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Der Tambour/Ausgabe 1979 07: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Stabführer.de
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|-
|-
|1.
|1.
|Pionierhaus Hoyerswerda
| colspan="2" |Pionierhaus Hoyerswerda
|
|-
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
Zeile 949: Zeile 948:
|SG Pretzsch
|SG Pretzsch
|32,80
|32,80
|}
==== K.-MARX-STADT ====
{| class="wikitable"
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Aufbau Karl-Marx-Stadt
|42,40
|-
|2.
|Fortschritt Oelsnitz
|41,25
|-
|3.
|Sachsenring Zwickau
|36,50
|-
|4.
|SG Marbach-Schellenberg
|31,90
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
| colspan="3" |Disqualifiziert:
|-
| colspan="3" |Sachsenring Zwickau
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|Motor Werdau
|42,85
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |Empor Plauen/E
|-
| colspan="3" |Disqualifiziert:
|-
| colspan="3" |Empor Plauen/N
|-
! colspan="3" |Bereichsmeisterschaft Süd
|-
| colspan="3" |'''Fanfarenzüge'''
|-
|1.
|SG Bachra
|43,10
|-
|
| colspan="2" |keine weiteren Teilnehmer
|}
==== LEIPZIG ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Einheit Mutzschen
|46,50
|-
|2.
|Einheit Wurzen
|46,00
|-
|3.
|SG Süptitz
|44,00
|-
|4.
|LVB Leipzig
|43,10
|-
|5.
|Aktivist Haselbach
|40,00
|-
|6.
|Traktor Lumpzig
|38,80
|-
|7.
|Motor Altenburg
|38,65
|-
|8.
|Traktor Taucha
|37,25
|-
|9.
|Motor Schmölln
|36,20
|-
|10.
|POS Gößnitz
|33,95
|-
|11.
|Traktor Belgern
|26,40
|-
|12.
|Fortschritt Groitzsch
|26,30
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Motor Altenburg
|39,35
|-
|2.
|4. POS Torgau
|37,15
|-
|3.
|Einheit Wurzen
|36,65
|-
|4.
|Ragewitz-Dürrweitzschen
|32,45
|-
|5.
|Traktor Lumpzig
|27,30
|-
|6.
|POS „H. Duncker” Leipzig
|22,65
|-
|7.
|Einheit Schmölln
|21,50
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|Einheit Päd. Leipzig
|42,95
|-
|2.
|Medizin Markkleeberg
|36,60
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
|1.
|SG Langenreichenbach
|29,35
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |SG Zinna
|}
==== MAGDEBURG ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|HKZW Rübeland
|48,65
|-
|2.
|Aufb. Elbe Magdeburg
|44,80
|-
|3.
|KSZ Seehausen
|43,60
|-
|4.
|BSG Veckenstedt
|40,50
|-
|5.
|Traktor Möhringen
|39,15
|-
| colspan="3" |Disqualifiziert:
|-
| colspan="3" |Stahl Ilsenburg
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |Traktor Hasselfelde
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Aufb. Elbe Magdeburg
|43,40
|-
|2.
|Traktor Hasselfelde
|35,85
|-
|3.
|BSG Veckenstedt
|29,55
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
|1.
|Lok Stendal
|18,95
|-
|2.
| colspan="2" |Empor Goldbeck
|}
==== NEUBRANDENB. ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
|1.
|Dynamo Malchin
|40,00
|-
|2.
|Empor Altentreptow
|39,95
|}
==== POTSDAM ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Traktor Pritzwalk
|49,90
|-
|2.
|Chemie Premnitz
|49,00
|-
|3.
|Motor Treuenbrietzen
|48,80
|-
|4.
|SG Mittenwalde
|47,80
|-
|5.
|Einheit Pritzerbe
|47,50
|-
|6.
|Turbine Golzow
|45,25
|-
|7.
|DEFA Babelsberg
|44,25
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |Stahl Brandenburg
|-
|2.
| colspan="2" |Aufbau Brandenburg
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Chemie Premnitz
|43,45
|-
|2.
|Motor Treuenbrietzen
|42,95
|-
|3.
|Turbine Golzow
|41,10
|-
|4.
|Einheit Pritzerbe
|32,50
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
|Stahl Brandenburg
|45,35
|-
|2.
|Traktor Pritzwalk
|44,60
|-
|3.
|Aufbau Brandenburg
|43,00
|-
! colspan="3" |Fanfarenzüge
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
|Dynamo Potsdam
|54,35
|-
! colspan="3" |Schalmeienkapellen
|-
|1.
|Motor Rathenow
|48,80
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |Lok Brandenburg
|}
==== ROSTOCK ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Motor Barth
|44,60
|-
|2.
|Einheit Tessin
|40,10
|-
|3.
|Motor Wolgast
|39,60
|-
|4.
|Motor Stralsund
|37,20
|-
|5.
|Traktor Lübow
|27,40
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Einheit Tessin
|34,70
|-
|2.
|Motor Stralsund
|29,80
|-
|3.
|Motor Wolgast
|26,50
|}
==== SCHWERIN ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Empor Perleberg
|44,20
|-
|2.
|CMV Wittenberge
|44,10
|-
|3.
|Dynamo Bützow
|36,00
|-
|4.
|Einheit Parchim
|32,60
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|CMV Wittenberge
|33,00
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
|Empor Perleberg
|42,30
|}
==== SUHL ====
{| class="wikitable"
! colspan="3" |Spielmannszüge Erwachsene
|-
|1.
|Traktor Gehren
|40,10
|-
|2.
|Traktor Martinroda
|38,15
|-
|3.
|Fortschr. Geschwenda
|30,05
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
| colspan="2" |Chemie Geraberg
|-
! colspan="3" |Spielmannszüge Nachwuchs
|-
|1.
|Traktor Gehren
|34,15
|-
| colspan="3" |'''Pokalwettbewerb:'''
|-
|1.
|Chemie Geraberg
|44,95
|}
|}


== Seite 6 ==
== Seite 6 ==
=== Höhepunkte im Bild: Das Nationale Jugendfestival Pfingsten in Berlin ===
{|
| colspan="2" |[[Datei:DerTambour1979-7-6-1.png|ohne|mini|300x300px]]
| colspan="2" |[[Datei:DerTambour1979-7-6-2.png|mini]]
|-
|[[Datei:DerTambour1979-7-6-3.png|ohne|mini|360x360px]]
|'''DIESER KLEINE BILDAUSSCHNITT''' soll einen Eindruck vom Auftreten der Spielleute zum Nationalen Jugendfestival venmitteln, den Fotoreporter Bernd Friedrich eingefangen hat. Mit dem traditionellen Gruß der Rotfrontkämpfer (oben links) geht es ins Stadion der Weltjugend. Natürlich fehlten auch die Schalmeien, das typische Instrument der Spielleute des Rotfrontkämpferbundes nicht (oben rechts). Immer wieder wurde vom Regiepult beim Training an der Verfeinerung des Spielleute-Auftritts gearbeitet (ganz rechts). Und dann war es soweit: mit großem Beifall marschierte unsere Formation ins ausverkaufte Stadion der Weltjugend (unten).
|[[Datei:DerTambour1979-7-6-4.png|ohne|mini|366x366px]]
|[[Datei:DerTambour1979-7-6-5.png|ohne|mini|353x353px]]
|-
| colspan="4" |[[Datei:DerTambour1979-7-6-6.png|ohne|mini]]
|}


== Seite 7 ==
== Seite 7 ==
=== MR Dr. Klaus Becker ===
[[Datei:DerTambour1979-7-7-1.png|mini|288x288px]]
wurde am 3. Oktober 60 Jahre alt. Dr. Becker ist Spielmann aus Leidenschaft und weit über die Grenzen von Pritzwalk hinaus seit Jahren geachtet und geschätzt. Seiner Einsatzbereitschaft und seinem Engagement ist es vor allem zu danken, daß 1960 in Pritzwalk ein Spielmannszug gebildet werden konnte. Medizinalrat Dr. Becker stellte uneigennützig seine ohnehin geringe Freizeit zur Verfügung, um die Spielleutebewegung in Pritzwalk auf einer breiteren Basis aufzubauen.
In enger Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt gelang es ihm vor zehn Jahren, einen Kinderspielmannszug zu gründen. Als Übungsleiter und Sektionsleiter unserer BSG Traktor gilt seine besondere Aufmerksamkeit der Ausbildung des Nachwuchses. Dr. Becker bemüht sich auch intensiv, junge Pritzwalker Übungsleiter mit den erforderlichen Kenntnissen auszurüsten. Wir hoffen, daß er uns noch lange erhalten bleibt und wünschen unserem Medizinalrat und Sportfreund im nächsten Lebensjahrzehnt weiterhin viel Schaffenskraft und schöne Stunden im Kreise seiner Spielleute.
Spielmannszug Traktor Pritzwalk
=== TAMBOUR-INTERVIEW ===
'''mit Bodo Clauß'''
'''Stellvertreter des Vorsitzenden der Zentralen Spielleutekommission für künstlerische Arbeit'''
==== Flöten immer besser ====
* '''Die diesjährige DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge unterstrich den Aufschwung, den die Spielleutebewegung des DTSB auch in diesem Genre genommen hat. Sehen wir uns den Leistungsstand in den einzelnen Instrumentengruppen etwas genauer an. Die Flöten beispielsweise.'''
„Hier sind vielleicht die deutlichsten Fortschritte gelungen. Man spielt einfach grifftechnisch besser, und dies nicht nur in der Sonderklasse. Auch das Anblasen ist tontechnisch jetzt auf hohem Niveau, die Flötentöne sind sofort voll da. Hier spürt man doch die enorme Trainingsarbeit, die geleistet wurde. Die gleiche Intensität muß nun gehalten werden, wenn das Niveau nicht wieder abfallen soll.“
* '''Fielen ausgesprochene Spitzflötisten auf?'''
„Oh, da gibt es glücklicherweise eine stattliche Anzahl perfekter Solisten. Ich möchte hier nur den Hallenser Gerhard Müller sowie Rolf Lorenz und Dr. Erhard Güttner aus dem Klangkörper des Meisters nennen. Aber auch in anderen Kollektiven hat man großartige FIlötisten.“
* '''Etwas anders fällt sicherlich eine Einschätzung des Lyraspiels aus?'''
„Leider. Die Lyren sind in Pflicht und Kür immer etwas zu schnell. Dies stört die Harmonie und führt außerdem zu Punktabzügen. Hier muß das Rhythmusgefühl geschult werden, sind die Platten einfach besser zu treffen. Präzision ist also bei den Lyren das Gebot der Stunde.“
* '''Und bei den Hörnern?'''
„Auch hier sollte man in den Übungsstunden mehr Aufmerksamkeit investieren. War das Hörnerspiel bei Dynamo Halle, Union Mühlhausen und Baukema Aschersleben sehr gut, gilt es bei allen anderen teils erhebliche Abstriche zu machen. Die Hörner sind oft nicht in der Lage, die Fabel richtig durchzuspielen.“
* '''Lobend äußerten sich jene Kampfrichter, die das Spiel der Trommler einzuschätzen hatten...'''
„Und dies mit Recht. Die Dynamik und Exaktheit der Hoch- und Flachtrommler ist gegenüber 1978 viel besser geworden. Da gab es diesmal kaum Abstriche zu machen. Und das auch hier noch Reserven zu erschließen sind bewiesen die Hallenser. Ihr effektvolles Schlagen mit den Trommelstöcken ist etwas für Auge und Ohr. Davon bleibt das Publikum und auch der Kampfrichter nicht unbeeindruckt. Man muß nur Ideen haben und auch einmal neue Wege einschlagen. Wer Mut hat, heilige Kühe zu schlachten, wird meist belohnt.“
* '''Man hatte in Taucha den Eindruck, daß nur jene erfolgreich abschnitten, die ihr Programm zu modernisieren verstanden. Alte Hüte ließen sich beim Publikum schlecht „verkaufen“.'''
„Es ist nur zu natürlich, daß moderne, schwierig zu spielende Titel die größte Resonanz finden. Aber eben das Moderne allein macht es noch lange nicht. Man muß die My Fair Lady oder den spanischen Zigeunertanz eben so attraktiv und effektvoll vorführen können, wie dies Union Mühlhausen bzw. Dynamo Halle taten.“
* '''Bei solch schwierigen Darbietungen ist das Fehler-Risiko natürlich sehr hoch. Indes gab es aber auch Kollektive, die sich unnötigerweise Risiken aufluden. Ich denke hier nur an „Mein Geratal“ der Geraberger.'''
„Dieses entschieden zu lange Potpourri hat tatsächlich viele Fehlerquellen, die in keinem Verhältnis zum Schwierigkeitsgrad des Titels stehen. Und wer begibt sich schon unnötig in Gefahr...“
=== Rudolf Busse ===
beging am 5. September seinen 60. Geburtstag. Die Erfolge des Klangkörpers der TSG Lübbenau sind eng mit seinem Namen verbunden. Rudolf Busse genießt weit über den Bezirk Cottbus hinaus hohes Ansehen bei allen Spielleuten. Als Aktivist der ersten Stunde half er beim Aufbau unserer Sportbewegung, unserer Spielleutemusik maßgeblich mit. Rudolf Busse leistet als Sektionsleiter, BFA- und KFA-Mitglied Hervorragendes. Wir Spielleute sind stolz auf ihn.
BFA Cottbus
=== Walter Horn ===
vollendete am 9. Oktober sein sechstes Lebensjahrzehnt. Der Jubilar ist Stabführer des Spielmannszuges von Traktor Luisenthal und bildet seit Jahren den Nachwuchs aus. Seine Tätigkeit als Stabführer und Übungsleiter profilierte wesentlich unseren Klangkörper, so daß wir den 60. Geburtstag zum Anlaß nehmen, um unseren Walter recht herzlich zu. danken. Ohne Walter Horn wären die Luisenthaler Spielleute nicht so ein großartiges Kollektiv wie sie es heute sind.
Luisenthaler Spielmannszug
=== Erich Miguhl ===
feierte am 26. September seinen 60. Geburtstag. Von Anfang an ist er bei den Groitzscher Spielleuten dabei, gehört Erich Miguhl zu den Mitbegründern des Spielmannszuges von Fortschritt Groitzsch. Bereits als elfjähriger entdeckte er in der Arbeitersportbewegung seine Liebe zur Musik des Spielmannes. Und er kam bis zum heutigen Tage davon nicht wieder los. Wir hoffen, daß unser Erich noch lange in unserer Mitte sein kann und wir von seinen Erfahrungen weiterhin profitieren.
Groitzscher Spielmannszug
=== Nachruf! ===
Voller Schmerz erfuhren wir, daß unser lieber Sportfreund
'''Walter Gräfe'''
im Alter von 67 Jahren verstorben ist.
Walter Gräfe leitete viele Jahre den Mädchenspielmannszug der BSG Meßelektronik Dresden. Er hat fast sechs Jahrzehnte seines Lebens der Spielleutemusik gewidmet und besitzt wesentlichen Anteil am Aufbau und der Entwicklung vieler Spielleute-Kollektive des Bezirkes Dresden. Als Bundesstabführer und Initiator der Rödertaltreffen machte er sich in den sechziger Jahren um die gesamte Spielleutebewegung verdient. Sein vorbildliches Wirken für unsere sozialistische Sportorganisation würdigte man mit zahlreichen hohen staatlichen Auszeichnungen. Walter Gräfe ist Träger des Ordens „Banner der Arbeit“, der Verdienstmedaille der DDR und der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold.
Wir Spielleute halten sein Vermächtnis immer in Ehren.
BFA Dresden
Gottfried Hesse, Vorsitzender


== Seite 8 ==
== Seite 8 ==
[[Datei:DerTambour1979-7-8-1.png|mini|'''EINE EINDRUCKSVOLLE STUDIE,''' eingefangen beim Platzkonzert vor dem Berliner Fernsehturm. Der zentrale Nachwuchsspielmannszug begeisterte hier ein großes Publikum.]]
[[Datei:DerTambour1979-7-8-2.png|mini|'''IM FRIESENSTADION''' gestalteten die Spielleute, hier sind es die zentralen Mädchen- und Nachwuchsspielmannszüge, die Höhepunkte zum Nationalen Jugendfestival und der Abschlußfeier der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR maßgeblich mit.]]
=== Pflichtrepertoire 1980 ===
==== 1. Spielmannszüge ====
===== Erwachsene =====
'''Sonderklasse'''
'''Hornmärsche:'''
* Frisch voran
* Mit vereinten Kräften
'''Flötenmärsche:'''
* Goldene Trompeten
* Castaldo
'''Leistungsklasse I'''
'''Hornmärsche:'''
* Frisch voran
* Mit vereinten Kräften
'''Flötenmärsche:'''
* Goldene Trompeten
* Castaldo
'''Leistungsklasse II'''
'''Hornmärsche:'''
* Frisch voran
'''Flötenmärsche:'''
* Goldene Trompeten
'''Leistungsklasse III'''
'''Hornmärsche:'''
* keinen
'''Flötenmärsche:'''
* Goldene Trompeten
===== Nachwuchs =====
'''Sonderklasse'''
'''Hornmärsche:'''
* Frisch voran
'''Flötenmärsche:'''
* Lustige Turner
* Goldene Trompeten
* Castaldo
'''Leistungsklasse I'''
'''Hornmärsche:'''
* Frisch voran
'''Flötenmärsche:'''
* Lustige Turner
* Goldene Trompeten
'''Leistungsklasse II'''
'''Hornmärsche:'''
* keinen
'''Flötenmärsche:'''
* Lustige Turner
* Goldene Trompeten (1. und 2. Flöte)
==== 2. Schalmeienkapellen ====
'''Sonderklasse'''
* Gruß aus Klingenthal
* Gruß aus Luckenau
* Hoch Heidecksburg
'''Leistungsklasse'''
* Gruß aus Klingenthal
* Freundschaftsklänge
* Jägermarsch
'''Bereichsklasse'''
* Gruß aus Klingenthal
* Arbeitsmänner
==== 3. Fanfarenzüge ====
'''Sonderklasse'''
* Marsch der Freundschaft
* Frisch voran
* Mit vereinten Kräften
* NVA-Marsch (Es)
'''Leistungsklasse'''
* Frohe Klänge
* Dynamomarsch
* Marsch der Freundschaft
* Mit vereinten Kräften
'''Bereichsklasse'''
* Spartakiademarsch (Es)
* Sportler voran (Es)
* Sport frei (Es)
* Dynamomarsch (Es)
==== 4. Mädchen-Spielmannszüge ====
* Goldene Trompeten
* Castaldo
=== Naundorfer feierten ihr Jubiläum ===
Ein kleines Jubiläum, nämlich ihr 20jähriges Bestehen, feierten die Spielleute der Schalmeienkapelle von Traktor Naundorf. Im Kreis Rochlitz des Bezirkes Karl-Marx-Stadt gelegen, versuchten im Frühjahr 1959 einige Begeisterte des Schalmeienspiels einen eigenen Klangkörper zu bilden. Die Sportfreunde Greif, Schmidt, Bertholt und Kurze gehörten zu jenen Initiatoren, die damals praktisch von Haus zu Haus gingen, um für die Spielleutemusik zu werben.
Mit Erfolg, wie sich zeigen sollte. Sie fanden in der BSG-Leitung und beim Rat der Gemeinde offene Ohren für ihr Anliegen. Schließlich benötigte man für eine Kapelle nicht wenige Instrumente, die erst einmal angeschafft werden mußten. Seither entwickelte sich der Klangkörper dank guter Nachwuchspflege immer besser. Heute musizieren 28 spielleute in dieser kleinen Gemeinde. Und immerhin vermochte man im Vorjahr Bereichsmeister Süd zu werden.
=== 80 Spielleute bei Medizin Görlitz ===
Der Spielmannszug von Medizin Görlitz wurde zehn Jahre alt. Mit 15 Spielleuten hatte Dr. Güttner, der erste Leiter dieses Zuges, den nicht leichten Anfang gemacht. Heute verfügt die Sektion mit dem Nachwuchs über eine Stärke von über 80 Mitgliedern. Das vorbildliche Wirken dieses Zuges, der in der gesamten Oberlausitz einen guten Ruf genießt, wurde mit der Auszeichnung als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ gewürdigt.
Eine ganze Reihe Spielleute, mit den Sportfreunden Exner und Sobiesky an der Spitze, bemühen sich, das Niveau des Görlitzer Klangkörper weiter zu verbessern. Bei zahlreichen gesellschaftlichen Höhepunkten des Kreises wirkten die Görlitzer mit. Sie sind überall gern gesehene Gäste. Bei den Dresdner Bezirksmeisterschaften wurde man einmal Zweiter und einmal Dritter. Leider sah man die Görlitzer hier selten am Start.
'''Zu den Fotos auf Seite 1:'''
'''DIE SIEGER''' der diesjährigen DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge stellen sich den Fotoreportern (oben): die Stabführer von Dynamo Potsdam (alter und neuer Meister), Stahl Hettstedt und des Pionierhauses Hoyerswerda.
'''DER ZENTRALE MÄDCHENSPIELMANNSZUG''' spielte beim Eintreffen des Spartakiadefeuers vor der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle.
----Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4

Aktuelle Version vom 18. Juni 2026, 14:00 Uhr

Dies ist die originale Wiedergabe der entsprechenden Einzel-Ausgabe von „der tambour“ zum Zweck der einfachen Durchsuchbarkeit. Aus archivarischen Gründen wurde bewusst darauf verzichtet, Wortlaute zu ändern. Für die Inhalte sind die entsprechenden Original-Autoren verantwortlich. Ansichten, Meinungen oder Aufrufe spiegeln die damaligen Gegebenheiten wider und nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers!

Nummer 7/1979
Nummer: 7/79
Erschienen: 07/1979
Jahrgang: 12
Seiten: 8
Original-Ausgabe als PDF herunterladen
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Seite 1

HEUTE AUF SEITE

2 Diese My Fair Lady ging allen „unter die Haut“
3 Birgit Lorenz: Die Welt wieder „zurechtgerückt“
7 Flöten immer besser — ein Gespräch mit Bodo Clauß

Seite 2

Von der DDR-Meisterschaft 1979 der Erwachsenen-Spielmannszüge

Diese My Fair Lady ging allen »unter die Haut«

Rekordmeister Union Mühlhausen holte sich mit begeisterndem Programm den Titel zurück / Auch Dynamo Halle spielte erneut bravourös / Absteiger: Aufbau Brandenburg, Ruhland und Rodleben / Hohes Leistungsniveau der Spielleutemusik eindrucksvoll

UNION MÜHLHAUSEN, ein glücklicher DDR-Meister des 79er Jahres.

Taucha, die etwa 15 000 Einwohner zählende Kreisstadt vor den Toren Leipzigs, erlebte die 8. DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge. Viele erwarteten einen Zweikampf zwischen Titelverteidiger Dynamo Halle und Rekordmeister Union Mühlhausen. Sie bekamen das prophezeite Duell dann auch geboten und noch einiges mehr, nämlich eine Leistungssteigerung der besten Kollektive in musikalisch-technischer Hinsicht wie man sie vor Jahren nicht für möglich hielt. „Für mich hat Union Mühlhausen eine Grenze erreicht, die in absehbarer Zeit nicht zu überbieten ist“, konstatierte tief beeindruckt der Stellvertreter des Vorsitzenden der ZSK für künstlerische Arbeit, Bodo Clauß. Damit haben wir schon gesagt, wer das Duell Union — Dynamo für sich entschied, der Klangkörper aus der Spielleutehochburg Mühlhausen.

Bereits nach der Pflicht hatten sich Union und Dynamo punktgleich (je 34,40) an die Spitze gespielt. Und als man vom hohen Schwierigkeitsgrad der Mühlhausener Kürmusik erfuhr, schien eine Vorentscheidung bereits gefallen. Bei der Ausgeglichenheit beider Kollektive mußte Union nach dem Sirius-Marsch (4,6) schon den zweiten Kürtitel verpatzen, wenn Halle mit einem zwar effektvoll und gekonnt dargebotenem Kürprogramm (Ungarische Tänze/4,1 — Spanischer Zigeunertanz/4,5) siegen sollte. Der Rekordmeister hatte mit der My Fair Lady (Höchstschwierigkeitsgrad 4,8) einen ausgesprochenen Knüller zum Abschluß parat, der die Zuschauer schier aus dem Häuschen geraten ließ. Das ging „unter die Haut“, animierte die Kampfrichter berechtigt zu hohen Noten. Hinter den beiden stärksten Klangkörpern steigerte sich auch MK Ziegelrode erheblich und schob sich nach dem fünften Platz in der Pflicht noch auf den bronzenen Rang. Auch die Kollektive des vorderen Mittelfeldes, Lok Mühlhausen, Traktor Zabeltitz und Chemie Geraberg, wußten zu gefallen.

Aufbau Brandenburg hatte sich nach solider Pflichtleistung an die achte Stelle geschoben und glaubte die Sonderklasse für ein weiteres Jahr zu haben. Dann bot man in der Kür von allen 13 Kollektiven das mit Abstand schwächste Programm (La Bora ohne Variationsanteil!), mußte im Hauptpunkt 2 mit 3,8 Punkten zufrieden sein. Dies bedeutete den Abstieg mit solch traditionsreichen Klangkörpern wie Einheit Ruhland und Chemie Rodleben (ein Interview mit Bodo Clauß zum künstlerischen Niveau dieser Titelkämpfe bringen wir auf Seite 7).

Das Kampfgericht: Hauptkampfrichter: Erwin Dietrich (Leipzig). Kampfrichter: Bodo Clauß (Leipzig), Michael Freitag (Radeberg), Manfred Kirstaler (Eberswalde), Lothar Lier (Suhl), Gerhard Lüdige (Treuenbrietzen), Frank-M. Müller (Lübbenau), Bernd Neumann (Mittenwalde), Ralf Petzold (Wurzen), Bodo Rieg (Lübbenau), Wilfried Röglin (Schwedt), Burghard Sassa (Magdeburg), Gerhard Schulze (Golzow), Jörg Schulze (Eberswalde), Knut Simmang (Radeberg), Kurt Tägner (Brandenburg), Wolfgang Triebel (Luisenthal). Mandat: Helga Dietrich (Leipzig). Berechnung: Günter Ruhland (Ruhland). Sprecher: Dieter Knoppe (Ruhland).

Die bisherigen Medaillengewinner auf einen Blick:

1970
1. Medizin Mühlhausen 56,59
2. Motor Lauchhammer 55,96
Motor Zeitz 55,23
1971
1. Medizin Mühlhausen 57,85
2. Motor Lauchhammer 56,80
3. TSG Halle-Trotha 55,78
1972
1. Medizin Mühlhausen 56,18
2. Dynamo Halle 55,10
3. Traktor Zabeltitz 53,23
1974
1. Medizin Mühlhausen 54,13
2. MK Ziegelrode 51,78
3. Traktor Zabeltitz 51,28
1975
1. Medizin Mühlhausen 54,23
2. Dynamo Halle 51,85
3. MK Ziegelrode 51,75
1976
1. Medizin Mühlhausen 51,100
2. Dynamo Halle 49,850
3. Traktor Zabeltitz 48,575
1978
1. Dynamo Halle 92,50
2. Medizin Mühlhausen 92,00
3. Lok Mühlhausen 87,45
1979
1. Union Mühlhausen 92,40
2. Dynamo Halle 91,00
3. MK Ziegelrode 88,10
Gesamt Kür HP 1 HP 2 HP 3 HP 4 Schier-
rigk.
Pflicht HP 1 HP 2 HP 3 HP 4 Strafsk.
1. Union Mühlhausen 92,40 38,60 9,55 9,70 9,60 9,75 9,4 34,40 8,15 9,05 8,05 9,15 10,0
2. Dynamo Halle 91,00 38,00 9,35 9,50 9,45 9,70 8,6 34,40 8,10 9,00 8,45 8,85 10,0
3. MK Ziegelrode 88,10 36,80 8,85 9,15 9,30 9,50 8,2 33,10 7,45 8,65 8,10 8,90 10,0
4. Baukema Aschersleben 85,85 36,65 8,60 8,80 9,00 9,25 6,8 33,40 7,55 8,70 8,30 8,85 10,0
5. Lok Mühlhausen 84,80 35,50 8,55 8,50 9,05 9,40 6,3 33,00 7,40 8,70 8,20 8,70 10,0
6. Traktor Zabeltitz 84,60 34,50 8,45 7,35 9,20 9,50 6,9 33,20 7,10 8,30 8,65 9,15 10,0
7. Chemie Geraberg 84,50 33,45 6,95 8,55 8,80 9,15 8,1 32,95 7,45 8,60 8,40 8,50 10,0
8. Stahl Brandenburg 80,40 33,35 7,60 8,05 8,55 9,15 6,6 30,45 7,00 8,35 6,95 8,15 10,0
9. Traktor Hasselfelde 80,05 33,00 8,05 6,95 8,90 9,10 6,2 30,85 6,95 8,65 8,00 7,25 10,0
10. SG Oberlichtenau 79,00 31,45 7,50 6,35 8,65 8,95 6,8 30,75 6,70 8,20 7,55 8,30 10,0
11. Aufbau Brandenburg 77,75 29,25 7,65 3,80 8,80 9,00 6,4 32,10 7,10 8,55 7,85 8,60 10,0
12. Einheit Ruhland 76,60 31,60 7,10 7,75 8,10 8,65 6,4 28,60 5,85 7,85 7,55 7,35 10,0
13. Chemie Rodleben 74,30 30,65 7,20 6,95 7,80 8,70 6,1 28,55 5,95 7,05 8,00 7,55 9,0

Seite 3

Von der DDR-Meisterschaft 1979 der Erwachsenen-Spielmannszüge

Die Titelträger

Ingo Ackermann, Flöte
Ivonne Bachmann, Flöte
Jochen Bohla, Große Trommel
Uwe Burghardt, Trommel
Thomas Essiger, Flöte
Gabi Geiger, Flöte
Heike Glowacz, Flöte
Dr. Erhard Güttner, Flöte
Birgit Hause, Lyra
Silvia Heller, Trommel
Monika Jacobi, Flöte
Kerstin Jeny, Lyra
Christiane Köhler, Flöte
Thomas Krahl, Trommel
Bernd Lorenz, Flöte
Birgit Lorenz, Stabführer
Jörg Lorenz, Flöte
Rolf Lorenz, Flöte
Michael Löwe, Flöte
Jörg Lustermann, Trommel
Rolf Melle, Flöte
{LOCH} Jost-Burkardt Muhl, Trommel
Sitta Muhl, Flöte
Petra Mundin, Flöte
Ute Pulkis, Flöte
Michael Quenkert, Trommel
Peter Quenkert, Trommel
Knut Reiß, Trommel
Christian Schaege, Flöte
Brigitte Schmidt, Flöte
Ramona Scholz, Lyra
Petra Schreiber, Flöte
Volker Schwarz, Becken
Birgit See, Flöte
Uwe Simmrow, Trommel
Ulli Wiedenroth, Flöte
Ines Zeng, Lyra
Sektionsleiter:
Egon Herrmann

RENDEZVOUS mit Birgit Lorenz (Union Mühlhausen)

  • Birgit, Du hast beim Einmarsch den Stab verloren. Warst Du so aufgeregt?

„Ich glaube schon, denn so etwas war mir noch nie passiert. Doch mit dem Einsatz zum ersten Takt war alle Nervosität verflogen.“

  • Gab es während des Kürvortrages einen Moment, wo Du der festen Überzeugung warst, daß der Titel nach Mühlhausen geht?

„Eigentlich nach dem Sirius-Marsch unserem ersten Kürtitel. An der Regung des Publikums spürte ich, daß die Sache gut ankam. Beim hohen Schwierigkeitsgrad der My Fair Lady mußten dann einfach die notwendigen Punkte gelingen. Und es hat ja auch geklappt.

  • Du bist die jüngste Stabführerin bei den 79er Titelkämpfen. Wie alt ist Birgit Lorenz?

„Ich werde im Dezember 17 Jahre alt. Übrigens hat unser Kollektiv ein Durchschnittsalter von nicht einmal 20 Jahren. Es spricht also auch die Zukunft für Union, zumal bei uns in Mühlhausen eine hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird und über eventuelle Nachfolger keinerlei Sorgen bestehen.“

  • Seit wann bist Du Spielmann?

„Vor fünf Jahren begann ich als Lyraspielerin im Nachwuchszug, in dem man mich schon nach sechs Monaten als Stabführerin einsetzte. Im Oktober 1977 kam ich dann zu den ‚Großen‘.“

  • Für die eigenwillige, technisch nahezu perfekt vorgetragene My Fair Lady gab es Beifall auf offener Szene und am Ende Ovationen wie man sie selten erlebte. Da steckt doch enormer Trainingsfleiß dahinter, bevor dieser Titel saß?

„Es hatte uns im Vorjahr mächtig gewurmt, daß die großartigen Hallenser unsere Siegesserie unterbrachen. Dies führte bei uns natürlich zu Überlegungen, wie wir eben wieder an die Spitze zurückkehren konnten. Und dies ging nur über eine erhöhte Trainingsbelastung, die dann auch jeder auf sich nahm. Im Januar begannen wir mit der ‚Lady‘, sicherlich das Schwierigste, was wir bisher bewältigten. Zweimal wöchentlich trainierten wir je zwei Stunden im Kollektiv. Darüber hinaus gab es noch für jeden ‚Hausaufgaben‘, gingen wir auch in ein Trainingslager. Und es hat sich gelohnt.“

  • Was machst Du beruflich?

„Ich besuche die Erweiterte Oberschule ‚Erich Weinert‘ in Mühlhausen. In diesem Jahr machte ich mit gut die mittlere Reife, 1981 soll das Abitur folgen.“

  • Hast Du in der Schule sogenannte ‚Schokoladenfächer‘?

„Natürlich Musik, hier stehe ich auf einer glatten 1, und dann Sprachen sowie Sport. Sprachen möchte ich später einmal studieren.“

(Das Gespräch führte Günther Gießler)

UWE KLEIN, Stellvertreter des Vorsitzenden der ZSK für Propaganda/Kultur, beglückwünscht Werner Czerwinka, den Stabführer von Dynamo Halle zum Vizemeister der Spielmannszüge. Die Hallenser boten erneut ein attraktives Kürprogramm.
LOK MÜHLHAUSEN vermochte zwar nicht die eindrucksvollen Kürdarbietungen der Unioner zu erreichen, trotzdem gefielen sie in Taucha mit ihrem disziplinierten Spiel. Der Lok-Klangkörper gehört zu jenen, die um Anschluß an die Spitze bemüht sind.

Seiten 4 & 5

Die Bezirksmeisterschaften 1979 auf einen Blick

Die regionalen und zentralen Wettkämpfe des Jahres 1979 sind abgeschlossen, ausgewertet und eingeschätzt. Die Bezirksmeisterschaften vermittelten wichtige Erkenntnisse zum Stand aller Kollektive in musikalisch-technischer Hinsicht. Es gab wieder auffallend viele Abzüge in der Strafskala. Disqualifiziert wurden sieben Kollektive: Ein Spielmannszug der Erwachsenen, zwei Nachwuchs-Spielmannszüge, drei Fanfarenzüge und eine Schalmeienkapelle.

Die Resultatsübersicht aller Bezirksmeisterschaften sollten die Kollektive nutzen, um einen Vergleich der eigenen Leistung zu jener anderer Klangkörper zu ziehen. Für die Zahlenangaben kann die AG Wettkämpfe nicht in jedem Falle die Gewähr übernehmen!

BERLIN

Spielmannszüge Nachwuchs
1. Autotrans Berlin 35,90
2. WBK Berlin 34,75
Fanfarenzüge
1. Dynamo NW Berlin 46,30
Pokalwettbewerb:
1. Tiefbau Berlin
Schalmeienkapellen
Pokalwettbewerb:
1. Dynamo Hohenschönhausen
Bereichsmeisterschaft Nord
Schalmeienkapellen
1. Stahl Hettstedt/E 43,55
2. Traktor Fichtenberg/N 33,20
Fanfarenzüge
1. BKW Lübbenau 47,40
2. Vorwärts Strausberg 46,35
3. Einheit Zeitz 41,70
Disqualifiziert:
BMK Eisleben
Lok Stendal

COTTBUS

Spielmannszüge Erwachsene
1. TSG Lübbenau 50,70
2. Traktor Hirschfeld 50,45
3. Motor Lauchhammer 43,75
4. Fortschritt Cottbus 43,30
5. Empor Dahme 41,30
6. Chemie Döbern 37,35
Pokalwettbewerb:
1. Einheit Ruhland
Spielmannszüge Nachwuchs
1. TSG Lübbenau I 48,80
2. Motor Lauchhammer 40,20
3. TSG Lübbenau II 37,10
4. Einheit Ruhland 34,50
5. Einheit Bad Muskau 31,25
6. Turbine Lauta 30,10
Disqualifiziert:
Traktor Hirschfeld
Fanfarenzüge
1. BKW Calau I 42,20
2. BKW Calau II 36,15
Pokalwettbewerb:
1. Pionierhaus Hoyerswerda
Schalmeienkapellen
1. Traktor Fichtenberg I 34,20
2. Traktor Fichtenberg II 32,85

DRESDEN

Spielmannszüge Erwachsene
1. Robotron Radeberg 49,85
2. Stahl Freital 48,40
3. VB Dresden 39,95
Pokalwettbewerb:
1. Traktor Zabeltitz
2. SG Oberlichtenau
Spielmannszüge Nachwuchs
1. SG Kleinröhrsdorf 45,10
2. Robotron Radeberg 45,00
3. SG Großdrebnitz 41,70
4. SG Oberlichtenau 40,65
5. Traktor Zabeltitz 39,95
6. SG Lommatzsch 31,35
7. VB Dresden 30,70
Pokalwettbewerb:
1. Stahl Freital 47,40

ERFURT

Spielmannszüge Erwachsene
1. Sachsensiedlung Mühlhausen 51,45
2. Traktor Luisenthal 47,70
3. Traktor Mellingen 40,35
4. Fortschr. Heiligenstadt 40,00
5. Empor Bad Langensalza 38,90
6. Medizin Erfurt 37,95
Pokalwettbewerb:
1. Union Mühlhausen
2. Lok Mühlhausen
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Lok Mühlhausen 45,90
2. Sachsensiedlung Mühlhausen 44,20
3. Fortschr. Heiligenstadt 40,00
4. Traktor Luisenthal 38,15
Pokalwettbewerb:
1. Union Mühlhausen 51,40
Fanfarenzüge
1. Traktor Oßmannstedt 44,85
2. SG Bachra 43,45
Disqualifiziert:
Nordhausen

FRANKFURT/O.

Spielmannszüge Erwachsene
1. Chemie PCK Schwedt 44,60
2. Tiefbau Eberswalde 43,90
3. Motor Oderberg 35,40
4. Tiefbau Frankfurt/O. 34,05
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Tiefbau Eberswalde 40,90
Pokalwettbewerb:
1. Chemie PCK Schwedt 43,55
Fanfarenzüge
1. ASG Vorwärts Strausberg 47,90
Schalmeienkapellen
1. LPG Tantow 43,45

GERA

Spielmannszüge Erwachsene
1. Empor Klengel-Serba 48,55
2. Traktor Reichstädt 42,35
3. WBK Gera 36,45
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Empor Klengel-Serba 39,65
Fanfarenzüge
1. Einheit Woltersdorf 43,10
Pokalwettbewerb:
1. Einheit Elsterberg
2. Greika Greiz
3. Fortschritt Teichwolframsdorf
Schalmeienkapellen
Pokalwettbewerb:
1. Stahl Maxhütte
2. SG Kleinreinsdorf
Bereichsmeisterschaft Süd
Schalmeienkapellen
1. SG Neugernsdorf 46,90
2. Traktor Rüdersdorf 42,70

HALLE

Spielmannszüge Erwachsene
1. Stahl Hettstedt 46,45
2. Motor Zeitz 45,60
3. Aufbau Gernrode 43,15
4. MK Benndorf 41,40
5. Chemie Bernburg 40,95
6. Traktor Ringleben 38,35
7. Traktor Pansfelde 33,35
Pokalwettbewerb:
1. MK Ziegelrode
2. Dynamo Halle
3. Baukema Aschersleben
4. Chemie Rodleben
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Stahl Hettstedt 40,75
2. Chemie Rodieben 39,50
3. MK Ziegelrode 35,00
Pokalwettbewerb:
1. Dynamo Halle 49,70
2. Baukema Aschersleben 45,90
Fanfarenzüge
1. Einheit Pädagogik Zeitz 41,60
2. BMK Eisleben 40,65
Pokalwettbewerb:
1. Stahl Hettstedt
Schalmeienkapellen
1. Stahl Hettstedt 41,50
2. SG Pretzsch 32,80

K.-MARX-STADT

Spielmannszüge Erwachsene
1. Aufbau Karl-Marx-Stadt 42,40
2. Fortschritt Oelsnitz 41,25
3. Sachsenring Zwickau 36,50
4. SG Marbach-Schellenberg 31,90
Spielmannszüge Nachwuchs
Disqualifiziert:
Sachsenring Zwickau
Fanfarenzüge
1. Motor Werdau 42,85
Schalmeienkapellen
Pokalwettbewerb:
1. Empor Plauen/E
Disqualifiziert:
Empor Plauen/N
Bereichsmeisterschaft Süd
Fanfarenzüge
1. SG Bachra 43,10
keine weiteren Teilnehmer

LEIPZIG

Spielmannszüge Erwachsene
1. Einheit Mutzschen 46,50
2. Einheit Wurzen 46,00
3. SG Süptitz 44,00
4. LVB Leipzig 43,10
5. Aktivist Haselbach 40,00
6. Traktor Lumpzig 38,80
7. Motor Altenburg 38,65
8. Traktor Taucha 37,25
9. Motor Schmölln 36,20
10. POS Gößnitz 33,95
11. Traktor Belgern 26,40
12. Fortschritt Groitzsch 26,30
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Motor Altenburg 39,35
2. 4. POS Torgau 37,15
3. Einheit Wurzen 36,65
4. Ragewitz-Dürrweitzschen 32,45
5. Traktor Lumpzig 27,30
6. POS „H. Duncker” Leipzig 22,65
7. Einheit Schmölln 21,50
Fanfarenzüge
1. Einheit Päd. Leipzig 42,95
2. Medizin Markkleeberg 36,60
Schalmeienkapellen
1. SG Langenreichenbach 29,35
Pokalwettbewerb:
1. SG Zinna

MAGDEBURG

Spielmannszüge Erwachsene
1. HKZW Rübeland 48,65
2. Aufb. Elbe Magdeburg 44,80
3. KSZ Seehausen 43,60
4. BSG Veckenstedt 40,50
5. Traktor Möhringen 39,15
Disqualifiziert:
Stahl Ilsenburg
Pokalwettbewerb:
1. Traktor Hasselfelde
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Aufb. Elbe Magdeburg 43,40
2. Traktor Hasselfelde 35,85
3. BSG Veckenstedt 29,55
Fanfarenzüge
1. Lok Stendal 18,95
2. Empor Goldbeck

NEUBRANDENB.

Schalmeienkapellen
1. Dynamo Malchin 40,00
2. Empor Altentreptow 39,95

POTSDAM

Spielmannszüge Erwachsene
1. Traktor Pritzwalk 49,90
2. Chemie Premnitz 49,00
3. Motor Treuenbrietzen 48,80
4. SG Mittenwalde 47,80
5. Einheit Pritzerbe 47,50
6. Turbine Golzow 45,25
7. DEFA Babelsberg 44,25
Pokalwettbewerb:
1. Stahl Brandenburg
2. Aufbau Brandenburg
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Chemie Premnitz 43,45
2. Motor Treuenbrietzen 42,95
3. Turbine Golzow 41,10
4. Einheit Pritzerbe 32,50
Pokalwettbewerb:
1. Stahl Brandenburg 45,35
2. Traktor Pritzwalk 44,60
3. Aufbau Brandenburg 43,00
Fanfarenzüge
Pokalwettbewerb:
1. Dynamo Potsdam 54,35
Schalmeienkapellen
1. Motor Rathenow 48,80
Pokalwettbewerb:
1. Lok Brandenburg

ROSTOCK

Spielmannszüge Erwachsene
1. Motor Barth 44,60
2. Einheit Tessin 40,10
3. Motor Wolgast 39,60
4. Motor Stralsund 37,20
5. Traktor Lübow 27,40
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Einheit Tessin 34,70
2. Motor Stralsund 29,80
3. Motor Wolgast 26,50

SCHWERIN

Spielmannszüge Erwachsene
1. Empor Perleberg 44,20
2. CMV Wittenberge 44,10
3. Dynamo Bützow 36,00
4. Einheit Parchim 32,60
Spielmannszüge Nachwuchs
1. CMV Wittenberge 33,00
Pokalwettbewerb:
1. Empor Perleberg 42,30

SUHL

Spielmannszüge Erwachsene
1. Traktor Gehren 40,10
2. Traktor Martinroda 38,15
3. Fortschr. Geschwenda 30,05
Pokalwettbewerb:
1. Chemie Geraberg
Spielmannszüge Nachwuchs
1. Traktor Gehren 34,15
Pokalwettbewerb:
1. Chemie Geraberg 44,95

Seite 6

Höhepunkte im Bild: Das Nationale Jugendfestival Pfingsten in Berlin

DIESER KLEINE BILDAUSSCHNITT soll einen Eindruck vom Auftreten der Spielleute zum Nationalen Jugendfestival venmitteln, den Fotoreporter Bernd Friedrich eingefangen hat. Mit dem traditionellen Gruß der Rotfrontkämpfer (oben links) geht es ins Stadion der Weltjugend. Natürlich fehlten auch die Schalmeien, das typische Instrument der Spielleute des Rotfrontkämpferbundes nicht (oben rechts). Immer wieder wurde vom Regiepult beim Training an der Verfeinerung des Spielleute-Auftritts gearbeitet (ganz rechts). Und dann war es soweit: mit großem Beifall marschierte unsere Formation ins ausverkaufte Stadion der Weltjugend (unten).

Seite 7

MR Dr. Klaus Becker

wurde am 3. Oktober 60 Jahre alt. Dr. Becker ist Spielmann aus Leidenschaft und weit über die Grenzen von Pritzwalk hinaus seit Jahren geachtet und geschätzt. Seiner Einsatzbereitschaft und seinem Engagement ist es vor allem zu danken, daß 1960 in Pritzwalk ein Spielmannszug gebildet werden konnte. Medizinalrat Dr. Becker stellte uneigennützig seine ohnehin geringe Freizeit zur Verfügung, um die Spielleutebewegung in Pritzwalk auf einer breiteren Basis aufzubauen.

In enger Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt gelang es ihm vor zehn Jahren, einen Kinderspielmannszug zu gründen. Als Übungsleiter und Sektionsleiter unserer BSG Traktor gilt seine besondere Aufmerksamkeit der Ausbildung des Nachwuchses. Dr. Becker bemüht sich auch intensiv, junge Pritzwalker Übungsleiter mit den erforderlichen Kenntnissen auszurüsten. Wir hoffen, daß er uns noch lange erhalten bleibt und wünschen unserem Medizinalrat und Sportfreund im nächsten Lebensjahrzehnt weiterhin viel Schaffenskraft und schöne Stunden im Kreise seiner Spielleute.

Spielmannszug Traktor Pritzwalk

TAMBOUR-INTERVIEW

mit Bodo Clauß

Stellvertreter des Vorsitzenden der Zentralen Spielleutekommission für künstlerische Arbeit

Flöten immer besser

  • Die diesjährige DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge unterstrich den Aufschwung, den die Spielleutebewegung des DTSB auch in diesem Genre genommen hat. Sehen wir uns den Leistungsstand in den einzelnen Instrumentengruppen etwas genauer an. Die Flöten beispielsweise.

„Hier sind vielleicht die deutlichsten Fortschritte gelungen. Man spielt einfach grifftechnisch besser, und dies nicht nur in der Sonderklasse. Auch das Anblasen ist tontechnisch jetzt auf hohem Niveau, die Flötentöne sind sofort voll da. Hier spürt man doch die enorme Trainingsarbeit, die geleistet wurde. Die gleiche Intensität muß nun gehalten werden, wenn das Niveau nicht wieder abfallen soll.“

  • Fielen ausgesprochene Spitzflötisten auf?

„Oh, da gibt es glücklicherweise eine stattliche Anzahl perfekter Solisten. Ich möchte hier nur den Hallenser Gerhard Müller sowie Rolf Lorenz und Dr. Erhard Güttner aus dem Klangkörper des Meisters nennen. Aber auch in anderen Kollektiven hat man großartige FIlötisten.“

  • Etwas anders fällt sicherlich eine Einschätzung des Lyraspiels aus?

„Leider. Die Lyren sind in Pflicht und Kür immer etwas zu schnell. Dies stört die Harmonie und führt außerdem zu Punktabzügen. Hier muß das Rhythmusgefühl geschult werden, sind die Platten einfach besser zu treffen. Präzision ist also bei den Lyren das Gebot der Stunde.“

  • Und bei den Hörnern?

„Auch hier sollte man in den Übungsstunden mehr Aufmerksamkeit investieren. War das Hörnerspiel bei Dynamo Halle, Union Mühlhausen und Baukema Aschersleben sehr gut, gilt es bei allen anderen teils erhebliche Abstriche zu machen. Die Hörner sind oft nicht in der Lage, die Fabel richtig durchzuspielen.“

  • Lobend äußerten sich jene Kampfrichter, die das Spiel der Trommler einzuschätzen hatten...

„Und dies mit Recht. Die Dynamik und Exaktheit der Hoch- und Flachtrommler ist gegenüber 1978 viel besser geworden. Da gab es diesmal kaum Abstriche zu machen. Und das auch hier noch Reserven zu erschließen sind bewiesen die Hallenser. Ihr effektvolles Schlagen mit den Trommelstöcken ist etwas für Auge und Ohr. Davon bleibt das Publikum und auch der Kampfrichter nicht unbeeindruckt. Man muß nur Ideen haben und auch einmal neue Wege einschlagen. Wer Mut hat, heilige Kühe zu schlachten, wird meist belohnt.“

  • Man hatte in Taucha den Eindruck, daß nur jene erfolgreich abschnitten, die ihr Programm zu modernisieren verstanden. Alte Hüte ließen sich beim Publikum schlecht „verkaufen“.

„Es ist nur zu natürlich, daß moderne, schwierig zu spielende Titel die größte Resonanz finden. Aber eben das Moderne allein macht es noch lange nicht. Man muß die My Fair Lady oder den spanischen Zigeunertanz eben so attraktiv und effektvoll vorführen können, wie dies Union Mühlhausen bzw. Dynamo Halle taten.“

  • Bei solch schwierigen Darbietungen ist das Fehler-Risiko natürlich sehr hoch. Indes gab es aber auch Kollektive, die sich unnötigerweise Risiken aufluden. Ich denke hier nur an „Mein Geratal“ der Geraberger.

„Dieses entschieden zu lange Potpourri hat tatsächlich viele Fehlerquellen, die in keinem Verhältnis zum Schwierigkeitsgrad des Titels stehen. Und wer begibt sich schon unnötig in Gefahr...“

Rudolf Busse

beging am 5. September seinen 60. Geburtstag. Die Erfolge des Klangkörpers der TSG Lübbenau sind eng mit seinem Namen verbunden. Rudolf Busse genießt weit über den Bezirk Cottbus hinaus hohes Ansehen bei allen Spielleuten. Als Aktivist der ersten Stunde half er beim Aufbau unserer Sportbewegung, unserer Spielleutemusik maßgeblich mit. Rudolf Busse leistet als Sektionsleiter, BFA- und KFA-Mitglied Hervorragendes. Wir Spielleute sind stolz auf ihn.

BFA Cottbus

Walter Horn

vollendete am 9. Oktober sein sechstes Lebensjahrzehnt. Der Jubilar ist Stabführer des Spielmannszuges von Traktor Luisenthal und bildet seit Jahren den Nachwuchs aus. Seine Tätigkeit als Stabführer und Übungsleiter profilierte wesentlich unseren Klangkörper, so daß wir den 60. Geburtstag zum Anlaß nehmen, um unseren Walter recht herzlich zu. danken. Ohne Walter Horn wären die Luisenthaler Spielleute nicht so ein großartiges Kollektiv wie sie es heute sind.

Luisenthaler Spielmannszug

Erich Miguhl

feierte am 26. September seinen 60. Geburtstag. Von Anfang an ist er bei den Groitzscher Spielleuten dabei, gehört Erich Miguhl zu den Mitbegründern des Spielmannszuges von Fortschritt Groitzsch. Bereits als elfjähriger entdeckte er in der Arbeitersportbewegung seine Liebe zur Musik des Spielmannes. Und er kam bis zum heutigen Tage davon nicht wieder los. Wir hoffen, daß unser Erich noch lange in unserer Mitte sein kann und wir von seinen Erfahrungen weiterhin profitieren.

Groitzscher Spielmannszug

Nachruf!

Voller Schmerz erfuhren wir, daß unser lieber Sportfreund

Walter Gräfe

im Alter von 67 Jahren verstorben ist.

Walter Gräfe leitete viele Jahre den Mädchenspielmannszug der BSG Meßelektronik Dresden. Er hat fast sechs Jahrzehnte seines Lebens der Spielleutemusik gewidmet und besitzt wesentlichen Anteil am Aufbau und der Entwicklung vieler Spielleute-Kollektive des Bezirkes Dresden. Als Bundesstabführer und Initiator der Rödertaltreffen machte er sich in den sechziger Jahren um die gesamte Spielleutebewegung verdient. Sein vorbildliches Wirken für unsere sozialistische Sportorganisation würdigte man mit zahlreichen hohen staatlichen Auszeichnungen. Walter Gräfe ist Träger des Ordens „Banner der Arbeit“, der Verdienstmedaille der DDR und der Ehrennadel des DTSB der DDR in Gold.

Wir Spielleute halten sein Vermächtnis immer in Ehren.

BFA Dresden

Gottfried Hesse, Vorsitzender

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EINE EINDRUCKSVOLLE STUDIE, eingefangen beim Platzkonzert vor dem Berliner Fernsehturm. Der zentrale Nachwuchsspielmannszug begeisterte hier ein großes Publikum.
IM FRIESENSTADION gestalteten die Spielleute, hier sind es die zentralen Mädchen- und Nachwuchsspielmannszüge, die Höhepunkte zum Nationalen Jugendfestival und der Abschlußfeier der Kinder- und Jugendspartakiade der DDR maßgeblich mit.

Pflichtrepertoire 1980

1. Spielmannszüge

Erwachsene

Sonderklasse

Hornmärsche:

  • Frisch voran
  • Mit vereinten Kräften

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten
  • Castaldo

Leistungsklasse I

Hornmärsche:

  • Frisch voran
  • Mit vereinten Kräften

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten
  • Castaldo

Leistungsklasse II

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten

Leistungsklasse III

Hornmärsche:

  • keinen

Flötenmärsche:

  • Goldene Trompeten
Nachwuchs

Sonderklasse

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Goldene Trompeten
  • Castaldo

Leistungsklasse I

Hornmärsche:

  • Frisch voran

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Goldene Trompeten

Leistungsklasse II

Hornmärsche:

  • keinen

Flötenmärsche:

  • Lustige Turner
  • Goldene Trompeten (1. und 2. Flöte)

2. Schalmeienkapellen

Sonderklasse

  • Gruß aus Klingenthal
  • Gruß aus Luckenau
  • Hoch Heidecksburg

Leistungsklasse

  • Gruß aus Klingenthal
  • Freundschaftsklänge
  • Jägermarsch

Bereichsklasse

  • Gruß aus Klingenthal
  • Arbeitsmänner

3. Fanfarenzüge

Sonderklasse

  • Marsch der Freundschaft
  • Frisch voran
  • Mit vereinten Kräften
  • NVA-Marsch (Es)

Leistungsklasse

  • Frohe Klänge
  • Dynamomarsch
  • Marsch der Freundschaft
  • Mit vereinten Kräften

Bereichsklasse

  • Spartakiademarsch (Es)
  • Sportler voran (Es)
  • Sport frei (Es)
  • Dynamomarsch (Es)

4. Mädchen-Spielmannszüge

  • Goldene Trompeten
  • Castaldo

Naundorfer feierten ihr Jubiläum

Ein kleines Jubiläum, nämlich ihr 20jähriges Bestehen, feierten die Spielleute der Schalmeienkapelle von Traktor Naundorf. Im Kreis Rochlitz des Bezirkes Karl-Marx-Stadt gelegen, versuchten im Frühjahr 1959 einige Begeisterte des Schalmeienspiels einen eigenen Klangkörper zu bilden. Die Sportfreunde Greif, Schmidt, Bertholt und Kurze gehörten zu jenen Initiatoren, die damals praktisch von Haus zu Haus gingen, um für die Spielleutemusik zu werben.

Mit Erfolg, wie sich zeigen sollte. Sie fanden in der BSG-Leitung und beim Rat der Gemeinde offene Ohren für ihr Anliegen. Schließlich benötigte man für eine Kapelle nicht wenige Instrumente, die erst einmal angeschafft werden mußten. Seither entwickelte sich der Klangkörper dank guter Nachwuchspflege immer besser. Heute musizieren 28 spielleute in dieser kleinen Gemeinde. Und immerhin vermochte man im Vorjahr Bereichsmeister Süd zu werden.

80 Spielleute bei Medizin Görlitz

Der Spielmannszug von Medizin Görlitz wurde zehn Jahre alt. Mit 15 Spielleuten hatte Dr. Güttner, der erste Leiter dieses Zuges, den nicht leichten Anfang gemacht. Heute verfügt die Sektion mit dem Nachwuchs über eine Stärke von über 80 Mitgliedern. Das vorbildliche Wirken dieses Zuges, der in der gesamten Oberlausitz einen guten Ruf genießt, wurde mit der Auszeichnung als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ gewürdigt.

Eine ganze Reihe Spielleute, mit den Sportfreunden Exner und Sobiesky an der Spitze, bemühen sich, das Niveau des Görlitzer Klangkörper weiter zu verbessern. Bei zahlreichen gesellschaftlichen Höhepunkten des Kreises wirkten die Görlitzer mit. Sie sind überall gern gesehene Gäste. Bei den Dresdner Bezirksmeisterschaften wurde man einmal Zweiter und einmal Dritter. Leider sah man die Görlitzer hier selten am Start.

Zu den Fotos auf Seite 1:

DIE SIEGER der diesjährigen DDR-Meisterschaft der Fanfarenzüge stellen sich den Fotoreportern (oben): die Stabführer von Dynamo Potsdam (alter und neuer Meister), Stahl Hettstedt und des Pionierhauses Hoyerswerda.

DER ZENTRALE MÄDCHENSPIELMANNSZUG spielte beim Eintreffen des Spartakiadefeuers vor der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle.


Herausgeber: Bundesvorstand des DTSB der DDR, Abteilung Propaganda/Kultur, Sektor Spielleute — Verantwortlicher Redakteur: Günther Gießler — Veröffentlicht unter der Lizenz-Nr. 698 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR — Satz und Druck: VEB Verlagsdruckerei Typodruck — Schaubek, Bereich Döbeln III-8-4