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Der Tambour/Ausgabe 1978 04: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Delegiertenkonferenzen zur Wahl der neuen Bezirksfachausschüsse === | |||
'''BFA-Wahlversammlung in Leipzig''' | |||
==== Tauchaer Traditionen sind Verpflichtung ==== | |||
'''Zwischen Kohrener Land und Dübener Heide tut sich was''' | |||
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|'''Kreisfachausschüsse:''' 4. '''Sektionen:''' 21. '''Mitglieder:''' 1156. '''Klangkörper:''' 26 (13 Spielmannszüge Erwachsene, 8 Nachwuchsspielmannszüge, 3 Schalmeienkapellen, 2 Fanfarenzüge). '''Übungsleiter:''' 72. '''Kampfrichter:''' 11. '''BFA-Vorsitzender:''' Gerhart Steinert. | |||
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Leipzig gehörte einst zu den Zentren der Spielleutebewegung in unserem Lande. Doch seit einiger Zeit vermochte man mit dem Entwicklungstempo der führenden Bezirke nicht mehr so recht mitzuhalten, büßte man ehemalige Positionen ein. So war es nicht verwunderlich, daß sich die Aktivisten der Spielleute auf ihrer Delegiertenkonferenz in Wurzen vor allem mit der Verbreiterung ihrer Massenbasis auseinandersetzten. In erster Linie bei den Spielmannszügen haben die Leipziger Boden verloren. Dies betrifft nicht nur das Kollektiv von Ragewitz-Dürrweitzschen, sondern auch die gegenwärtige Situation im Sonderklassen-Klangkörper der BSG Traktor Taucha. Die Tauchaer mußten sich unbequeme Fragen zu mangelnder Einstellung und ungenügender Disziplin gefallen lassen. Gerade von den seit Jahrzehnten weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Tauchaern erwarten die Leipziger, und nicht nur sie, wesentliche Impulse für die Spielleutebewegung. Tradition verpflichtet! Dies sollte sich das Kollektiv aus dem Leipziger Landkreis zu Herzen nehmen. | |||
Was man durch zielstrebige Arbeit erreichen kann, verdeutlichte die SG Süptitz. „Viele von uns kennen noch die bescheidenen Anfänge und den beschwerlichen Weg dieser rührigen Sportgemeinschaft vor den Toren Torgaus“, urteilte BFA-Vorsitzender Gerhart Steinert. „Das Erwachsenen-Kollektiv wurde nun sogar Bezirksmeister, der Süptitzer Nachwuchs sicherte sich ebenfalls den Bezirkstitel und den Pokal noch dazu.“ Diese Erfolge kamen nicht von ungefähr. Über die systematische Ausbildung von Übungsleitern schufen sich die Süptitzer die Voraussetzungen für den angestrebten Leistungszuwachs. Jetzt sind die Süptitzer dabei, an der Erweiterten Oberschule Torgau ein Nachwuchskollektiv aufzubauen und wollen natürlich den Kreisstädtern durch Übungsleiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. | |||
Patenschaftsarbeit wird übrigens im gesamten Bezirk groß geschrieben. Da sind die Beziehungen zwischen den Schalmeienkapellen von Zinna-Welsau und Traktor Langenreichenbach zu nennen. Die Zinnaer Funktionäre leisteten erhebliche Hilfe bei der Gründung dieses Klangkörpers, der sich inzwischen schon ganz schön gemausert hat. Beispielhaft auch der Fanfarenzug der Sonderklasse von Einheit Pädagogik Leipzig, der uneigennützig an der Neugründung des 60 Mitwirkende umfassenden Fanfarenzuges von Medizin Markkleeberg beteiligt war. | |||
Wenn man noch erfährt, daß Sportfreund Langlotz an der Dr.-Hermann-Duncker-Oberschule Leipzig einen Nachwuchsspielmannszug aufbaut, die BSG Motor West Leipzig um Unterstützung bei der Gründung eines Nachwuchsspielmannszuges bat — hier darf mit der Hilfe von LVB gerechnet werden — in Gößnitz der Nachwuchsspielmannszug der SSG Gößnitz zur DTSB-Bezirksorganisation stieß, sollte man eigentlich der Entwicklung in Leipzig voller Optimismus entgegensehen. Immerhin wollen die Spielleute zwischen Döbeln und Delitzsch, Schmölln und Oschatz, Kohrener Land und Dübener Heide in den nächsten beiden Jahren fast 200 neue Mitglieder in ihren Klangkörpern aufnehmen. Dafür will man jährlich je 15 Übungsleiter der Stufe I und 12 der Stufe II ausbilden. In der Entschließung versicherte man, daß alle zentralen Lehrgänge, an denen Übungsleiter der Stufe III ihre Qualifikation erhalten, voll ausgenutzt werden. | |||
BFA-Vorsitzender Gerhart Steinert (Einheit Wurzen) und Herbert Ritzschel (LVB Leipzig) wurden für langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Spielleutebewegung mit der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold bzw. in Silber geehrt. | |||
'''BFA-Wahlversammlung in Cottbus''' | |||
==== „Calauer“ solcher Art kommen überall an ==== | |||
'''600 neue Spielleute im Energie-Bezirk''' | |||
„Im „Volkshaus“ Ruhland, hier tagte die Cottbuser Delegierten-Konferenz, sprach jeder sechste der 45 Spielleuteaktivisten zur Diskussion. Und die Cottbuser hatten etwas zu sagen. 600 Spielleute des Bezirkes waren maßgeblich an der eindrucksvollen Darstellung der Spielleutebewegung durch Musikschau und Musikparade zum „VI.“ in Leipzig beteiligt. „Der Schwung des VI. Turn- und Sportfestes wurde von uns gut genutzt“. resümierte der wiedergewählte BFA-Vorsitzende, Friedrich Hollmeyer. „Über 600 neue Mitglieder stießen zur Bezirksorganisation der Spielleute“, konnte Friedrich Hollmeyer den Delegierten berichten. | |||
Mit 1470 Sportlerinnen und Sportlern gehören die Cottbuser jetzt auch quantitativ zu den leistungsstärksten Spielleuten in unserer Republik. Keinen geringen Anteil daran hat der Kreis Calau. Durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen DTSB, der Abteilung Volksbildung des Rates des Kreises und den polytechnischen Oberschulen des Territoriums konnte sich die Mitgliederzahl der Spielleute mehr als verdoppeln. Von 89 wuchs die Schar der Musikanten auf, sage und schreibe, 220 an. Dies kann sich schon sehen lassen. | |||
Nachwuchssorgen kennen die Calauer also nicht. Immerhin bildeten sich bei der TSG Lübbenau (Fanfarenzug) und in Altdöbern (Spielmannszug) neue Klangkörper. Doch nicht nur im Kreis Calau entwickelte sich die Arbeit mit dem Nachwuchs in erfreulichem Maße. Die SG Traktor Fichtenberg und auch Einheit Bad Muskau meldeten Neugründungen von Kollektiven. Der Mädchenspielmannszug von Fortschritt Cottbus kann auf die doppelte Mitgliederstärke gegenüber der vergangenen Wahlperiode verweisen. 151 Übungsleiter in drei verschiedenen Stufen bildeten die Cottbuser aus, um ihrem Nachwuchs die günstigsten Trainingsbedingungen schaffen zu können. | |||
Nicht zufrieden war man mit der Ausbildung von Kampfrichtern. Hier hat der Bezirk erheblichen Nachholebedarf. Ob man mit den neun Kampfrichtern, die auszubilden man sich in der Entschließung vorgenommen hat, die Lücke zu schließen vermag, bleibt abzuwarten. Indes scheinen die Ziele bei neuen Übungsleitern weit höher gesteckt. 50 Übunsgsleiter der Stufe I, 10 der Stufe II und 2 der Stufe III sind hier ins Visier genommen. | |||
Zur guten Bilanz der Cottbuser muß man auch die Leistungen zählen, die von den Spielleuten zur Verschönerung der Sportstätten geleistet wurden. Werte von 120 000 Mark schufen die Sportlerinnen und Sportler. | |||
In Lauta, Ruhland und Hindenberg | |||
baute man neue Trainingsanlagen. | |||
Die Spielleute von | |||
Traktor _ Hirschfeld errichteten | |||
eine schmucke Freilichtbühne, | |||
die natürlich nun auch Wirkungsstätte | |||
dieses Kollektivs ist. | |||
In der Diskussion berichtete | |||
Helmut‘ Winkler. von -der. BSG | |||
Lauchhammer Ost über die Situation | |||
in seinem Kollektiv, das | |||
mit der Entwicklung der Spielleutebewegung | |||
im Bezirk nicht so | |||
recht: Schritt zu- halten‘ wermochte. | |||
In Lauchhammer weht | |||
inzwischen ein anderer Wind. | |||
Die Spielleute stellten sich selbst | |||
neue Anforderungen und wollen | |||
in diesem Jahr in die LeistungsklasseI | |||
zurückkehren, der sie ja | |||
einmal angehörten. Rudolf Busse, | |||
Sektionsleiter der TSG Lübbenau, | |||
dankte für die umfangreiche | |||
Unterstützung, die. den | |||
Spielleuten von der; Partei der | |||
Arbeiterklasse, zahlreichen gesellschaftlichen | |||
| Organisationen | |||
und der Volksbildung zuteil wur- | |||
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stabilen Leistungsstand zu | |||
erreichen, auf-den wir zu recht | |||
alle stolz sind.“ | |||
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Aktuelle Version vom 21. April 2026, 14:01 Uhr
Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!
| April 1978 | |
| Nummer: | 4/78 |
| Erschienen: | 04/1978 |
| Jahrgang: | 11 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1
HEUTE AUF SEITE
| 3 | „Calauer“ solcher Art kommen bei den Spielleuten an |
| 5 | Im iga-Bezirk blühen nicht nur die Blumen prächtig |
| 6 | Bewertungssystem der neuen WKO kennt keine Strafpunkte |

Dokumente beschlossen
Mit umfangreichen Informationen auf den Seiten 3 bis 5 über die Delegiertenkonferenzen in Leipzig, Cottbus, Frankfurt/Oder, Erfurt, Dresden, Halle und Suhl schließen wir die Berichterstattung über die BFA-Wahlversammlungen ab. Die Beratungen brachten den Beweis: Wir Spielleute sind auf den VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR gut vorbereitet. Überall beschlossen die Delegierten Dokumente, die ganz auf die Verbreiterung der Massenbasis unseres Sports ausgerichtet sind, die den Stellenwert der Spielleutebewegung innerhalb des sozialistischen Sports höchst wirkungsvoll veranschaulichen. Wenn sich die Anzahl der Spielleute allein im Bezirk Cottbus fast verdoppelte, von 870 auf 1470 Sportlerinnen und Sportler, der Nachwuchs noch mehr in den Mittelpunkt rückte, die Dresdner bereits für sieben Spielmänner einen Übungsleiter ausgebildet haben, braucht uns um die Spielleutezukunft nicht bange sein.
Seite 2

Wer hat Fragen zur Wettkampfordnung?
Da immer wieder Anfragen an den Sektor Spielleute zur neuen Wettkampfordnung gestellt werden, wollen wir in dieser Rubrik Fragen von Spielleuten beantworten, die von allgemeinem Interesse sein sollten. Alle Sportfreunde, die Fragen im Zusammenhang mit der Wettkampfordnung 1978 haben, können diese an den Sektor Spielleute des DTSB-Bundesvorstandes, 1055 Berlin, Storkower Straße 118, richten. Indes schließen diese Anfragen eine Änderung der WKO 78 aus (siehe WKO Spielmannszüge und Schalmeien, Punkt 14).
Frage: Nachwuchsspielmannszüge der Sonderklasse und der Leistungsklasse I als Teilnehmer der DDR-Meisterschaft und des Aufstiegsturniers sowie Mädchenspielmannszüge, die um den Pokal des ZMS kämpfen, bestreiten zentrale Wettkämpfe. Ihnen ist nur ein Kürtitel auferlegt. Wie erfolgt dort die Bewertung der Schwierigkeit und die Bewertung im Hauptpunkt II/Kür?
Michael Löwe, Medizin Mühlhausen
Um eine einheitliche Richtlinie für alle Klassen und Genres in der Wettkampfführung zu erarbeiten, mußte eine besondere Regelung getroffen werden. Nachwuchs- sowie Mädchenspielmannszüge sind sehr schnellebig. Ihnen kann deshalb kein zweiter Kürmarsch auferlegt werden. Um sie aber mit den Erwachsenenkollektiven gleichzusetzen und im Interesse eines einheitlichen Bewertungsmodus müssen hier die Werte verdoppelt werden. Der Schwierigkeitsgrad, für beide Kürtitel mit maximal 10,0 Punkten festgelegt, wird hier auf einen Kürtitel aufgeschlüsselt.
Bei den oben genannten Genres wird der Wert des Schwierigkeitsgrades für den einen zu spielenden Kürtitel verdoppelt.
Beispielsweise: „Laridah“ 2,3 Punkte — 4,6 Punkte gehen in die Wertung.
Der Hauptpunkt II/Kür baut sich wie folgt auf:
4,0 Punkte 1. Kürtitel
Variationsanteil
1,0 Punkte 1. Kürtitel
Lyrenanteil
4,0 Punkte 2. Kürtitel
Variationsanteil
1,0 Punkte 2. Kürtitel
Lyrenanteil
10,0 Punkte maximal
Bei einem Kürtitel der oben genannten Klassen ergibt sich folgendes am Beispiel Kürmarsch „Laridah“:
2,4 Punkte Variationsanteil verdoppelt ergibt 4,8 Punkte.
0,6 Punkte/Fehler der Lyren/verdoppelt ergibt 1,2 Punkte.
2,0 Punkte Vorgabe für Lyren minus 1,2 Punkte ergibt 0,8.
Resultat: 4,8 Punkte Variation plus 0,8 Punkte Lyrenanteil ergeben 5,6 Punkte im Hauptpunkt II/Kür, die in die Wertung eingehen.
Rolf Lorenz, Kommission Technik
Zeitzer Spielmannzug feiert Jubiläum
In diesen Tagen, chronistisch genau am 26. April, beging der Spielmannszug von Motor Zeitz seinen 25. Gründungstag. In diesem Zusammenhang feiern die rührigen Zeitzer ein anderes Jubiläum besonderer Art. Zum 25. Mal darf der traditionsreiche Klangkörper vor dem VEB Zemag den Demonstrationszug der Zeitzer Werktätigen zum 1. Mai anführen. Auf diesen Höhepunkt und auf die Wettkämpfe dieses Jahres bereiten sich die Jubilare natürlich intensiv vor. Dazu wünschen wir den Zeitzern allerbeste Erfolge.
Auf die Lumpziger darf man stolz sein
Seit vielen Jahrzehnten erklingt in Lumpzig Spielleutemusik. Lumpzig, der im Nordwesten des Kreises Schmölln liegende Ort, hat nicht einmal tausend Einwohner, ist stolz auf seinen Spielmannszug/Erwachsene und den eifrigen Musikantennachwuchs, immerhin werden in der Spielleutesektion der BSG Traktor etwa 20 zehn- bis 14jährige ausgebildet. Für sein erfolgreiches Wirken verlieh man dem Klangkörper die „Artur-Becker-Medaille“, und zeichnete die Lumpziger auch als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ aus.
Nicht nur einen — viele Spitzenreiter
Im Pulk der Friedensfahrer, die in wenigen Tagen wieder auf den Straßen der Volksrepublik Polen, der CSSR und unserer Republik dahinjagen, gibt es einen Mann, der sich stets besonderer Aufmerksamkeit bei den Konkurrenten wie bei den Zuschauern erfreut: der Mann in Gelb, der Spitzenreiter. Der Beste des Pelotons. Aber immer nur ein einzelner.
Unsere „Eile mit Meile“-Bewegung bietet jedem und vielen — auch den Spielleuten, die immer mit ihrer Musik die Zehntausenden an der Strecke oder im Zielstadion erfreuen — gleichzeitig die Gelegenheit, Spitzenreiter, Träger des gelben Trikots zu werden.
Das ist neu in unserer Bewegung — das Trikot für eine bestimmte Anzahl von erreichten Meilen.
So gibt es für
1 bis 99 Meilen ein grünes Trikot,
100 bis 499 Meilen ein weißes Trikot,
500 bis 999 Meilen ein blaues Trikot,
1000 und mehr Meilen ein gelbes Trikot.
Während „Grün“ und „Weiß“ ab September gegen Vorlage des bestätigten Meilenpasses in den Sportartikelgeschäften gegen einen Unkostenbeitrag zu erwerben sind, geht man für „Blau“ und „Gelb“ einen anderen Weg. Die Meilenpässe und einen Unkostenbeitrag schickt man an die
Olympische Gesellschaft
104 Berlin,
Chausseestraße 29
und erhält anschließend das entsprechende Hemd zugeschickt.
1000 Meilen — gelaufen ergeben sie etwa die Entfernung Berlin — Moskau. Aber es muß nicht nur gelaufen werden, das ist ja klar. Wie weit kommt ein Spielmann? Wieviel Kilometer beträgt die Summe seiner zurückgelegten Meilen?
Über möglichst viele Träger des Gelben auch aus den Reihen unserer Spielleute würden wir uns — und sicher auch Sie — natürlich sehr freuen.
CHRISTOPH HÖHNE, Vorsitzender des Meilenkomitees der DDR
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Delegiertenkonferenzen zur Wahl der neuen Bezirksfachausschüsse
BFA-Wahlversammlung in Leipzig
Tauchaer Traditionen sind Verpflichtung
Zwischen Kohrener Land und Dübener Heide tut sich was
| Kreisfachausschüsse: 4. Sektionen: 21. Mitglieder: 1156. Klangkörper: 26 (13 Spielmannszüge Erwachsene, 8 Nachwuchsspielmannszüge, 3 Schalmeienkapellen, 2 Fanfarenzüge). Übungsleiter: 72. Kampfrichter: 11. BFA-Vorsitzender: Gerhart Steinert. |
Leipzig gehörte einst zu den Zentren der Spielleutebewegung in unserem Lande. Doch seit einiger Zeit vermochte man mit dem Entwicklungstempo der führenden Bezirke nicht mehr so recht mitzuhalten, büßte man ehemalige Positionen ein. So war es nicht verwunderlich, daß sich die Aktivisten der Spielleute auf ihrer Delegiertenkonferenz in Wurzen vor allem mit der Verbreiterung ihrer Massenbasis auseinandersetzten. In erster Linie bei den Spielmannszügen haben die Leipziger Boden verloren. Dies betrifft nicht nur das Kollektiv von Ragewitz-Dürrweitzschen, sondern auch die gegenwärtige Situation im Sonderklassen-Klangkörper der BSG Traktor Taucha. Die Tauchaer mußten sich unbequeme Fragen zu mangelnder Einstellung und ungenügender Disziplin gefallen lassen. Gerade von den seit Jahrzehnten weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Tauchaern erwarten die Leipziger, und nicht nur sie, wesentliche Impulse für die Spielleutebewegung. Tradition verpflichtet! Dies sollte sich das Kollektiv aus dem Leipziger Landkreis zu Herzen nehmen.
Was man durch zielstrebige Arbeit erreichen kann, verdeutlichte die SG Süptitz. „Viele von uns kennen noch die bescheidenen Anfänge und den beschwerlichen Weg dieser rührigen Sportgemeinschaft vor den Toren Torgaus“, urteilte BFA-Vorsitzender Gerhart Steinert. „Das Erwachsenen-Kollektiv wurde nun sogar Bezirksmeister, der Süptitzer Nachwuchs sicherte sich ebenfalls den Bezirkstitel und den Pokal noch dazu.“ Diese Erfolge kamen nicht von ungefähr. Über die systematische Ausbildung von Übungsleitern schufen sich die Süptitzer die Voraussetzungen für den angestrebten Leistungszuwachs. Jetzt sind die Süptitzer dabei, an der Erweiterten Oberschule Torgau ein Nachwuchskollektiv aufzubauen und wollen natürlich den Kreisstädtern durch Übungsleiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Patenschaftsarbeit wird übrigens im gesamten Bezirk groß geschrieben. Da sind die Beziehungen zwischen den Schalmeienkapellen von Zinna-Welsau und Traktor Langenreichenbach zu nennen. Die Zinnaer Funktionäre leisteten erhebliche Hilfe bei der Gründung dieses Klangkörpers, der sich inzwischen schon ganz schön gemausert hat. Beispielhaft auch der Fanfarenzug der Sonderklasse von Einheit Pädagogik Leipzig, der uneigennützig an der Neugründung des 60 Mitwirkende umfassenden Fanfarenzuges von Medizin Markkleeberg beteiligt war.
Wenn man noch erfährt, daß Sportfreund Langlotz an der Dr.-Hermann-Duncker-Oberschule Leipzig einen Nachwuchsspielmannszug aufbaut, die BSG Motor West Leipzig um Unterstützung bei der Gründung eines Nachwuchsspielmannszuges bat — hier darf mit der Hilfe von LVB gerechnet werden — in Gößnitz der Nachwuchsspielmannszug der SSG Gößnitz zur DTSB-Bezirksorganisation stieß, sollte man eigentlich der Entwicklung in Leipzig voller Optimismus entgegensehen. Immerhin wollen die Spielleute zwischen Döbeln und Delitzsch, Schmölln und Oschatz, Kohrener Land und Dübener Heide in den nächsten beiden Jahren fast 200 neue Mitglieder in ihren Klangkörpern aufnehmen. Dafür will man jährlich je 15 Übungsleiter der Stufe I und 12 der Stufe II ausbilden. In der Entschließung versicherte man, daß alle zentralen Lehrgänge, an denen Übungsleiter der Stufe III ihre Qualifikation erhalten, voll ausgenutzt werden.
BFA-Vorsitzender Gerhart Steinert (Einheit Wurzen) und Herbert Ritzschel (LVB Leipzig) wurden für langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Spielleutebewegung mit der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold bzw. in Silber geehrt.
BFA-Wahlversammlung in Cottbus
„Calauer“ solcher Art kommen überall an
600 neue Spielleute im Energie-Bezirk
„Im „Volkshaus“ Ruhland, hier tagte die Cottbuser Delegierten-Konferenz, sprach jeder sechste der 45 Spielleuteaktivisten zur Diskussion. Und die Cottbuser hatten etwas zu sagen. 600 Spielleute des Bezirkes waren maßgeblich an der eindrucksvollen Darstellung der Spielleutebewegung durch Musikschau und Musikparade zum „VI.“ in Leipzig beteiligt. „Der Schwung des VI. Turn- und Sportfestes wurde von uns gut genutzt“. resümierte der wiedergewählte BFA-Vorsitzende, Friedrich Hollmeyer. „Über 600 neue Mitglieder stießen zur Bezirksorganisation der Spielleute“, konnte Friedrich Hollmeyer den Delegierten berichten.
Mit 1470 Sportlerinnen und Sportlern gehören die Cottbuser jetzt auch quantitativ zu den leistungsstärksten Spielleuten in unserer Republik. Keinen geringen Anteil daran hat der Kreis Calau. Durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen DTSB, der Abteilung Volksbildung des Rates des Kreises und den polytechnischen Oberschulen des Territoriums konnte sich die Mitgliederzahl der Spielleute mehr als verdoppeln. Von 89 wuchs die Schar der Musikanten auf, sage und schreibe, 220 an. Dies kann sich schon sehen lassen.
Nachwuchssorgen kennen die Calauer also nicht. Immerhin bildeten sich bei der TSG Lübbenau (Fanfarenzug) und in Altdöbern (Spielmannszug) neue Klangkörper. Doch nicht nur im Kreis Calau entwickelte sich die Arbeit mit dem Nachwuchs in erfreulichem Maße. Die SG Traktor Fichtenberg und auch Einheit Bad Muskau meldeten Neugründungen von Kollektiven. Der Mädchenspielmannszug von Fortschritt Cottbus kann auf die doppelte Mitgliederstärke gegenüber der vergangenen Wahlperiode verweisen. 151 Übungsleiter in drei verschiedenen Stufen bildeten die Cottbuser aus, um ihrem Nachwuchs die günstigsten Trainingsbedingungen schaffen zu können.
Nicht zufrieden war man mit der Ausbildung von Kampfrichtern. Hier hat der Bezirk erheblichen Nachholebedarf. Ob man mit den neun Kampfrichtern, die auszubilden man sich in der Entschließung vorgenommen hat, die Lücke zu schließen vermag, bleibt abzuwarten. Indes scheinen die Ziele bei neuen Übungsleitern weit höher gesteckt. 50 Übunsgsleiter der Stufe I, 10 der Stufe II und 2 der Stufe III sind hier ins Visier genommen.
Zur guten Bilanz der Cottbuser muß man auch die Leistungen zählen, die von den Spielleuten zur Verschönerung der Sportstätten geleistet wurden. Werte von 120 000 Mark schufen die Sportlerinnen und Sportler.
In Lauta, Ruhland und Hindenberg
baute man neue Trainingsanlagen.
Die Spielleute von
Traktor _ Hirschfeld errichteten
eine schmucke Freilichtbühne,
die natürlich nun auch Wirkungsstätte
dieses Kollektivs ist.
In der Diskussion berichtete
Helmut‘ Winkler. von -der. BSG
Lauchhammer Ost über die Situation
in seinem Kollektiv, das
mit der Entwicklung der Spielleutebewegung
im Bezirk nicht so
recht: Schritt zu- halten‘ wermochte.
In Lauchhammer weht
inzwischen ein anderer Wind.
Die Spielleute stellten sich selbst
neue Anforderungen und wollen
in diesem Jahr in die LeistungsklasseI
zurückkehren, der sie ja
einmal angehörten. Rudolf Busse,
Sektionsleiter der TSG Lübbenau,
dankte für die umfangreiche
Unterstützung, die. den
Spielleuten von der; Partei der
Arbeiterklasse, zahlreichen gesellschaftlichen
| Organisationen
und der Volksbildung zuteil wur-
- de.“,Nur. so. war es” möglich; -einen
stabilen Leistungsstand zu
erreichen, auf-den wir zu recht
alle stolz sind.“
