen Wettkampfordnung hatte hier der Druckfehlerteufel seine Hand im Spiel. Bei der Korrektur des Punktes 8.3.1.1. (zu 3.) wurde eine falsche Zeile eingefügt. Die Klammer in der Anfügung muß richtig heißen: (einschließlich ein Titel der AK/Erwachsene und Nachwuchs und SK/Nachwuchs). Die Pflicht wird mit 5,0 Punkten Standardwert für alle Klassen eingesetzt, dazu wird das Mittel der beiden Schwierigkeitsgrade der Kürtitel addiert. Bei Kollektiven mit einem Kürtitel wird nur dieser Schwierigkeitsgrad addiert.

  • Wo ist der Variationsanteil der Pflichtmärsche einzusetzen?

Der Variationsanteil der Pflichtmärsche wird als Wert im Hauptpunkt 1 nicht berücksichtigt. Abzug finden jedoch Fehler beim Spiel von Variationen der Pflichtmärsche bei zentralen wie auch regionalen Wettkämpfen im Hauptpunkt I, sofern diese auftreten.

a) Beispiel Pflichtdurchgang/Sonderklasse DDR-Meisterschaft (zentraler Wettkampf) Hauptpunkt I:

Richtiges und sauberes Spiel der Melodieninstrumente:
Flöte — Hörner — Lyren

Ausgeloste Pflichtmärsche:
Frohe Klänge
Goldene Trompeten

Vorgegebene Punktzahl für den Hauptpunkt I = 10,0 Punkte.

Von diesen 10,0 Punkten erfolgt der Abzug generell für alle auftretenden Fehler der einzelnen Stimmen der Ein- und Mehrstimmigkeit ohne Gliederung der Titel im ersten oder zweiten Pflichttitel (siehe Punkt 8.2.3.2.).
Beispielsweise:

„Frohe Klänge“
(Fehlerpunkte lt. Fehlertabelle)
Horn 1 0,3 Fehlerpunkte
Horn 2 0,6 Fehlerpunkte
„Goldene Trompeten“
Flöte 1 0,2 Fehlerpunkte
Flöte 2 0,6 Fehlerpunkte
Flöte 3 0,4 Fehlerpunkte
Flöte 4 2,0 Fehlerpunkte
(4. Flöte fehlt)
4,3 Fehlerpunkte
10,0 Vorgabepunkte
4,3 Gesamtfehlerpunkte
5,7 Wertungspunkte in der Anzeige

b) Beispiel Wertungsdurchgang/Leistungsklasse II — Bezirksmeisterschaften (regionaler Wettkampf):

Richtiges und sauberes Spiel der Melodieninstrumente:
Flöte — Hörner — Lyren

Kürtitel:
„Schwarze Amsel“/Variationsanteil 3,4

Ausgeloster Pflichtmarsch:
„Fliegermarsch“

Vorgegebene Punktzahl für den Hauptpunkt 1 = 10,0 Punkte.

Diese teilen sich auf in
2,0 Punkte für Variationsanteil
8,0 Punkte für alle auftretenden Fehler der Melodieninstrumente
8,0 Vorgabepunkte für Melodieninstrumente
1,7 Vorgabepunkte für Variation
9,7 Gesamtvorgabepunkte für die Wertung

Von diesen 9,7 Punkten erfolgt der Abzug generell für alle auftretenden Fehler der einzelnen Stimmen der Ein- und Mehrstimmigkeit (einschließlich der 1,7 Punkte Variation des Kürtitels) ohne Gliederung der Titel in dem ersten oder zweiten Marsch (Kür- oder Pflichttitel).
Beispielsweise:

„Schwarze Amsel“
Flöte 1 0,7 Fehlerpunkte
Flöte 2 0,2 Fehlerpunkte
Lyren 0,2 Fehlerpunkte
„Fliegermarsch“
Flöte 1 0,6 Fehlerpunkte
Flöte 2 0,5 Fehlerpunkte
Lyren 0,1 Fehlerpunkte
(Fehlerpunkte lt. Fehlertabelle)
2,3 Fehlerpunkte der Melodie
Variation „Schwarze Amsel“
(Vorgabe 1,7 Punkte)
1,1 Fehlerpunkte Variation
3,4 Gesamtfehlerpunkte
9,7 Vorgabepunkte
3,4 Gesamtfehlerpunkte
6,3 Wertungspunkte der Anzeige

Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, daß einmal die Vorgabepunkte als Abzugsbasis dienen und zum anderen fehlende Stimmen mit 2,0 Fehlerpunkten bestraft werden. Das gilt auch bei Tambouren, wenn eine zweite Trommelstimme lt. Noten vorliegt, aber im Vortrag nicht zu hören ist. Für den Hauptkampfrichter bedeutet das, im Zweifelsfall eine Entscheidung zu treffen. Rolf Lorenz


Herausgeber: Zentrale Spielleutekommission im DTSB der DDR, Berlin — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

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ER GEHÖRT ZU UNSEREN BESTEN

Erwin Dietrich

hat sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht. Der heute 43jährige gehörte 1949 zum ersten Spielmannszug, der mit der Gründung unserer Republik im Mansfelder Land gebildet wurde. Seit fast drei Jahrzehnten ist Erwin Dietrich Mitglied des Klangkörpers von MK Ziegelrode, einem Spielmannszug der Sonderklasse, der schon viele Jahre das Niveau dieses Genres maßgeblich mitbestimmt. Der Flötist verfügt über ein umfangreiches musikalisch-technisches Wissen, das er in einem dreijährigen kombinierten Fernstudium an der Spezialschule für künstlerisches Volksschaffen vervollkommnet hat. Genosse Dietrich schloß dieses Studium mit der Note „sehr gut” ab.

Neben dem Flötenspiel beherrscht er perfekt Akkordeon und Klavier, versteht Erwin Dietrich auch mit Gitarre und Fanfare umzugehen. 22 Jahre leitete er den A-Capella-Chor des Mansfeld-Kombinates, der in dieser Zeit dreimal mit dem Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR“ ausgezeichnet wurde. Die gleiche Ehrung erfuhr auch zweimal der Spielmannszug von MK Ziegelrode. All dies ist natürlich eng mit dem Namen Erwin Dietrich verbunden. Der gelernte Kfz.-Schlosser arbeitete von 1953—1975 im Mansfelder Kupferschieferbergbau unter Tage. Dies erhöht noch den Wert seiner umfangreichen gesellschaftlichen Tätigkeit. Als Leiter der zentralen Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung bei der Kommission Technik ist Erwin Dietrich für die Qualifizierung der Übungsleiter und des Nachwuchses der Spielleute verantwortlich. Funktionäre wie der gebürtige Ziegelroder Erwin Dietrich sind für unseren Sport unentbehrlich.

Motor Henningsdorf nur im Alleingang

Im Berliner Jahnsportpark fanden am 7. Mai 1978 die Bereichsmeisterschaften der Fanfarenzüge Nord und die Bereichsmeisterschaften der Schalmeienkapellen Nord sowie die Berliner Bezirksmeisterschaften statt.
Hier die Resultate:
Bereichsmeisterschaften Fanfarenzüge Nord

1. Motor Hennigsdorf 37,0

Medizin Bad Kösen, Stahl Hennigsdorf und Einheit Pädagogik Zeitz sind nicht angetreten.

Bereichsmeisterschaften Fanfarenzüge Nord

1. Motor Hennigsdorf 37,0
2. Empor Altentreptow 44,5
3. Traktor Fichtenberg NW 36,1

Traktor Tantow, Traktor Fichtenberg Erwachsene, Aktivist Luckenau II und Malchin NW nicht angetreten.

Bezirksmeisterschaften von Berlin

Spielmannszüge Nachwuchs
1. WBK Berlin 41,3
2. Narva Berlin 31,4
Fanfarenzüge
1. Tiefbau Berlin 46,2
2. Dynamo Nordwest Berlin 44,2