
Am besten feiert man das mit neuen Informationen. Gesucht werden daher verstärkt fehlenden Daten, interessante Geschichten und alle Arten von Fotos, Dokumente usw., die es wert sind erhalten zu werden. Gern per Email an info@stabfuehrer.de
Fanfarenorchester Halberstadt
| Gymnasium Fanfarenorchester Rot-Weiß Halberstadt e.V. | ||
| Gründung: | 1971 | |
| Auflösung: | 1990, danach Fortführung an Schule | |
| Vorstand: | Zuletzt: Günter Bringe (Vorsitzender), Olaf Jacobs (Stellvertr.) | |
| Registergericht/-nummer: | Amtsgericht Stendal / VR 37288 (30.11.1992) | |
|
| ||
Von 1971 bis 1990 gab es 19 Jahre lang das Fanfarenorchester in Halberstadt, Sachsen-Anhalt.
Neben dem GST-Fanfarenorchester gab es namentlich einen Fanfarenzug der Friedens-Oberschule Halberstadt, der Mitglied im Zentralen Mussikkorps der FDJ war. Die genauen Verbdindungen zum Fanfarenorchester sind jedoch unbekannt.
Geschichte


Das GST-Fanfarenorchester der Gauß-Oberschule (POS „Carl Friedrich Gauß“) Halberstadt wurde 1971 durch Günter Bringe (* 31.07.1935, † 16.11.2025) gegründet und bis zur Deutschen Wiedervereinigung geleitet. Danach leitete er die Nachfolge eine Zeit lang als Orchester am Martineum angesiedelt als Gymnasium Fanfarenorchester Rot-Weiß Halberstadt e.V. Wann er die Leitung abgab oder dieses Orchester aufgelöst wurde, ist nicht bekannt. Der Eintrag im Vereinsregister existiert noch, aber ohne jegliche gemeldete Veränderungen.

Im Frühjahr 2021 hatte der Geschichtsverein für Halberstadt und das nördliche Harzvorland eine blaue Uniformjacke mit Kordel und dem Ärmelabzeichen „GST-Musikkorps“ erworben, um sie dem Städtischen Museum Halberstadt für dessen Sammlung zur Verfügung zu stellen. Diese Jacke gehörte einst zur Bekleidung von Jugendlichen des Halberstädter GST-Fanfarenorchesters. Nachdem ein Bericht darüber in der Volksstimme erschienen war, in dem Zeitzeugen gebeten wurden, zur Aufarbeitung der Geschichte des Klangkörpers beizutragen, meldeten sich Dutzende ehemalige GST-Mitglieder, die dazu mit ihren Erlebnissen und Fotos beitragen wollten.
In dem Zusammenhang fiel der Name Günter Bringe, der das GST-Fanfarenorchester 1971 ins Leben gerufen und bis nach der Wende, inzwischen als Orchester am Martineum angesiedelt, geleitet hat. Ein längeres Gespräch mit ihm brachte viel „Licht ins Dunkel“. Allerdings konnte er – außer mit einigen Fotos – nichts Materielles einbringen, weil das Archiv des Orchesters durch starke Wasserschäden zweimal so stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, dass davon kaum etwas Brauchbares übrig blieb. Als er nach dem Treffen im Gymnasium nach den verbliebenen Instrumenten und anderem Material fragte, musste er erfahren, dass alles entsorgt worden war.
Nichts weiter für die museale Aufarbeitung beisteuern zu können, ließ Günter Bringe keine Ruhe. Er begab sich auf die Suche und wurde fündig - im eigenen Dachboden. Über den leicht verstaubten, aber doch recht umfangreichen Schatz informierte umgehend die Verantwortlichen im Geschichtsverein. Und so nahm ein Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins eine Tom-Tom-Trommel mit Schlegeln, einen Tambourstab, eine Marschtrommel, eine Trompete, eine Notentasche, einen Schlips sowie ein Barett und zwei Goldmedaillen für die Sammlung entgegen. Wenige Tage später steuerte Frau Fellbaum aus dem Nachlass ihres Mannes, einst Musiker am Volkstheater und Musiklehrer für Mitglieder des Fanfarenorchesters, einen GST-Wimpel für Trompete einen Brief vom Rat des Kreises sowie eine Medaille „Hervorragender Ausbilder der GST“ mit Urkunde zur Sammlung bei.[1]
