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Der Tambour/Ausgabe 1979 08: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge''' | |||
=== Die Leipziger schafften auf Anhieb die Rückkehr === | |||
'''Einheit Pädagogik Leipzig NO auf dem Wege zur ehemaligen Leistungsstärke / Mit den Leipzigern gelangte Dynamo Berlin NW in die Sonderklasse / Keiner stieg ab''' | |||
[[Datei:DerTambour1979-8-4-1.png|mini|'''ER IST WIEDER „DA“,''' der Fanfarenzug von Einheit Pädagogik Leipzig. Souverän dominierten die Messestädter im Aufstiegsturnier zur Sonderklasse. Hier bei den diesjährigen Leipziger Bezirksmeisterschaften in Wurzen.]] | |||
'''Der Leipziger Stadtbezirk Süd, mit über 100 000 Einwohnern größter der sieben Stadtbezirke der Messemetropole, war innerhalb seines Kreissportfestes der Werktätigen Gastgeber des Aufstiegsturnieres 1979 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge. Leider erlebte man auf dem Sportplatz an der Teichstraße, eines der Leipziger Volkssportzentren, ein arg reduziertes Teilnehmerfeld. Da die Fanfarenzüge von Motor Hennigsdorf und Lok Nordhausen disqualifiziert werden mußten, waren nur vier Klangkörper angereist. Hinzu kam, daß die Klangkörper von Traktor Oßmannstedt und Motor Werdau durch das bedauerliche Ableben ihrer Kollektivleiter nicht wie gewohnt auf den Wettkampf vorbereitet sein konnten. So waren mit Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und Dynamo Berlin Nordwest die Aufstiegsfavoriten von vornherein gegeben.''' | |||
Und die beiden Züge erfüllten schließlich auch die in sie gesetzten Erwartungen. Besonders die Leipziger, sie erhielten als einziges Kollektiv keine Abzüge in der Strafskala, schafften mit bemerkenswerten Leistungen auf Anhieb die Rückkehr in die Sonderklasse. | |||
Dieses Lob schließt allerdings nur die Kürleistungen ein, während bei den Pflichtvorträgen bei allen Kollektiven erhebliche Abstriche zu machen sind. An der erfreulichen „Wiedergeburt“ des Fanfarenzuges von Einheit Pädagogik vermochte dies freilich nichts zu ändern. Die Leipziger haben ihr Leistungstief endgültig überwunden und sind im Begriff, zur ehemaligen musikalischen Stärke zurückzufinden. Immerhin war dieser Zug seit 1970 allein viermal die Nummer zwei bei den Bestenermittlungen unserer Republik. Einmal belegte man den dritten und einmal den vierten Platz. Dies kann sich schon sehen lassen. So sieht man dem Auftreten in der Sonderklasse 1980 mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Einheit Pädagogik erreichte im Abstiegsjahr 48,60 Punkte. Jetzt ist man bereits wieder an der 60er-Grenze (59,41) angelangt. | |||
Absteigen wird in diesem Jahr kein Kollektiv der Leistungsklasse. Dies gibt den Oßmannstedtern und Werdauern Gelegenheit, den schmerzlichen Verlust ihrer Kollektivleiter zu überwinden und zur früheren Leistungsstärke zurückzufinden. Man darf dieses Aufstiegsturnier nicht zu den Akten legen, ohne die fleißige Arbeit von Helga und Erwin Dietrich aus Leipzig zu würdigen. Beide haben an der Vorbereitung und auch reibungslosen Durchführung des Turniers hervorragenden Anteil. | |||
'''Resultate:''' | |||
{| class="wikitable" | |||
|'''1.''' | |||
|'''Einheit Pädagogik Leipzig NO''' | |||
|'''59,41''' | |||
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|'''2.''' | |||
|'''Dynamo Berlin NW''' | |||
|'''46,38''' | |||
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|'''3.''' | |||
|'''Traktor Oßmannstedt''' | |||
|'''31,73''' | |||
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|'''4.''' | |||
|'''Motor Werdau''' | |||
|'''19,20''' | |||
|} | |||
'''Aufsteiger:''' Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und die SG Dynamo Berlin Nordwest. | |||
LEO ERTEL, Vorsitzender der Kommission Fanfaren | |||
=== Jubiläumsklänge am Rande des Spreewalds === | |||
Anfang September feierte ein Spielmannszug sein 20jähriges Bestehen, der sich in diesen zwei Jahrzehnten nicht nur prächtig entwickelte, sondern auch der Spielleutebewegung insgesamt viele Impulse gab: der Spielmannszug der TSG Lübbenau. Die Kraftwerksstadt, auch als das Tor zum Spreewald bekannt, kannte bis zu jenem Septembertag vor zwanzig Jahren keine Spielleutemusik. So mußte Friedrich Hollmeyer, der 1959 die Spielleutesektion zunächst mit einem Fanfarenzug ins Leben rief, im wahrsten Sinne des Wortes Spielleute-Neuland erschließen. Er tat dies mit großem Engagement und wie man heute sehen kann, mit eben solchem Erfolg. | |||
Und er hatte zahlreiche Freunde und Helfer, die ihm mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Da halfen vor allem Sportler aus Lauchhammer den Lübbenauern beim Laufen lernen. Auch die Namen von Willi Stegmann, Siegfried Remuß, Rudolf Busse, Uwe und Peter Jurischka sowie die Sportfreunde Erber und Ulbrich sind eng mit dem Spielleuteaufschwung in Lübbenau verbunden. | |||
Seit knapp zehn Jahren arbeiten die Lübbenauer intensiv an der Erweiterung der Spielleutebasis nicht nur im Kreis Calau, sondern im gesamten Bezirk Cottbus. Inzwischen gibt es an allen Lübbenauer Oberschulen sehr gut wirkende Arbeitsgemeinschaften der Spielleute, die den Nachwuchs kontinuierlich entwickeln. Die Lübbenauer waren es, die bei der Bildung des Cottbuser Mädchenspielmannszuges entscheidende Hilfe leisteten. Auch der Fanfarenzug des BKW/Jugend entstand durch die Spielleute der TSG Lübbenau. Gegenwärtig sind die Lübbenauer im Gemeindeverband Staupitz des Kreises Lübben dabei, einen Spielmannszug auftrittsreif zu formieren. | |||
Die Lübbenauer haben sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht. | |||
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Aktuelle Version vom 19. Juni 2026, 13:11 Uhr
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| Nummer 8/1979 | |
| Nummer: | 8/79 |
| Erschienen: | August 1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE
| 2 | Kommuniqué der Tagung der ZSK in Leipzig |
| 3 | Ein Ohrenschmaus vom „Dakota“ bis zum „Bolero“ |
| 8 | Klassifizierungen für das neue Wettkampfjahr |
Übungsleiter im Leistungstest
Der Erwachsenen-Spielmannszug der Leistungsklasse II der BSG HKZW Rübeland nahm in diesem Jahr eine gute Entwicklung. So nutzten die Mitglieder dieses Klangkörpers ein Trainingslager, um ihre Notenkenntnisse weiter zu verbessern, da sie dies als Voraussetzung für einen weiteren Leistungsanstieg betrachten. Allein 13 Übungsleiter besitzt dieser Klangkörper gegenwärtig. Und auch sie arbeiten ständig an der Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten. In einer Überprüfung durch den Bezirks-Übungsleiter konnten die Kenntnisse aller Rübeländer Übungsleiter als gut eingeschätzt werden. Aber die Mitglieder des Spielmannszuges begnügen sich
(Fortsetzung auf Seite 2)
Seite 2

Kommuniqué
der Tagung der Zentralen Spielleutekommission in Leipzig
Die Zentrale Spielleutekommission führte am 26. Oktober 1979 eine Beratung im Leipziger Sportforum durch.
Im Verlaufe der Beratung wurde der gute Beitrag der Spielleute des DTSB der DDR in der „Sportstafette DDR 30“ gewürdigt. Erfolgreich gestalteten die Spielleute das Nationale Jugendfestival in der Hauptstadt der DDR mit, wofür dem Kollektiv der Spielleute aus den Händen des Kandidaten des Politbüros des ZK der SED und 1. Sekretär des FDJ-Zentralrates, Egon Krenz, die „Artur-Becker-Medaille“ in Gold verliehen wurde.
Weiterhin zählen zu den guten Ergebnissen die Mitgestaltung der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR und die Fortschritte in der Durchführung der Wettkämpfe. Die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR wurden mit Freude und Elan mitgestaltet.
Dennoch gilt es, Mängel in der Vorbereitung zentraler Veranstaltungen und Wettkämpfe sowie in der Teilnahme mit entsprechenden Konsequenzen auszuwerten. Dazu erfolgt eine gesonderte Veröffentlichung im Mitteilungsblatt.
Die Zentrale Spielleutekommission bestätigte den Bericht des Sportfreundes Rolf Lorenz zu den Ergebnissen der Arbeitsklausur der Kommission Technik.
Die Zentrale Spielleutekommission beschloß den Terminkalender für das Jahr 1980 und die Klasseneinteilung. Es wurde die Auslosung der Startreihenfolge zu den zentralen Wettkämpfen vorgenommen.
Die Zentrale Spielleutekommission nahm Berichte der Kommissionen Fanfaren und Spielmannszüge-Mädchen entgegen und befürwortete das Pflichtrepertoire für die Mädchenspielmannszüge. Beraten wurden Arbeitsweise und Kaderfragen der Kommission Spielmannszüge-Erwachsene.
Die Zentrale Spielleutekommission beschloß das Beauftragtensystem zur Unterstützung, Anleitung und Kontrolle der Bezirke und Kommissionen.
Zu den Maßnahmen der Zentralen Spielleutekommission erfolgen differenzierte Veröffentlichungen.
EIDENSCHINK
Vorsitzender der Zentralen Spielleutekommission

Übungsleiter im Leistungstest
(Fortsetzung von Seite 1)
nicht nur mit der Erhöhung der Trainingsintensität auf musikalisch-technischem Gebiet, sie legen auf eine allseitige sportliche Ausbildung großen Wert. So gibt es auch keinen Rübeländer, der in diesem Jahr nicht die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt hat.
Welch großes Ansehen der Klangkörper im Kreis Wernigerode genießt, bewies auch die Auszeichnung durch den Rat des Kreises, als alle Sportfreunde des Spielmannszuges ein Mandat für das Nationale Jugendfestival in unserer Hauptstadt erhielten. Daß die Rübeländer ihren Bezirksmeistertitel mit 48,65 Punkten gegen die starke Konkurrenz aus Magdeburg, Seehausen, Veckenstedt und Möhringen erfolgreich verteidigten, gehört zur guten sportlichen Bilanz ihre 79er Jahres.
Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck • Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4
Seite 3
2. DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge
Erneut ein Ohrenschmaus vom »Dakota« bis zum »Bolero«
Titelverteidiger Dynamo Potsdam mit glanzvoller Kür wiederum souveräner Meister / Auch viel Lob für Hettstedt und Hoyerswerda / Durchbruch im Beherrschen der Pflicht


Wer im Vorjahr die erste offizielle DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge in Ziegelrode erleben durfte, den glanzvollen Darbietungen des Meisters aus Potsdam und der liebevollen Organisation des umsichtigen Gastgebers höchstes Lob zollte, hielt solch einen Wettkampf kaum noch für steigerungsfähig. Und doch war dies möglich, wie die zweiten Titelkämpfe in Elsterberg bewiesen. Dies betraf das Leistungsniveau insgesamt, aber auch die perfekten und idealen Wettkampfbedingungen auf dem Sportplatz an der Elsteraue. Hier gebührt den Organisatoren der BSG Einheit Elsterberg und natürlich dem Elsterberger Fanfarenzug besonderer Dank und respektvolle Anerkennung.
Natürlich setzte Titelverteidiger Potsdam erneut die Glanzlichter, vollzogen indes auch die Kollektive aus Hettstedt und Hoyerswerda bemerkenswerte Leistungssprünge. Der sichtbarste Niveauzuwachs wurde besonders im Pflichtbereich deutlich, der diesmal durchweg besser „lief“ als 1978.
Mit dem sicheren Beherrschen des Pflichtrepertoires durch alle (!) Sonderklassen-Kollektive ist endlich eine Lücke dieses Genres geschlossen wurden. Damit sind Voraussetzungen für einen weiteren Leistungsanstieg des musikalisch-technischen Niveaus geschaffen, wird auch ein wirkungsvolleres Auftreten bei Großveranstaltungen möglich.
Musikalischer Höhepunkt der Titelkämpfe war natürlich der Kürdurchgang. Der alte und neue Meister, die SG Dynamo Potsdam-Stadt, führte ein 18-minütiges Programm vor, das die begeisterten Zuschauer mit Beifall auf offener Szene bedachten. Die Potsdamer hatten mit 13 Titeln und zahlreichen effektvollen Elementen eine regelrechte Kürschau vorgetragen, die in musikalischer und choreographischer Hinsicht gegenwärtig wohl einzigartig ist. Neben den bereits bekannten Titeln wie „Dakota“, „Festmarsch“ und dem „Beat-Marsch“, verblüffte vor allem der „Bolero“, eine neue Komposition Bernhard Boseckers.
Mit diesem Titel stießen die Potsdamer in neue Regionen der Fanfarenmusik vor und setzten sich damit selbst die Maßstäbe für die Zukunft. Und dann erreichten die 97 Dynamo-Sportler eine weitere Barriere: 90 Punkte — dies schaffte noch kein Fanfarenzug bisher. Im Vorjahr hatte der Klangkörper 84,60 Punkte erhalten. Stahl Hettstedt steigerte sich gegenüber 1978 um sage und schreibe 18,58 Punkte. Damit wurde dieser Klangkörper erneut Vizemeister. Um noch ein wenig beim Zahlenspiel zu verweilen, die Hettstedter lagen im Vorjahr mit 25,13 Punkten nahezu deklassierend gegenüber Potsdam zurück. Jetzt rückte man bis auf 11,95 Zähler an den Meister heran. Auch dies unterstreicht den Leistungsananstieg, zumal man ähnliche Rechnungen mit den anderen Kollektiven anstellen kann (außer Teichwolframsdorf und Tiefbau Berlin).
Zu den erfreulichsten Überraschungen gehörten die Darbietungen der beiden Neulinge Pionierhaus Hoyerswerda und Einheit Elsterberg. Beide belegten mit bemerkenswerten Punktzahlen (73,55 bzw. 72,35) die Plätze drei und vier. Greika Greiz, im Vorjahr mit 52,60 Punkten immerhin Meisterschaftsdritter, verbesserte sich zwar um 8,45 Punkte, doch genügte dies eben in diesem Jahr „nur“ zum fünften Rang.
Die 3. DDR-Meisterschaften finden am 17. Mai 1980 beim zweifachen Vizemeister Stahl Hettstedt statt.
Und hier die Resultate des 79er Titelkampfes:
| 1. | Dynamo Potsdam-Stadt | 90,00 |
| 2. | Stahl Hettstedt | 78,05 |
| 3. | Pionierh. Hoyerswerda | 73,55 |
| 4. | Einheit Elsterberg | 72,35 |
| 5. | Greika Greiz | 61,05 |
| 6. | Tiefbau Berlin | 54,15 |
| 7. | Teichwolframsdorf | 46,80 |
Absteiger: Tiefbau Berlin und Fortschritt Teichwolframsdorf
LEO ERTEL
Vorsitzender der Kommission Fanfaren
Seite 4
Aufstiegsturnier zur Sonderklasse der Fanfarenzüge
Die Leipziger schafften auf Anhieb die Rückkehr
Einheit Pädagogik Leipzig NO auf dem Wege zur ehemaligen Leistungsstärke / Mit den Leipzigern gelangte Dynamo Berlin NW in die Sonderklasse / Keiner stieg ab

Der Leipziger Stadtbezirk Süd, mit über 100 000 Einwohnern größter der sieben Stadtbezirke der Messemetropole, war innerhalb seines Kreissportfestes der Werktätigen Gastgeber des Aufstiegsturnieres 1979 zur Sonderklasse der Fanfarenzüge. Leider erlebte man auf dem Sportplatz an der Teichstraße, eines der Leipziger Volkssportzentren, ein arg reduziertes Teilnehmerfeld. Da die Fanfarenzüge von Motor Hennigsdorf und Lok Nordhausen disqualifiziert werden mußten, waren nur vier Klangkörper angereist. Hinzu kam, daß die Klangkörper von Traktor Oßmannstedt und Motor Werdau durch das bedauerliche Ableben ihrer Kollektivleiter nicht wie gewohnt auf den Wettkampf vorbereitet sein konnten. So waren mit Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und Dynamo Berlin Nordwest die Aufstiegsfavoriten von vornherein gegeben.
Und die beiden Züge erfüllten schließlich auch die in sie gesetzten Erwartungen. Besonders die Leipziger, sie erhielten als einziges Kollektiv keine Abzüge in der Strafskala, schafften mit bemerkenswerten Leistungen auf Anhieb die Rückkehr in die Sonderklasse.
Dieses Lob schließt allerdings nur die Kürleistungen ein, während bei den Pflichtvorträgen bei allen Kollektiven erhebliche Abstriche zu machen sind. An der erfreulichen „Wiedergeburt“ des Fanfarenzuges von Einheit Pädagogik vermochte dies freilich nichts zu ändern. Die Leipziger haben ihr Leistungstief endgültig überwunden und sind im Begriff, zur ehemaligen musikalischen Stärke zurückzufinden. Immerhin war dieser Zug seit 1970 allein viermal die Nummer zwei bei den Bestenermittlungen unserer Republik. Einmal belegte man den dritten und einmal den vierten Platz. Dies kann sich schon sehen lassen. So sieht man dem Auftreten in der Sonderklasse 1980 mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Einheit Pädagogik erreichte im Abstiegsjahr 48,60 Punkte. Jetzt ist man bereits wieder an der 60er-Grenze (59,41) angelangt.
Absteigen wird in diesem Jahr kein Kollektiv der Leistungsklasse. Dies gibt den Oßmannstedtern und Werdauern Gelegenheit, den schmerzlichen Verlust ihrer Kollektivleiter zu überwinden und zur früheren Leistungsstärke zurückzufinden. Man darf dieses Aufstiegsturnier nicht zu den Akten legen, ohne die fleißige Arbeit von Helga und Erwin Dietrich aus Leipzig zu würdigen. Beide haben an der Vorbereitung und auch reibungslosen Durchführung des Turniers hervorragenden Anteil.
Resultate:
| 1. | Einheit Pädagogik Leipzig NO | 59,41 |
| 2. | Dynamo Berlin NW | 46,38 |
| 3. | Traktor Oßmannstedt | 31,73 |
| 4. | Motor Werdau | 19,20 |
Aufsteiger: Einheit Pädagogik Leipzig Nordost und die SG Dynamo Berlin Nordwest.
LEO ERTEL, Vorsitzender der Kommission Fanfaren
Jubiläumsklänge am Rande des Spreewalds
Anfang September feierte ein Spielmannszug sein 20jähriges Bestehen, der sich in diesen zwei Jahrzehnten nicht nur prächtig entwickelte, sondern auch der Spielleutebewegung insgesamt viele Impulse gab: der Spielmannszug der TSG Lübbenau. Die Kraftwerksstadt, auch als das Tor zum Spreewald bekannt, kannte bis zu jenem Septembertag vor zwanzig Jahren keine Spielleutemusik. So mußte Friedrich Hollmeyer, der 1959 die Spielleutesektion zunächst mit einem Fanfarenzug ins Leben rief, im wahrsten Sinne des Wortes Spielleute-Neuland erschließen. Er tat dies mit großem Engagement und wie man heute sehen kann, mit eben solchem Erfolg.
Und er hatte zahlreiche Freunde und Helfer, die ihm mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Da halfen vor allem Sportler aus Lauchhammer den Lübbenauern beim Laufen lernen. Auch die Namen von Willi Stegmann, Siegfried Remuß, Rudolf Busse, Uwe und Peter Jurischka sowie die Sportfreunde Erber und Ulbrich sind eng mit dem Spielleuteaufschwung in Lübbenau verbunden.
Seit knapp zehn Jahren arbeiten die Lübbenauer intensiv an der Erweiterung der Spielleutebasis nicht nur im Kreis Calau, sondern im gesamten Bezirk Cottbus. Inzwischen gibt es an allen Lübbenauer Oberschulen sehr gut wirkende Arbeitsgemeinschaften der Spielleute, die den Nachwuchs kontinuierlich entwickeln. Die Lübbenauer waren es, die bei der Bildung des Cottbuser Mädchenspielmannszuges entscheidende Hilfe leisteten. Auch der Fanfarenzug des BKW/Jugend entstand durch die Spielleute der TSG Lübbenau. Gegenwärtig sind die Lübbenauer im Gemeindeverband Staupitz des Kreises Lübben dabei, einen Spielmannszug auftrittsreif zu formieren.
Die Lübbenauer haben sich um die Spielleutebewegung verdient gemacht.

