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Der Tambour/Ausgabe 1978 06

Aus Stabführer.de

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Juni 1978
Nummer: 6/78
Erschienen: 06/1978
Jahrgang: 11
Seiten: 8
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WIR BERICHTEN VOM VI. TURN- UND SPORTTAG DES DTSB DER DDR

DIE DELEGIERTEN des Turn- und Sporttages erfreute der Fanfarenzug „Dr. Richard Sorge“ der SG Dynamo Potsdam. — Das obere Bild vermittelt einen Blick auf das Präsidium während der Beratungen.

Turn- und Sporttag setzte Maßstäbe für die 80er Jahre

Paul Verner überbrachte Grüße des ZK der SED und seines Generalsekretärs Erich Honecker • Manfred Ewald zum Präsidenten des DTSB wiedergewählt • Richtungsweisende Entschließung

Der VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR ist beendet. Er analysierte die erreichten Ergebnisse und Erfahrungen einer wichtigen Wegstrecke im Leben unserer sozialistischen Sportorganisation und beschloß die neuen höheren Aufgaben, die der DTSB bis Mitte der 80er Jahre zur Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED zu lösen hat. Die hohe Wertschätzung des DTSB als aktiver Mitgestalter unserer sozialistischen Gesellschaft kam durch die Teilnahme der Mitglieder des Politbüros des ZK der SED Paul Verner, Erich Mielke, Harry Tisch und des Kandidaten des Politbüros Egon Krenz an der Beratung der 1 100 Delegierten zum Ausdruck. Unter langanhaltendem Beifall überbrachte Paul Verner in seiner Rede die Grüße des Zentralkomitees und seines Generalsekretärs Erich Honecker. 34 Delegierte hatten zur Diskussion gesprochen. Manfred Ewald wurde einstimmig zum Präsidenten des DTSB der DDR wiedergewählt. Das Gremium beschloß die neue Entschließung, die hohe Maßstäbe für die 80er Jahre setzt.

Die Delegierten, unter ihnen die Spielleute Rolf Fräderich (Aufbau Brandenburg), Frank Mierisch (Stahl Freital), Günther Schlaefke (Dynamo Hohenschönhausen), Ursula Schollbach (Fortschritt Cottbus), Bärbel Schramm (Aufbau Elbe Magdeburg) und Karlheinz Seifert (Chemie Rodleben) wählten den neuen Bundesvorstand, für den auch Frank Mierisch ein Mandat erhielt. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch.

In der mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede hatte Paul Verner festgestellt: „Eure Konferenz bestätigt eindrucksvoll, daß für die Mitglieder des DTSB die Beschlüsse des IX. Parteitages eine konkrete Anleitung zum Handeln sind.” Er wies darauf hin, daß die Jahre zwischen dem V. und VI. Turn- und Sporttag zu den erfolgreichsten in der Entwicklung von Körperkultur und Sport zählen. „Unsere sozialistische Sportorganisation ist in dieser Zeit politisch-ideologisch und organisatorisch weiter erstarkt und bewährte sich auf höhere Stufe als Initiator und Organisator des Sports in unserer Deutschen Demokratischen Republik.“

Die Delegierten sind inzwischen in ihre Heimatorte zurückgekehrt und nehmen überall an den Auswertungen des wegweisenden Turn- und Sporttages teil. „Tragt die vielfältigen Eindrücke, Anregungen und Aufgaben unserer Konferenz schnell in jede Gemeinschaft, in jedes Sportlerkollektiv, damit sie in der tagtäglichen Praxis unserer sozialistischen Sportorganisation verwirklicht werden können“, appellierte Manfred Ewald in seinem Schlußwort. Wir Spielleute lassen keine Pause eintreten und sind schon mittendrin, die zahlreichen Erkenntnisse des Turn- und Sporttages unserer Arbeit nutzbar zu machen, das höhere Tempo anzuschlagen.

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WIR BERICHTEN VOM VI. TURN- UND SPORTTAG DES DTSB DER DDR

Auf uns Sportler wird auch künftig immer Verlaß sein

Grußadresse an das Zentralkomitee der SED

Beschlossen auf dem VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR

EINE MINISPORTSCHAU, an der auch die Spielleute des DTSB der DDR maßgeblich beteiligt waren, erinnerte vor der Dynamo-Sporthalle an das VI. Turn- und Sportfest 1977 in Leipzig.

An den
Generalsekretär des Zentralkomitees
der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands,
Genossen Erich Honecker

Lieber Genosse Erich Honecker!

Die Delegierten des VI. Turn- und Sporttages der DDR entbieten dem Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Ihnen persönlich, Genosse Erich Honecker, die herzlichsten Grüße der 2,8 Millionen Mitglieder unserer sozialistischen Sportorganisation.

Dank der ständigen Förderung und Unterstützung durch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands und unseren sozialistischen Staat, dank der erreichten Ergebnisse der Werktätigen bei der Erfüllung des durch die Beschlüsse des IX. Parteitages festgelegten Programms des Wohlstandes, des Wachstums und der Stabilität haben sich Körperkultur und Sport in der Deutschen Demokratischen Republik erfolgreich entwickelt.

Unsere sozialistische Sportorganisation hat in bewährter Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Institutionen, gestützt auf die schöpferische Mitarbeit ihrer Mitglieder, die vom V. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR gestellten Ziele erfüllt. Beredtes Zeugnis dafür sind die guten Ergebnisse, die wir im Sport der Werktätigen, im Kinder- und Jugendsport und im Leistungssport erreicht haben. Immer mehr Bürger nutzen die wachsenden Möglichkeiten des Sporttreibens für ihre Gesundheit, Erholung und die Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit. Die sportliche Betätigung — in den Sektionen, Mannschaften, Sportgruppen des DTSB, Brigaden, in der Familie und individuell — wird in zunehmendem Maße zum Bestandteil der sozialistischen Lebensweise der Werktätigen.

Unser VI. Turn- und Sporttag hat mit großer Begeisterung und Zustimmung die Grußadresse des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands aufgenommen. Wir versichern dem Zentralkomitee der SED und Ihnen, Genosse Erich Honecker:

Unsere ganze Kraft auch zukünftig dafür einzusetzen, um zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Revolution in der Deutschen Demokratischen Republik auf der Grundlage der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED einen würdigen Beitrag zu leisten.

Es ist unser Anliegen, immer mehr Bürger für das regelmäßige Sporttreiben zu gewinnen und immer bessere Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Wir stellen uns das Ziel, bis 1985

  • 3,5 Millionen Bürger in unseren Reihen zu aktiver und regelmäßiger sportlicher Betätigung zu vereinen;
  • in 15 000 Sportgemeinschaften, Orts- und Betriebsgruppen des DAV und Motorsportklubs des ADMV vielfältige Möglichkeiten für Sport, Spiel und Touristik zu bieten;
  • immer mehr Bürger, insbesondere die Mitglieder des DTSB, dafür zu gewinnen, jährlich die Bedingungen des Sportabzeichenprogramms der DDR „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat“ zu erfüllen;
  • durch hohe Leistungen bei Welt- und Europameisterschaften, bei den Olympischen Winter- und Sommerspielen 1980 die DDR würdig zu vertreten.

Es ist uns Herzenssache, die Freundschaft und Zusammenarbeit mit den Sportlern der Sowijetunion und der anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft noch fester und enger zu gestalten. Sozialistischer Patriotismus und proletarischer Internationalismus sind bestimmend für unseren Beitrag zur Vertiefung dieses Bruderbundes.

Unsere Initiativen sind auf den 30. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik gerichtet. Alle Mitglieder des DTSB der DDR reihen sich in die große Bewegung zur Vorbereitung dieses historischen Jubiläums ein und arbeiten zielstrebig daran, mit der „Sportstafette DDR 30“ hohe Leistungen in Schule, Beruf und Sport zur allseitigen Stärkung unseres sozialistischen Vaterlandes, der Deutschen Demokratischen Republik, zu erreichen.

Fest verbunden mit der Partei der Arbeiterklasse, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, stolz auf das in uns gesetzte Vertrauen, werden wir die Beschlüsse des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR in die Tat umsetzen und mit Leben erfüllen.

Die Delegierten des VI. Turn- und Sporttages des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR

Berlin, Mai 1978

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WIR BERICHTEN VOM VI. TURN- UND SPORTTAG DES DTSB DER DDR

Dynamische Entwicklung des Sports in unserer Republik

Aus der Rede von Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED

Liebe Sportfreunde!
Liebe Genossinnen und Genossen!

Mit großer Freude erfüllt unsere Delegation den Auftrag, den Delegierten und Gästen des VI. Turn- und Sporttages des DTSB der DDR und durch Euch allen Mitgliedern Eurer Organisation die herzlichsten Grüße des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und seines Generalsekretärs, unseres Freundes und Genossen Erich Honecker, zu übermitteln.

Dieser VI. Turn- und Sporttag ist ein bedeutendes Ereignis im gesellschaftlichen Leben der Deutschen Demokratischen Republik. Er findet in einer Zeit statt, in der überall in unserem Lande täglich neue Aktivitäten entstehen, um den 30. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik würdig vorzubereiten. Eure Organisation hat mit der „Sportstafette DDR 30“ die Initiative ergriffen, um dieses herausragende Ereignis im Leben unseres Volkes mit neuen Taten in Körperkultur und Sport zu begehen.

Auf Eurer Konferenz zieht Ihr die Bilanz des bisher Erreichten, legt die Aufgaben und Ziele fest, in denen die dynamische Entwicklung von Körperkultur und Sport in unserer sozialistischen Gesellschaft zum Ausdruck kommt. So wirkt der DTSB unter Führung der Partei der Arbeiterklasse aktiv an der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft mit. Er trägt durch seine vielseitige Tätigkeit dazu bei, die Menschen gesund zu erhalten, ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, ihre allseitige Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und ihr Leben glücklicher, inhaltsreicher und schöner zu gestalten.

Eure Konferenz bestätigt eindrucksvoll, daß für die Mitglieder des DTSB der DDR die Beschlüsse des IX. Parteitages eine konkrete Anleitung zum Handeln sind. Der DTSB der DDR besitzt mit diesen Beschlüssen ein solides Fundament und gute Voraussetzungen für das weitere Voranschreiten von Körperkultur und Sport.

Der Bericht des Bundesvorstandes des DTSB, den Genosse Manfred Ewald erstattet hat und dem unsere Delegation voll und ganz zustimmt, widerspiegelt die vielseitige und ergebnisreiche Tätigkeit unserer sozialistischen Sportorganisation. Mit berechtigtem Stolz können wir feststellen, daß die Jahre zwischen dem V. und VI. Turn- und Sporttag des DTSB der DDR zu den erfolgreichsten in der Entwicklung von Körperkultur nd Sport zählen. Unsere sozialistische Sportorganisation ist in dieser Zeit politisch-ideologisch und organisatorisch weiter erstarkt und bewährte sich auf höherer Stufe als Initiator und Organisator des Sports in unserer Deutschen Demokratischen Republik.

Zum Nutzen der gesellschaftlichen Entwicklung und zum Wohle der Menschen haben der Kinder- und Jugendsport, der Freizeit- und Erholungssport der Werktätigen sowie der Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb eine stete Aufwärtsentwicklung genommen.

Das Ansehen der DDR international erhöht

Die sich ständig erweiternden Möglichkeiten für Körperkultur und Sport in unserem Arbeiter-und-Bauern-Staat werden immer besser genutzt. Das im Vorjahr stattgefundene VI. Turn- und Sportfest und die VI. Kinder- und Jugendspartakiade waren Manifestationen der Kraft und Stärke, der Schönheit und Lebensfreude.

Im Leistungssport haben wir berechtigten Anlaß zur Freude. Die Sportlerinnen und Sportler der DDR haben mit ihren hervorragenden Leistungen bei den Olympischen Spielen in Montreal und Innsbruck die bisher größten und bedeutendsten Erfolge erringen können.

Unsere Partei, unser ganzes Volk, schätzt dieses erfolgreiche Abschneiden sowie die großartigen Leistungen unserer Nationalmannschaften bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften als einen gewichtigen Beitrag zur Stärkung des internationalen Anschens der DDR hoch ein. Die Sportlerinnen und Sportler der DDR haben in den Sportarenen der Welt durch ihr Auftreten und ihre Leistungen dazu beigetragen, Sympathie und Anerkennung für unseren sozialistischen Staat zu gewinnen.

Wir wissen sehr wohl zu schätzen, daß die großen Fortschritte auf allen Gebieten des Sports in erster Linie durch die unermüdliche Arbeit der Sportlerinnen und Sportler, der Übungsleiter und Trainer, der Sportwissenschaftler, Sportärzte und Sportfunktionäre errungen wurden.

Von der Tribüne des VI. Turn- und Sporttages möchten wir allen Freunden, allen Genossinnen und Genossen, die mit hohem Verantwortungsbewußtsein und großer persönlicher Einsatzbereitschaft für die Verwirklichung des humanistischen Anliegens der sozialistischen Körperkultur und des Sports tätig sind, den herzlichsten Dank und die Anerkennung unserer Partei, ihres Zentralkomitees und seines Generalsekretärs, Genossen Erich Honecker, aussprechen.

Liebe Freunde und Genossen!

Auf der eben beendeten 8. Tagung des Zentralkomitees der SED erklärte der Generalsekretär des ZK, Genosse Erich Honecker, daß wir in unserer gesamten Politik von prinzipiellen wissenschaftlich fundierten Positionen des Marxismus-Leninismus ausgehen. „Wir erbauen unsere neue Welt des Sozialis-

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mus nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in die Zukunft weisen, mit den großen Erfahrungen des Kampfes der Arbeiterklasse. Dabei werden wir immer eine lebensnahe, volksverbundene Politik verwirklichen.“

Unsere Partei versteht den Sinn des Sozialismus in der ständigen Steigerung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage der weiteren kontinuierlichen und stabilen Entwicklung der Volkswirtschaft. Bei der Realisierung unseres Programms des Wachstums, des Wohlstandes und der Stabilität leisten die Werktätigen eine große Arbeit. Der Kurs unserer Hauptaufgabe in ihrer Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik wird konsequent fortgesetzt. Er stellt heute und in Zukunft höhere Anforderungen auf allen Gebieten an uns alle, insbesondere an die Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, an die Intensivierung der gesellschaftlichen Produktion. Sie entscheiden über den Leistungszuwachs unserer Volkswirtschaft, wovon auch der Umfang der sozialpolitischen Maßnahmen bestimmt wird.

Im festen Bruderbund mit der Sowjetunion

Unterpfand unseres erfolgreichen Voranschreitens ist und bleibt der unzerstörbare Bruderbund mit der Sowjetunion und die feste Verankerung unserer Republik in der sozialistischen Staatengemeinschaft. Unsere Zusammenarbeit erstreckt sich — wenn ich mich mal so ausdrücken darf — nicht nur über die Ländergrenzen hinweg, sondern über die Grenzen unseres Erdballes hinaus. Im Rahmen des gemeinsamen Interkosmosprogramm der Länder des sozialistischen Bruderbundes bereiten sich Kosmonauten aus unserer Republik zusammen mit sowjetischen Genossen und Genossen aus anderen sozialistischen Ländern auf den Flug ins Weltall vor.

Liebe Freunde und Genossen!

Frieden und Sozialismus gehören zusammen. Deshalb treten wir in engem Bündnis mit den anderen Ländern der sozialistischen Staatengemeinschaft für die Erhaltung des Friedens, das höchste Gut der Menschheit, ein. Damit entsprechen wir den Beschlüssen des IX. Parteitages, den Interessen des ganzen Volkes, die dem Kampf für Frieden und Sicherheit, für die Fortsetzung der Entspannung neue Impulse verliehen haben. Gleichzeitig verwirklichen wir so das Hauptanliegen der Schlußakte von Helsinki.

Sozialismus gewinnt immer mehr Einfluß

Während unsere gemeinsam mit den sozialistischen Bruderländern abgestimmte Politik dazu beigetragen hat und weiter dazu beitragen wird, daß der Sozialismus in der internationalen Arena immer mehr Einfluß gewinnt, befindet sich der Kapitalismus in seiner bisher tiefsten, alle Seiten des gesellschaftlichen Lebens umfassenden Krise.

Es zeigt sich einmal mehr: Wo der Kapitalismus herrscht, werden den werktätigen Massen die Lasten dieser Krise — Massenarbeitslosigkeit, Inflation, Preissteigerungen, Mietwucher — aufgebürdet. Doch die Profite der Monopole steigen und steigen, nicht zuletzt durch das Wettrüsten, das besonders in den NATO-Staaten, vor allen Dingen in den USA und der BRD, ein bisher nie gekanntes Ausmaß erreicht hat. Der Kapitalismus erweist sich als unfähig, die elementaren Fragen unserer Zeit im Interesse der Menschen zu lösen.

Dennoch gibt es für uns keinen Grund, liebe Freunde, den Imperialismus zu unterschätzen. Er bleibt ein gefährlicher und verschlagener Feind. Gerade die jüngsten Ereignisse in Afrika machen deutlich: Obwohl der Imperialismus seine einstige Allmacht verloren hat, versucht er, den Befreiungskampf der afrikanischen und auch anderer Völker zu unterdrücken und verlorengegangene Positionen wiederzugewinnen. Früher sprachen die Kolonialherren von Zivilisation und meinten Kattun, heute reden ihre neokolonialistischen Nachfahren von Menschenrechten und meinen Uran, Kupfer und Diamanten.

In diesen Zusammenhang gehört auch die verschärfte antikommunistische Hetze, mit der die Imperialisten versuchen, ihre Aufrüstung zu rechtfertigen und von ihren Verbrechen gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker abzulenken. Wir haben also allen Grund, unsere konstruktive, auf Frieden und Sicherheit gerichtete Politik mit der gegenüber imperialistischen Machenschaften gebotenen Wachsamkeit zu verbinden und die Verteidigungsbereitschaft auf erforderlichem Niveau zu halten.

Liebe Freunde und Genossen!

Zusammenfassend können wir also mit Fug und Recht feststellen: Unsere innen- und außenpolitische Bilanz ist gut. Jetzt rückt immer stärker die Vorbereitung des 30. Jahrestages der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Die Gründung des ersten Arbeiter-und-Bauern-Staates auf deutschem Boden war ein historisches Ereignis, ein Wendepunkt in der Geschichte unseres Volkes und in der Geschichte Europas. Auf der 8. Tagung des Zentralkomitees erklärte Genosse Erich Honecker: „30 Jahre Deutsche Demokratische Republik sind ein einzigartiger Beweis für den Triumph der Ideen von Marx, Engels und Lenin auf deutschem Boden. Von Tag zu Tag wird deutlicher, daß die Deutsche Demokratische Republik ein wahrer Staat der Arbeiter und Bauern ist, der die Interessen des ganzen Volkes vertritt. In ihm haben die Arbeiterklasse und alle anderen Werktätigen zum erstenmal in der deutschen Geschichte ein wirkliches Vaterland gefunden. Hier tragen ihre tägliche Arbeit und ihre Leistungen, ihre Ideen und Initiativen zum Wohle aller reiche Früchte.“

Viele neue Initiativen und Verpflichtungen stehen im Zeichen dieses Jubiläums. In Industrie und Landwirtschaft, in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen entfaltet sich der sozialistische Wettbewerb zu Ehren des 30. Jahrestages und zum Nutzen von uns allen.

Eure Organisation bereitet diedes Jubiläum mit der „Sportstafette DDR 30“ vor. Dabei kommt der Erziehung der Sportlerinnen und Sportler im Geiste des sozialistischen Patriotismus und proletarischen Internationalismus größte Bedeutung zu, um neue Initiativen und Taten zur allseitigen Stärkung unserer DDR zu fördern. Auf dem Wege zum 30. Jahrestag der DDR begeht der DTSB der DDR am 1. Oktober 1978 den 30. Jahrestag der Gründung der sozialistischen Sportorganisation. An diesem Tage werden die Sportgemeinschaften erneut eine Zwischenbilanz über die bei der „Sportstafette DDR 30“ erreichten Ergebnisse ziehen. Dazu wünschen wir Euch viel Erfolg.

Freizeitsport noch größeres Augenmerk

Unsere Partei sieht im Freizeit- und Erholungssport einen wichtigen Beitrag zur steten Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und Angestellten, der Genossenschaftsbauern und Angehörigen der Intelligenz sowie der anderen Werktätigen. Wir sind deshalb sehr daran interessiert, daß möglichst viele Werktätige Sport treiben. Durch die sozialpolitischen Maßnahmen unseres Arbeiter-und-Bauern-Staates wurden die Möglichkeiten dafür in den zurückliegenden Jahren wesentlich erweitert.

Unsere Partei hält es für erforderlich, daß insbesondere unsere sozialistische Sportorganisation ihre Rolle bei der Entfaltung des Freizeit- und Erholungssports noch stärker wahrnimmt.

Mit vollem Recht habt Ihr auf Eurer Konferenz die Rolle und Verantwortung der Sportgemeinschaften, ihrer Sektionen und Sportgruppen stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.

In der Sportstafette zum 30. Jahrestag der Gründung unserer Deutschen Demokratischen Republik stellt Ihr Euch hohe verpflichtende Aufgaben. Wir möchten, daß alle staatlichen Organe, Betriebe und Einrichtungen ihre hohe Verantwortung für Körperkultur und Sport verstehen und eine gute Zusammenarbeit mit dem DTSB gewährleisten.

Sportorganisation für neue Ziele gerüstet

Liebe Freunde und Genossen!

Der VI. Turn- und Sporttag bekräftigt eindrucksvoll, was bereits in der vorangegangenen Wahlbewegung des DTSB der DDR deutlich wurde: Unsere sozialistische Sportorganisation ist für die Durchführung der neuen anspruchsvollen Aufgaben und Ziele zur Entwicklung von Körperkultur und Sport gut gerüstet.

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wünscht Euch viel Erfolg, und seid versichert, daß die Verwirklichung des humanistischen Anliegens von Körperkultur und Sport in unserer sozialistischen Gesellschaft auch künftig die volle Unterstützung unserer Partei findet.

Vorwärts, liebe Freunde und Genossen, mit neuen Initiativen und Taten für unsere gemeinsame sozialistische Sache, dem 30. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik entgegen!

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