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Der Tambour/Ausgabe 1979 07: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Von der DDR-Meisterschaft 1979 der Erwachsenen-Spielmannszüge === | |||
==== Die Titelträger ==== | |||
Ingo Ackermann, Flöte | |||
<br />Ivonne Bachmann, Flöte | |||
<br />Jochen Bohla, Große Trommel | |||
<br />Uwe Burghardt, Trommel | |||
<br />Thomas Essiger, Flöte | |||
<br />Gabi Geiger, Flöte | |||
<br />Heike Glowacz, Flöte | |||
<br />Dr. Erhard Güttner, Flöte | |||
<br />Birgit Hause, Lyra | |||
<br />Silvia Heller, Trommel | |||
<br />Monika Jacobi, Flöte | |||
<br />Kerstin Jeny, Lyra | |||
<br />Christiane Köhler, Flöte | |||
<br />Thomas Krahl, Trommel | |||
<br />Bernd Lorenz, Flöte | |||
<br />Birgit Lorenz, Stabführer | |||
<br />Jörg Lorenz, Flöte | |||
<br />Rolf Lorenz, Flöte | |||
<br />Michael Löwe, Flöte | |||
<br />Jörg Lustermann, Trommel | |||
<br />Rolf Melle, Flöte | |||
<br />{LOCH} Jost-Burkardt Muhl, Trommel | |||
<br />Sitta Muhl, Flöte | |||
<br />Petra Mundin, Flöte | |||
<br />Ute Pulkis, Flöte | |||
<br />Michael Quenkert, Trommel | |||
<br />Peter Quenkert, Trommel | |||
<br />Knut Reiß, Trommel | |||
<br />Christian Schaege, Flöte | |||
<br />Brigitte Schmidt, Flöte | |||
<br />Ramona Scholz, Lyra | |||
<br />Petra Schreiber, Flöte | |||
<br />Volker Schwarz, Becken | |||
<br />Birgit See, Flöte | |||
<br />Uwe Simmrow, Trommel | |||
<br />Ulli Wiedenroth, Flöte | |||
<br />Ines Zeng, Lyra | |||
<br />'''Sektionsleiter:''' | |||
<br />Egon Herrmann | |||
[[Datei:DerTambour1979-7-3-1.png|mini|462x462px]] | |||
==== RENDEZVOUS mit Birgit Lorenz (Union Mühlhausen) ==== | |||
* '''Birgit, Du hast beim Einmarsch den Stab verloren. Warst Du so aufgeregt?''' | |||
„Ich glaube schon, denn so etwas war mir noch nie passiert. Doch mit dem Einsatz zum ersten Takt war alle Nervosität verflogen.“ | |||
* '''Gab es während des Kürvortrages einen Moment, wo Du der festen Überzeugung warst, daß der Titel nach Mühlhausen geht?''' | |||
„Eigentlich nach dem Sirius-Marsch unserem ersten Kürtitel. An der Regung des Publikums spürte ich, daß die Sache gut ankam. Beim hohen Schwierigkeitsgrad der My Fair Lady mußten dann einfach die notwendigen Punkte gelingen. Und es hat ja auch geklappt. | |||
* '''Du bist die jüngste Stabführerin bei den 79er Titelkämpfen. Wie alt ist Birgit Lorenz?''' | |||
„Ich werde im Dezember 17 Jahre alt. Übrigens hat unser Kollektiv ein Durchschnittsalter von nicht einmal 20 Jahren. Es spricht also auch die Zukunft für Union, zumal bei uns in Mühlhausen eine hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird und über eventuelle Nachfolger keinerlei Sorgen bestehen.“ | |||
* '''Seit wann bist Du Spielmann?''' | |||
„Vor fünf Jahren begann ich als Lyraspielerin im Nachwuchszug, in dem man mich schon nach sechs Monaten als Stabführerin einsetzte. Im Oktober 1977 kam ich dann zu den ‚Großen‘.“ | |||
* '''Für die eigenwillige, technisch nahezu perfekt vorgetragene My Fair Lady gab es Beifall auf offener Szene und am Ende Ovationen wie man sie selten erlebte. Da steckt doch enormer Trainingsfleiß dahinter, bevor dieser Titel saß?''' | |||
„Es hatte uns im Vorjahr mächtig gewurmt, daß die großartigen Hallenser unsere Siegesserie unterbrachen. Dies führte bei uns natürlich zu Überlegungen, wie wir eben wieder an die Spitze zurückkehren konnten. Und dies ging nur über eine erhöhte Trainingsbelastung, die dann auch jeder auf sich nahm. Im Januar begannen wir mit der ‚Lady‘, sicherlich das Schwierigste, was wir bisher bewältigten. Zweimal wöchentlich trainierten wir je zwei Stunden im Kollektiv. Darüber hinaus gab es noch für jeden ‚Hausaufgaben‘, gingen wir auch in ein Trainingslager. Und es hat sich gelohnt.“ | |||
* '''Was machst Du beruflich?''' | |||
„Ich besuche die Erweiterte Oberschule ‚Erich Weinert‘ in Mühlhausen. In diesem Jahr machte ich mit gut die mittlere Reife, 1981 soll das Abitur folgen.“ | |||
* '''Hast Du in der Schule sogenannte ‚Schokoladenfächer‘?''' | |||
„Natürlich Musik, hier stehe ich auf einer glatten 1, und dann Sprachen sowie Sport. Sprachen möchte ich später einmal studieren.“ | |||
(Das Gespräch führte Günther Gießler) | |||
[[Datei:DerTambour1979-7-3-3.png|mini|'''UWE KLEIN,''' Stellvertreter des Vorsitzenden der ZSK für Propaganda/Kultur, beglückwünscht Werner Czerwinka, den Stabführer von Dynamo Halle zum Vizemeister der Spielmannszüge. Die Hallenser boten erneut ein attraktives Kürprogramm.]] | |||
[[Datei:DerTambour1979-7-3-2.png|ohne|mini|'''LOK MÜHLHAUSEN''' vermochte zwar nicht die eindrucksvollen Kürdarbietungen der Unioner zu erreichen, trotzdem gefielen sie in Taucha mit ihrem disziplinierten Spiel. Der Lok-Klangkörper gehört zu jenen, die um Anschluß an die Spitze bemüht sind.]] | |||
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Version vom 17. Juni 2026, 11:06 Uhr
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| Nummer 7/1979 | |
| Nummer: | 7/79 |
| Erschienen: | 07/1979 |
| Jahrgang: | 12 |
| Seiten: | 8 |
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Seite 1
HEUTE AUF SEITE
| 2 | Diese My Fair Lady ging allen „unter die Haut“ |
| 3 | Birgit Lorenz: Die Welt wieder „zurechtgerückt“ |
| 7 | Flöten immer besser — ein Gespräch mit Bodo Clauß |


Seite 2
Von der DDR-Meisterschaft 1979 der Erwachsenen-Spielmannszüge
Diese My Fair Lady ging allen »unter die Haut«
Rekordmeister Union Mühlhausen holte sich mit begeisterndem Programm den Titel zurück / Auch Dynamo Halle spielte erneut bravourös / Absteiger: Aufbau Brandenburg, Ruhland und Rodleben / Hohes Leistungsniveau der Spielleutemusik eindrucksvoll

Taucha, die etwa 15 000 Einwohner zählende Kreisstadt vor den Toren Leipzigs, erlebte die 8. DDR-Meisterschaft der Erwachsenen-Spielmannszüge. Viele erwarteten einen Zweikampf zwischen Titelverteidiger Dynamo Halle und Rekordmeister Union Mühlhausen. Sie bekamen das prophezeite Duell dann auch geboten und noch einiges mehr, nämlich eine Leistungssteigerung der besten Kollektive in musikalisch-technischer Hinsicht wie man sie vor Jahren nicht für möglich hielt. „Für mich hat Union Mühlhausen eine Grenze erreicht, die in absehbarer Zeit nicht zu überbieten ist“, konstatierte tief beeindruckt der Stellvertreter des Vorsitzenden der ZSK für künstlerische Arbeit, Bodo Clauß. Damit haben wir schon gesagt, wer das Duell Union — Dynamo für sich entschied, der Klangkörper aus der Spielleutehochburg Mühlhausen.
Bereits nach der Pflicht hatten sich Union und Dynamo punktgleich (je 34,40) an die Spitze gespielt. Und als man vom hohen Schwierigkeitsgrad der Mühlhausener Kürmusik erfuhr, schien eine Vorentscheidung bereits gefallen. Bei der Ausgeglichenheit beider Kollektive mußte Union nach dem Sirius-Marsch (4,6) schon den zweiten Kürtitel verpatzen, wenn Halle mit einem zwar effektvoll und gekonnt dargebotenem Kürprogramm (Ungarische Tänze/4,1 — Spanischer Zigeunertanz/4,5) siegen sollte. Der Rekordmeister hatte mit der My Fair Lady (Höchstschwierigkeitsgrad 4,8) einen ausgesprochenen Knüller zum Abschluß parat, der die Zuschauer schier aus dem Häuschen geraten ließ. Das ging „unter die Haut“, animierte die Kampfrichter berechtigt zu hohen Noten. Hinter den beiden stärksten Klangkörpern steigerte sich auch MK Ziegelrode erheblich und schob sich nach dem fünften Platz in der Pflicht noch auf den bronzenen Rang. Auch die Kollektive des vorderen Mittelfeldes, Lok Mühlhausen, Traktor Zabeltitz und Chemie Geraberg, wußten zu gefallen.
Aufbau Brandenburg hatte sich nach solider Pflichtleistung an die achte Stelle geschoben und glaubte die Sonderklasse für ein weiteres Jahr zu haben. Dann bot man in der Kür von allen 13 Kollektiven das mit Abstand schwächste Programm (La Bora ohne Variationsanteil!), mußte im Hauptpunkt 2 mit 3,8 Punkten zufrieden sein. Dies bedeutete den Abstieg mit solch traditionsreichen Klangkörpern wie Einheit Ruhland und Chemie Rodleben (ein Interview mit Bodo Clauß zum künstlerischen Niveau dieser Titelkämpfe bringen wir auf Seite 7).
Das Kampfgericht: Hauptkampfrichter: Erwin Dietrich (Leipzig). Kampfrichter: Bodo Clauß (Leipzig), Michael Freitag (Radeberg), Manfred Kirstaler (Eberswalde), Lothar Lier (Suhl), Gerhard Lüdige (Treuenbrietzen), Frank-M. Müller (Lübbenau), Bernd Neumann (Mittenwalde), Ralf Petzold (Wurzen), Bodo Rieg (Lübbenau), Wilfried Röglin (Schwedt), Burghard Sassa (Magdeburg), Gerhard Schulze (Golzow), Jörg Schulze (Eberswalde), Knut Simmang (Radeberg), Kurt Tägner (Brandenburg), Wolfgang Triebel (Luisenthal). Mandat: Helga Dietrich (Leipzig). Berechnung: Günter Ruhland (Ruhland). Sprecher: Dieter Knoppe (Ruhland).
Die bisherigen Medaillengewinner auf einen Blick:
| 1970 | ||
|---|---|---|
| 1. | Medizin Mühlhausen | 56,59 |
| 2. | Motor Lauchhammer | 55,96 |
| Motor Zeitz | 55,23 | |
| 1971 | ||
| 1. | Medizin Mühlhausen | 57,85 |
| 2. | Motor Lauchhammer | 56,80 |
| 3. | TSG Halle-Trotha | 55,78 |
| 1972 | ||
| 1. | Medizin Mühlhausen | 56,18 |
| 2. | Dynamo Halle | 55,10 |
| 3. | Traktor Zabeltitz | 53,23 |
| 1974 | ||
| 1. | Medizin Mühlhausen | 54,13 |
| 2. | MK Ziegelrode | 51,78 |
| 3. | Traktor Zabeltitz | 51,28 |
| 1975 | ||
| 1. | Medizin Mühlhausen | 54,23 |
| 2. | Dynamo Halle | 51,85 |
| 3. | MK Ziegelrode | 51,75 |
| 1976 | ||
| 1. | Medizin Mühlhausen | 51,100 |
| 2. | Dynamo Halle | 49,850 |
| 3. | Traktor Zabeltitz | 48,575 |
| 1978 | ||
| 1. | Dynamo Halle | 92,50 |
| 2. | Medizin Mühlhausen | 92,00 |
| 3. | Lok Mühlhausen | 87,45 |
| 1979 | ||
| 1. | Union Mühlhausen | 92,40 |
| 2. | Dynamo Halle | 91,00 |
| 3. | MK Ziegelrode | 88,10 |
| Gesamt | Kür | HP 1 | HP 2 | HP 3 | HP 4 | Schier- rigk. |
Pflicht | HP 1 | HP 2 | HP 3 | HP 4 | Strafsk. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Union Mühlhausen | 92,40 | 38,60 | 9,55 | 9,70 | 9,60 | 9,75 | 9,4 | 34,40 | 8,15 | 9,05 | 8,05 | 9,15 | 10,0 |
| 2. | Dynamo Halle | 91,00 | 38,00 | 9,35 | 9,50 | 9,45 | 9,70 | 8,6 | 34,40 | 8,10 | 9,00 | 8,45 | 8,85 | 10,0 |
| 3. | MK Ziegelrode | 88,10 | 36,80 | 8,85 | 9,15 | 9,30 | 9,50 | 8,2 | 33,10 | 7,45 | 8,65 | 8,10 | 8,90 | 10,0 |
| 4. | Baukema Aschersleben | 85,85 | 36,65 | 8,60 | 8,80 | 9,00 | 9,25 | 6,8 | 33,40 | 7,55 | 8,70 | 8,30 | 8,85 | 10,0 |
| 5. | Lok Mühlhausen | 84,80 | 35,50 | 8,55 | 8,50 | 9,05 | 9,40 | 6,3 | 33,00 | 7,40 | 8,70 | 8,20 | 8,70 | 10,0 |
| 6. | Traktor Zabeltitz | 84,60 | 34,50 | 8,45 | 7,35 | 9,20 | 9,50 | 6,9 | 33,20 | 7,10 | 8,30 | 8,65 | 9,15 | 10,0 |
| 7. | Chemie Geraberg | 84,50 | 33,45 | 6,95 | 8,55 | 8,80 | 9,15 | 8,1 | 32,95 | 7,45 | 8,60 | 8,40 | 8,50 | 10,0 |
| 8. | Stahl Brandenburg | 80,40 | 33,35 | 7,60 | 8,05 | 8,55 | 9,15 | 6,6 | 30,45 | 7,00 | 8,35 | 6,95 | 8,15 | 10,0 |
| 9. | Traktor Hasselfelde | 80,05 | 33,00 | 8,05 | 6,95 | 8,90 | 9,10 | 6,2 | 30,85 | 6,95 | 8,65 | 8,00 | 7,25 | 10,0 |
| 10. | SG Oberlichtenau | 79,00 | 31,45 | 7,50 | 6,35 | 8,65 | 8,95 | 6,8 | 30,75 | 6,70 | 8,20 | 7,55 | 8,30 | 10,0 |
| 11. | Aufbau Brandenburg | 77,75 | 29,25 | 7,65 | 3,80 | 8,80 | 9,00 | 6,4 | 32,10 | 7,10 | 8,55 | 7,85 | 8,60 | 10,0 |
| 12. | Einheit Ruhland | 76,60 | 31,60 | 7,10 | 7,75 | 8,10 | 8,65 | 6,4 | 28,60 | 5,85 | 7,85 | 7,55 | 7,35 | 10,0 |
| 13. | Chemie Rodleben | 74,30 | 30,65 | 7,20 | 6,95 | 7,80 | 8,70 | 6,1 | 28,55 | 5,95 | 7,05 | 8,00 | 7,55 | 9,0 |
Seite 3
Von der DDR-Meisterschaft 1979 der Erwachsenen-Spielmannszüge
Die Titelträger
Ingo Ackermann, Flöte
Ivonne Bachmann, Flöte
Jochen Bohla, Große Trommel
Uwe Burghardt, Trommel
Thomas Essiger, Flöte
Gabi Geiger, Flöte
Heike Glowacz, Flöte
Dr. Erhard Güttner, Flöte
Birgit Hause, Lyra
Silvia Heller, Trommel
Monika Jacobi, Flöte
Kerstin Jeny, Lyra
Christiane Köhler, Flöte
Thomas Krahl, Trommel
Bernd Lorenz, Flöte
Birgit Lorenz, Stabführer
Jörg Lorenz, Flöte
Rolf Lorenz, Flöte
Michael Löwe, Flöte
Jörg Lustermann, Trommel
Rolf Melle, Flöte
{LOCH} Jost-Burkardt Muhl, Trommel
Sitta Muhl, Flöte
Petra Mundin, Flöte
Ute Pulkis, Flöte
Michael Quenkert, Trommel
Peter Quenkert, Trommel
Knut Reiß, Trommel
Christian Schaege, Flöte
Brigitte Schmidt, Flöte
Ramona Scholz, Lyra
Petra Schreiber, Flöte
Volker Schwarz, Becken
Birgit See, Flöte
Uwe Simmrow, Trommel
Ulli Wiedenroth, Flöte
Ines Zeng, Lyra
Sektionsleiter:
Egon Herrmann

RENDEZVOUS mit Birgit Lorenz (Union Mühlhausen)
- Birgit, Du hast beim Einmarsch den Stab verloren. Warst Du so aufgeregt?
„Ich glaube schon, denn so etwas war mir noch nie passiert. Doch mit dem Einsatz zum ersten Takt war alle Nervosität verflogen.“
- Gab es während des Kürvortrages einen Moment, wo Du der festen Überzeugung warst, daß der Titel nach Mühlhausen geht?
„Eigentlich nach dem Sirius-Marsch unserem ersten Kürtitel. An der Regung des Publikums spürte ich, daß die Sache gut ankam. Beim hohen Schwierigkeitsgrad der My Fair Lady mußten dann einfach die notwendigen Punkte gelingen. Und es hat ja auch geklappt.
- Du bist die jüngste Stabführerin bei den 79er Titelkämpfen. Wie alt ist Birgit Lorenz?
„Ich werde im Dezember 17 Jahre alt. Übrigens hat unser Kollektiv ein Durchschnittsalter von nicht einmal 20 Jahren. Es spricht also auch die Zukunft für Union, zumal bei uns in Mühlhausen eine hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird und über eventuelle Nachfolger keinerlei Sorgen bestehen.“
- Seit wann bist Du Spielmann?
„Vor fünf Jahren begann ich als Lyraspielerin im Nachwuchszug, in dem man mich schon nach sechs Monaten als Stabführerin einsetzte. Im Oktober 1977 kam ich dann zu den ‚Großen‘.“
- Für die eigenwillige, technisch nahezu perfekt vorgetragene My Fair Lady gab es Beifall auf offener Szene und am Ende Ovationen wie man sie selten erlebte. Da steckt doch enormer Trainingsfleiß dahinter, bevor dieser Titel saß?
„Es hatte uns im Vorjahr mächtig gewurmt, daß die großartigen Hallenser unsere Siegesserie unterbrachen. Dies führte bei uns natürlich zu Überlegungen, wie wir eben wieder an die Spitze zurückkehren konnten. Und dies ging nur über eine erhöhte Trainingsbelastung, die dann auch jeder auf sich nahm. Im Januar begannen wir mit der ‚Lady‘, sicherlich das Schwierigste, was wir bisher bewältigten. Zweimal wöchentlich trainierten wir je zwei Stunden im Kollektiv. Darüber hinaus gab es noch für jeden ‚Hausaufgaben‘, gingen wir auch in ein Trainingslager. Und es hat sich gelohnt.“
- Was machst Du beruflich?
„Ich besuche die Erweiterte Oberschule ‚Erich Weinert‘ in Mühlhausen. In diesem Jahr machte ich mit gut die mittlere Reife, 1981 soll das Abitur folgen.“
- Hast Du in der Schule sogenannte ‚Schokoladenfächer‘?
„Natürlich Musik, hier stehe ich auf einer glatten 1, und dann Sprachen sowie Sport. Sprachen möchte ich später einmal studieren.“
(Das Gespräch führte Günther Gießler)



